Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: US-Notenbank Fed sorgt für Absacker

19.03.26 08:16 Uhr

Goldpreis fällt nach Fed-Entscheidung: Das steckt hinter dem Rückgang | finanzen.net

Der Goldpreis rutschte im frühen Donnerstagshandel auf den niedrigsten Stand seit eineinhalb Monaten ab.

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von Jörg Bernhard

Sowohl die US-Notenbank als auch die kanadische Zentralbank signalisierten am gestrigen Mittwoch eine restriktive geldpolitische Haltung, da steigende Energiepreise infolge des Iran-Kriegs die Inflationsaussichten belasten. Beide Notenbanken hielten die Zinsen zwar unverändert, warnten jedoch vor dem Risiko einer anhaltend höheren Inflation durch steigende Energiekosten. Mittlerweile erwägt die Regierung von US-Präsident Donald Trump, Tausende US-Soldaten zur Verstärkung der Operationen in den Nahen Osten zu entsenden. Als "sicherer Hafen" ist Gold derzeit eher nicht gefragt. Seit dem Kriegsbeginn im Nahen Osten am 28. Februar ist der Goldpreis um mehr als zehn Prozent gefallen, belastet durch einen stärkeren US-Dollar, der sich als einer der klaren Gewinner unter den "sicheren Häfen" herausgestellt hat. Neue Impulse könnte der Goldpreis am Nachmittag durch die EZB-Pressekonferenz, die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sowie den Konjunkturausblick der Philadelphia Fed erfahren.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 125,10 auf 4.771,10 Dollar pro Feinunze.

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Mit dem Ölpreis ging es im frühen Donnerstagshandel weiter bergauf, wobei die Nordseemarke Brent besonders stark zulegte. Hintergrund waren iranische Angriffe auf Energieanlagen in seinen Nachbarstaaten, nachdem zuvor die landeseigenen Förderanlagen South Pars und Asaluyeh von Israel angegriffen worden waren - eine deutliche Eskalation im Krieg mit den USA und Israel. Derzeit gibt es keine Anzeichen für eine Deeskalation oder eine baldige Wiederöffnung der Straße von Hormus. Und deshalb lässt sich die weitere Entwicklung an den Ölmärkten nicht seriös prognostizieren - getreu dem Motto: Nichts ist unmöglich.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,77 auf 97,09 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 6,51 auf 113,89 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

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