Goldpreis: Nach starken US-Arbeitsmarktdaten schwächer

Der Goldpreis gab im frühen Donnerstagshandel leicht nach, da der Dollar nach stärker als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten zulegte und damit die Erwartungen auf kurzfristige Zinssenkungen dämpfte.
Werte in diesem Artikel
von Jörg Bernhard
Das US-Beschäftigungswachstum beschleunigte sich im Januar unerwartet deutlich, und die Arbeitslosenquote fiel von 4,4 auf 4,3 Prozent. Allerdings dürfte der stärkste Stellenzuwachs seit 13 Monaten den Zustand des Arbeitsmarktes überzeichnen, da Revisionen zeigten, dass die Wirtschaft 2025 tatsächlich nur 181.000 neue Jobs schuf, statt der zuvor gemeldeten 584.000. Für die Krisenwährung Gold spricht nach wie vor der wachsende Schuldenberg. Laut einer am gestrigen Mittwoch veröffentlichten Prognose des Congressional Budget Office könnte das US-Haushaltsdefizit im Fiskaljahr 2026 auf 1,853 Billionen Dollar leicht ansteigen. Das heißt: Die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump hat die fiskalische Lage trotz eines leichten Wachstums verschlechtert. Nun warten die Anleger gespannt auf die am Freitag anstehenden Inflationsdaten, um weitere Hinweise zur Geldpolitik zu erhalten. An den Finanzmärkten wird mehrheitlich damit gerechnet, dass die Fed die Zinsen bis zum Ende der Amtszeit von Jerome Powell im Mai nicht verändern wird. Im Juni soll dann laut FedWatch-Tool des US-Terminbörsenbetreibers CME Group die erste Zinssenkung erfolgen. Am Nachmittag dürfte zudem der wöchentliche Bericht zu den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe (14.30 Uhr) für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 16,70 auf 5.081,80 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Relativ richtungsloser Handel
Im frühen Donnerstagshandel ging es mit dem Ölpreis leicht nach oben, da sich die Anleger über eine mögliche Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran sorgen. Angriffe gegen den Iran könnten nämlich in der Straße von Hormus zu Lieferunterbrechungen des Schiffsverkehrs führen. Die starken US-Arbeitsmarktdaten deuten derzeit auf eine widerstandsfähige US-Wirtschaft hin und stützen dadurch die Erwartungen hinsichtlich einer robusten Ölnachfrage. Der am gestrigen Mittwoch gemeldete stärker als erwartet ausgefallene Anstieg der in den USA gelagerten Ölmengen begrenzte allerdings den Aufwärtsdrang. Laut der US-Energiebehörde EIA ging es mit den Lagerbeständen um 8,5 Millionen Barrel um ein Vielfaches höher als prognostiziert nach oben.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,17 auf 64,80 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,15 auf 69,55 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
Weitere Goldpreis News
Bildquellen: Brian A Jackson / Shutterstock.com, elen_studio / Shutterstock.com
