23.09.2022 22:57

Ethereum-Hard Fork: Wird die Merge-Alternative ETHPoW zum Flop?

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Die Umstellung vom Proof of Work zum Proof of Stake-Verfahren hat die Ethereum-Community gespalten. Insbesondere Miner kritisierten den Merge, weil sie um ihre Einnahmen fürchten. Doch die Hard Fork, auf die ebenjene ihre Hoffnungen setzten, ist bislang alles andere als erfolgreich.
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• ETH-Merge vollzogen
• Mit EHTPoW ist eine Ethereum-Hard Fork entstanden
• Preis der Alternativ-Kryptowährung bricht ein

Am 15. September war ein historischer Tag für die Ethereum-Community: Die Ethereum Mainchain wurde mit der Beacon Chain verschmolzen und dabei auf das Proof of Stake (PoS)-Verfahren umgestellt. Das jahrelang geplante Projekt hatte vorrangig ein Ziel: Den Energiebedarf der Ethereum-Blockchain deutlich zu senken. Anders als bislang stellen nicht mehr mehrere Miner ihre Rechenleistung zur Verfügung um die Blockchain fortzuschreiben und dafür mit Ethereum-Token belohnt zu werden. Das zeit- und kostenintensive Verfahren hatte Miner in der Vergangenheit stets gezwungen, technisch stark aufgestellt zu sein, um den hohen Anforderungen der Blockchain gerecht zu werden. Beim neuen Verfahren wird nicht mehr auf die Rechenleistung der Community zurückgegriffen, stattdessen erfolgt die Auswahl des Validators einer Transaktion nach dem Zufallsprinzip - lediglich die Anzahl der gehaltenen Ethereum-Anteile eines Teilnehmers erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass dieser einen neuen Block erstellen und damit eine Belohnung in Form von Token erhalten kann.

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Abtrünnige Ethereum-Miner schaffen Hard Fork

Viele Miner, die nach der Umstellung auf PoS um ihre Einnahmen fürchteten, haben sich nicht geschlossen an der Umstellung von Proof of Work (PoW) auf PoS beteiligt und damit eine Fork geschaffen, die weiterhin auf PoW setzt und entsprechend den Namen ETHPoW verpasst bekam. Dies war von Groß-Miner Chandler Guo bereits im Vorfeld angekündigt worden.

Doch die neue Blockchain ETHPoW ging mit zahlreichen Problemen an den Start, denn das Netzwerk war für viele Nutzer direkt nach dem Start nicht erreichbar. Der Grund soll ein Fehler bei der Wahl der Chain-ID gewesen sein, was für Unmut in der Community sorgte:

Zwar stieg der Kurs von ETHPoW nach Behebung der Startschwierigkeiten zunächst steil an und kletterte zeitweise auf mehr als 60 US-Dollar, bereits am gleichen Tag sackte der Kurs aber auf rund zwölf US-Dollar ab, aktuell wird ein ETHPoW noch mit 5,94 US-Dollar gehandelt.

Zielgruppe nicht überzeugt?

Trotz aller Kritik an dem Ethereum-Merge - insbesondere aus Minerkreisen, die sich ihres Geschäftsmodells beraubt sahen, - hat die neue Kryptowährung offenbar ihre Zielgruppe nicht überzeugt. Selbst Guo bezeichnete das PoW-Fork-Debüt als "mittelmäßig", betonte aber im Interview mit CoinDesk, dass er davon ausgehe, dass es zu einem Massenbankrott unter Ethereum-Minern kommen werde. "Einige Leute [Miner] haben kostenlosen Strom und können [weiter] daran arbeiten", sagte Guo und unter Berufung auf die PoW-Fork. "Die anderen 90 Prozent gehen bankrott."

Noch ist unklar, wie erfolgreich die Ethereum-Hard Fork tatsächlich werden wird. Die ersten Handelstage als eigenständige Kryptowährung sind ernüchternd, doch auch für Ethereum selbst liefen es seit dem Merge alles andere als erfolgreich. Am 15. September wurde ein ETH-Token noch bei rund knapp unter 1.500 US-Dollar gehandelt, inzwischen ist der Preis auf rund 1.326 US-Dollar (Kurs vom 21.09.2022) abgesackt. Damit verlor Ethereum mit rund zehn Prozent zwar deutlich weniger an Wert als ETHPoW, der Abwärtstrend ist aber unverkennbar. Allerdings fiel der ETH-Token damit eher im Einklang mit dem Kryptomarkt, der in den vergangenen Handelstagen erneut unter Druck stand.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Ponderful Pictures / Shutterstock.com, Steve Heap / Shutterstock.com
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