07.02.2019 21:52

PayPal-Mitgründer: PayPal sollte eigentlich eine digitale Währung werden

Ursprüngliches Ziel verfehlt: PayPal-Mitgründer: PayPal sollte eigentlich eine digitale Währung werden | Nachricht | finanzen.net
Ursprüngliches Ziel verfehlt
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Luke Nosek, Mitgründer von PayPal, gab auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos interessante Einblicke in die Ursprünge des Online-Bezahldienstes. So sei anfänglich eine digitale Währung geplant gewesen, die an die heutigen Kryptowährungen erinnert.
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Die Online-Bezahlplattform PayPal ist seit langem als bequeme digitale Zahlungsmethode bekannt. Alles, was für den Geldtransfer benötigt wird, ist ein PayPal-Account, der mithilfe einer E-Mailadresse und einem Bankkonto eingerichtet werden kann. Dabei stellt PayPal zwar keine eigene Bank dar, unterliegt allerdings trotzdem den gängigen geldpolitischen Regulierungen.

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PayPals anfängliches Ziel

Bei dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum in der Schweiz gab PayPal-Mitgründer Luke Nosek bekannt, dass das ursprünglich so nicht geplant war. So erklärte Nosek, dass es eigentlich das erklärte Ziel PayPals war, eine digitale Währung zu schaffen, die losgelöst von Banken und Regulierung seitens Regierungen funktioniert: "Viele Menschen wissen das nicht, aber die ursprüngliche Aufgabe von PayPal bestand darin, eine globale Währung zu schaffen, die unabhängig von den Einflüssen dieser korrupten Kartelle von Banken und Regierungen war, die ihre Währungen entwerteten", so Nosek einem Bericht von Kryptoszene zufolge.

Ziel verfehlt

Jedoch habe sich PayPal im Laufe der Jahre seit seiner Gründung 1998 immer mehr von diesem erklärten Ziel entfernt. Dies sei auch den damaligen Investoren geschuldet, die schnelle Ergebnisse hatten sehen wollen, wohingegen das Schaffen einer dezentralisierten Währung mehr Zeit in Anspruch genommen hätte, wie Nosek in einem Bericht des BitcoinExchangeGuide bedauert. So kam es, dass PayPal immer zentralisierter wurde und der eigentliche Traum in weite Ferne rückte: "Wir haben gelernt mitzuspielen", so Nosek beim Weltwirtschaftsforum. Er hatte damals mit dem heutigen Tesla-Chef Elon Musk an der Idee gefeilt. Die beiden arbeiten derzeit über Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX, zu dessen Vorstand Nosek zählt, erneut zusammen.

Ehemaliger PayPal-CEO kein Fan von Krypto

Interessant ist auch zu sehen, dass offenbar nicht alle PayPal-Verantwortlichen von den Kryptowährungen immer so begeistert waren. So landete der ehemalige PayPal-CEO Bill Harris 2018 in den Schlagzeilen, als er den Bitcoin in einem Beitrag für Recode als "Betrug" bezeichnete. Dieser habe keinen Wert und die Token könnten im Grunde nirgends verwendet werden. Des Weiteren sei die Cyberdevise als Währung ungeeignet, da sie enormen Schwankungen ausgesetzt sei, so Harris weiter. Mit dieser Meinung scheint er bei PayPal jedoch allein zu stehen.

Frühere Verkündung von PayPals anfänglichem Ziel

Es ist nämlich nicht das erste Mal, dass das ursprüngliche Ziel von PayPal offenkundig wird. Schon im August 2017, als der Bitcoin noch mitten in seiner atemberaubenden Rally steckte, erklärte PayPals ehemaliger COO, David Sacks, gegenüber CNBC, dass die Cyberdevise PayPals ursprüngliche Vision erfüllen würde, "eine neue weltweite Währung" zu schaffen. Demnach waren die Verantwortlichen von PayPal damals davon überzeugt, dass ihr Unternehmen zu einer Art Gelddatenbank werden könnte, in welcher Geld das System niemals verlasse, wenn nur genug Leute mitmachen würden. Sacks nennt die Übernahme PayPals durch eBay im Jahr 2002 als einen Faktor, der zum Erliegen des ursprünglichen Projekts geführt habe. Er zeigte sich erfreut, dass Kryptowährungen diese Idee nun auf dezentralisierte Weise weiterführen würden.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Sean Gallup/Getty Images, www.BillionPhotos.com / Shutterstock.com

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