Goldpreis: Anhaltende Flucht in den "sicheren Hafen"

Der Goldpreis profitierte im frühen Montagshandel von der anhaltenden Kapitalflucht in die Krisenwährung.
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von Jörg Bernhard
Die jüngste Rekordfahrt war auf das schwindende Vertrauen in die US-Regierung und US-Vermögenswerte zurückzuführen, die durch diverse Entscheidungen der Trump-Administration in der vergangenen Woche ausgelöst wurden. US-Präsident Donald Trump ruderte am Mittwoch abrupt von Drohungen zurück, europäischen Verbündeten Zölle aufzuerlegen, um Druck zur Übernahme Grönlands auszuüben. Doch am Wochenende kehrte er zu seiner Einschüchterungspolitik und erklärte, er werde einen Zoll von 100 Prozent auf Kanada verhängen, falls das Land ein Handelsabkommen mit China umsetze. Zudem drohte er mit Zöllen von 200 Prozent auf französische Weine und Champagner, offenbar um den französischen Präsidenten Emmanuel Macron zur Teilnahme an seiner "Board-of-Peace"-Initiative zu bewegen. Neue Impulse könnte der Goldpreis am Nachmittag erfahren, wenn wichtige US-Konjunkturindikatoren wie der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter sowie der Einkaufsmanagerindex der Chicago Fed veröffentlicht werden.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 8.05 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 94,70 auf 5.074,40 Dollar pro Feinunze.

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Der Ölpreis knüpfte im frühen Montagshandel an die vor dem Wochenende erzielten Kursgewinne an und legte weiter zu. Trotz Produktionsausfällen in wichtigen US-Förderregionen begrenzten allerdings Sorgen über das weltweite Angebot den Aufwärtsdrang. Nach Angaben von JPMorgan-Analysten sind in den USA aufgrund des extremen Winterwetters rund 250.000 Barrel pro Tag an Rohölproduktion ausgefallen, darunter Rückgänge im Bakken-Feld in Oklahoma sowie in Teilen von Texas. Solange OPEC+ oder große Produzenten keine nennenswerten Förderkürzungen ankündigen, dürfte das Problem eines signifikanten Überangebots anhalten und den Ölpreis tendenziell belasten.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 8.05 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,44 auf 61,51 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,47 auf 65,52 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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