Preisentwicklung im Fokus

EZB-Chefökonom warnt vor starkem Euro

11.09.20 10:14 Uhr

EZB-Chefökonom warnt vor starkem Euro | finanzen.net

Der Chefökonom der Europäischen Zentralbank (EZB) hat vor den Folgen eines starken Euro für Wachstum und Inflation gewarnt.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1220 EUR -0,0001 EUR -0,05%

8,1945 CNY 0,0039 CNY 0,05%

0,8623 GBP -0,0005 GBP -0,06%

9,2259 HKD 0,0151 HKD 0,16%

183,9530 JPY 0,5430 JPY 0,30%

1,1809 USD 0,0018 USD 0,15%

1,1598 EUR 0,0007 EUR 0,06%

0,0054 EUR 0,0000 EUR -0,28%

0,8466 EUR -0,0015 EUR -0,18%

Die wirtschaftliche Erholung und die Preisentwicklung seien durch den zuletzt aufwertenden Euro "deutlich gedämpft" worden, schrieb der Ire Philip Lane in einem am Freitag veröffentlichten Beitrag auf der Internetseite der EZB. "Es sollte klar sein, dass es keinen Grund für Selbstzufriedenheit gibt." Die EZB stehe bereit, all ihre Instrumente falls nötig einzusetzen.

Die Äußerungen Lanes klingen schärfer als Einlassungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde einen Tag zuvor. Die Französin hatte nach der Zinssitzung der Notenbank geäußert, dass die EZB kein Wechselkursziel habe, den Wechselkurs aber im Blick habe. Der Euro hatte daraufhin weiter aufgewertet.

In den vergangenen Monaten hat der Euro insbesondere zum Dollar deutlich an Wert gewonnen. Fachleute nennen sowohl Gründe für einen schwächeren Dollar als auch für einen stärkeren Euro. Im Ergebnis kann die Entwicklung die wirtschaftliche Erholung von der Corona-Krise durch teurere Ausfuhren und die ohnehin schwache Preisentwicklung durch billigere Einfuhren belasten.

/bgf/jsl/stk

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Jorg Hackemann / Shutterstock.com