Erster staatlicher Stablecoin geht im US-Bundesstaat Wyoming an den Start

Wyoming hat mit dem Frontier Stable Token ($FRNT) als erster US-Bundesstaat seinen eigenen Stablecoin eingeführt.
Werte in diesem Artikel
• Wendepunkt in der Debatte um Stablecoin-Regulierung in den USA
• Wyoming launcht in den USA den ersten staatlich emittierten Stablecoin
• Weitere staatliche Stablecoins könnten folgen
Nachdem die rechtlichen und institutionellen Grundlagen bereits im Sommer geschaffen wurden, hat Wyoming nun am 7. Januar 2026 den Frontier Stable Token tatsächlich gelauncht und damit öffentlich nutzbar gemacht. Der fiat-unterlegte Stablecoin wird von der Wyoming Stable Token Commission emittiert.
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I'm pleased to announce the official launch of the Frontier Stable Token (FRNT$) this morning. pic.twitter.com/ruc7enIt0h
- Governor Mark Gordon (@GovernorGordon) January 7, 2026
Die Struktur des Frontier Stable Token
Der FRNT bildet den Wert eines US-Dollars im Verhältnis 1:1 ab und ist vollständig durch Bargeldbestände in US-Dollar sowie durch kurzfristige Staatsanleihen gedeckt. Wie "Brave New Coin" berichtet, fordert das Gesetz von Wyoming sogar eine Überbesicherung von 102 Prozent, so dass es einen Sicherheitspuffer gibt. Diese Struktur unterscheide FRNT von algorithmischen Stablecoins, die auf komplexen Mechanismen anstatt auf traditionellen Reserven basieren. Die globale Investmentgesellschaft Franklin Templeton übernimmt die Verwaltung der Reserven, die Verwahrung liegt bei ihrer Tochtergesellschaft Fiduciary Trust Company International.
FRNT basiert auf dem Omnichain Fungible Token-Standard von LayerZero. Er ist nativ auf der Solana-Blockchain verfügbar und wird über die Kryptobörse Kraken öffentlich gehandelt. Über Interoperabilitätslösungen kann der Token aber auch auf den Netzwerken von Ethereum, Arbitrum, Avalanche, Base, Optimism und Polygon verwendet werden.
Die Vorteile des FRNT
Wyoming verspricht sich von dem digitalen Dollar, dass er Zahlungsprozesse kostengünstiger macht. Gerade in ländlichen Regionen des Bundesstaates stellen nämlich Kreditkarten-Gebühren für öffentliche Institutionen einen relevanten Kostenfaktor dar - bei On-Chain-Transfers mit FRNT sind die Transaktionskosten hingegen sehr niedrig. Hinzu kommt, dass die Zinserträge aus den Reserveanlagen staatlichen Zwecken wie etwa dem Bildungswesen - und damit den Bürgern - zugutekommen sollen.
Konkurrenz zur Privatwirtschaft
Mit dem FRNT tritt erstmals ein staatlich unterstützter Stablecoin in Wettbewerb zu privatwirtschaftlichen Dollar-Token wie USDT oder USDC, die den Stablecoin-Markt derzeit mit Umlaufvolumen im Milliardenbereich dominieren. Anders als bei den privat emittierten Stablecoins überwacht hierbei der Staat sämtliche Prozesse der Prägung, Einlösung, Sperrung und Einhaltung der Vorschriften.
Es dürfte spannend werden zu beobachten, ob das Interesse an der neuen Alternative über staatliche und institutionelle Anwendungsfälle hinaus ausreicht, um relevante Marktanteile zu erobern. Laut "BTC Echo" dürfte die Kombination aus rechtlicher Klarheit, öffentlicher Aufsicht und Multichain-Funktionalität über LayerZero durchaus institutionelle Investoren ansprechen.
Wird das Modell aus Wyoming ein Erfolg, so dürften weitere Bundesstaaten nachziehen - einige stehen schon in den Startlöchern. So hat North Dakota laut "Brave New Coin" beispielsweise schon Pläne zur Einführung eines eigenen staatlich emittierten Stablecoins namens Roughrider Coin angekündigt und Nebraska habe bereits die parlamentarische Zustimmung für einen staatlich emittierten digitalen Token erhalten.
Redaktion finanzen.net
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