Persönliches Treffen

Cathie Wood lobt El Salvadors KI- und Krypto-Pläne - BIP könnte sich verzehnfachen

10.06.24 22:03 Uhr

ARK-Chefin Cathie Wood: El Salvadors KI- und Krypto-Pläne könnten Wirtschaftsleistung verzehnfachen | finanzen.net

Star-Investorin Cathie Wood hat sich mit dem wiedergewählten, Bitcoin-affinen Präsidenten von El Salvador, Nayib Bukele, getroffen. Anschließend verkündete sie, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des mittelamerikanischen Staates in den nächsten fünf Jahren verzehnfachen könnte, wenn Bukele seine Pläne bezüglich des Bitcoin und künstlicher Intelligenz weiterverfolgt.

• El Salvadors Bitcoin-freundlicher Präsident für zweite Amtszeit vereidigt
• ARK Invest-CEO Cathie Wood trifft Nayib Bukele
• Lobende Worte für dessen KI- und Bitcoin-Kurs

Cathie Wood, CEO des Vermögensverwalters ARK Invest, hat nach einem persönlichen Treffen mit El Salvadors Präsidenten Nayib Bukele dessen fortschrittlichen Reformansätze gelobt: "Indem er Bitcoin und KI nutzt, um seine wirtschaftlichen und bildungspolitischen Reformen zu beschleunigen, könnte der Präsident das BIP von El Salvador während seiner nächsten fünfjährigen Amtszeit potenziell verzehnfachen", schrieb Wood Ende Mai auf dem Kurznachrichtendienst X. Im Jahr 2023 hat das Bruttoinlandsprodukt des Landes etwa 34,02 Milliarden US-Dollar betragen.

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Bukele würde El Salvador zu einer "Oase für die Bitcoin- und KI-Communities" - zwei der bedeutendsten wirtschaftlichen und technologischen Revolutionen in der Geschichte - machen, lobte Wood. Weiter schrieb sie: "Der Präsident war auch von der Idee angetan, den Lehrplan von ARK Educate zu technologiegestützten Innovationen - Robotik, Energiespeicherung, KI, Blockchain und Multiomics - in Schulen in El Salvador einzuführen. Seit 2020 haben unsere Pädagogen die Forschung von ARK altersgerecht gestaltet."

Der Besuch war von Bitcoin-Befürworterin Stacy Herbert sowie Max Keiser, der Bukele in Bitcoin-Angelegenheiten berät, arrangiert wurde. Ebenfalls bei dem Treffen dabei waren der US-Ökonomen Arthur Laffer sowie zwei Forschungsassistent von ARK Invest, David Puell und Marc Seal.

El Salvador will Vorreiter bei Bitcoin-Adaption sein

Das Aufsehen war groß, als im September 2021 das hochverschuldete El Salvador als erstes Land der Welt den Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel erhob. Seither muss dort jeder Händler die weltweit beliebteste Digitalwährung als Zahlungsmittel akzeptieren, wenn er technisch dazu in der Lage ist, und auch Steuern können mittels der Kryptowährung beglichen werden.

Mit diesem Schritt wollte der inzwischen 42-jährige Nayib Bukele die Abhängigkeit seines Landes von der US-Notenbank reduzieren. Denn da seit 2001 in El Salvador der US-Dollar anstelle einer einheimischen Währung als offizielles Zahlungsmittel genutzt wurde, war man dort somit stark von der Geldpolitik der US-Fed abhängig. Mit dem Bitcoin sollte sich das ändern, schließlich wird die dezentrale Kryptowährung von keiner Zentralbank kontrolliert. Als weiterer Vorteil wurde gesehen, dass der Bitcoin auch von jenem großen Teil der Einwohner genutzt werden kann, der über keinen Zugang zu traditionellen Finanzdienstleistungen verfügt.

Doch auch wenn El Salvador inzwischen über 5.700 Bitcoin in seiner Staatskasse hält, so war die breite Bevölkerung zunächst doch noch sehr zurückhaltend, was laut Jamie Robinson, Chief Strategy Officer des Bitcoin Hardware Store, sowohl auf die weitgehend technik-unkundigen Menschen als auch mangelnde Durchsetzung durch Händler zurückzuführen war. Doch die jüngste Krypto-Rally hat wohl neue Welle der Händlerakzeptanz ausgelöst, erklärte Robinson gegenüber "Cointelegraph".

Alles in allem sind die Menschen in El Salvador jedenfalls mit ihrem Bitcoin-freundlichen Präsidenten zufrieden und haben ihn im Februar für eine zweite Amtszeit gewählt. Nach einem Erdrutschsieg wurde er am 1. Juni für weitere fünf Jahre vereidigt.

Redaktion finanzen.net

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