03.07.2021 11:34

OPEC+ hadert mit Förderpolitik - Verhandlungen gehen am Montag weiter

Öl-Produktion: OPEC+ hadert mit Förderpolitik - Verhandlungen gehen am Montag weiter | Nachricht | finanzen.net
Öl-Produktion
Folgen
Das Ölkartell OPEC und seine Partnerländer haben sich nach zwei zähen Verhandlungstagen nicht auf eine neue Förderstrategie ab August einigen können.
Werbung
In der als OPEC+ bekannten Allianz gab es verschiedene Meinungen darüber, welches Land künftig wie viel fördern darf. Die Gespräche über eine Ausweitung der Produktion wurden daher auf Montagnachmittag vertagt, wie das Sekretariat der OPEC am späten Freitagabend in Wien bekanntgab.
Werbung
Öl, Gold, alle Rohstoffe mit Hebel (bis 30) handeln
Handeln Sie Rohstoffe mit hohem Hebel und kleinen Spreads. Sie können mit nur 100,00 € mit dem Handeln beginnen, um von der Wirkung von 3.000 Euro Kapital zu profitieren!
Hinweis zu Plus500: 74% der Privatanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Plus500UK Ltd ist zugelassen und reguliert durch Financial Conduct Authority (FRN 509909). Plus500CY Ltd ist autorisiert und reguliert durch CySEC (#250/14).

Angesichts der ausstehenden Förderentscheidung großer Produzenten bewegten sich die Ölpreise nur wenig. Am Freitagabend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 76,12 US-Dollar. Das waren 28 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel dagegen moderat um 13 Cent auf 75,10 Dollar.

Angesichts des erwarteten Wirtschaftsaufschwungs und der weiterhin bestehenden Corona-Risiken plant OPEC+ grundsätzlich, die Produktion von August bis Jahresende stufenweise anzuheben. Eigentlich wollten sich die 23 Länder schon am Donnerstag auf die Förderpolitik ab August einigen. Doch ein Disput zwischen dem Ölriesen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten verhinderte eine Lösung. Während die Saudis für eine vorsichtige Linie eintreten, wollen die Emirate die Förderung kräftig anheben.

Die Emirate forderten eine stärkere Erhöhung für ihr Land. Sie verwiesen darauf, dass ihre Produktionskapazität in den vergangenen Jahren gestiegen sei. Damit insgesamt nicht zu viel Öl in den Markt fließt, könnte Saudi-Arabien im Gegenzug weniger produzieren, meinten Analysten der UniCredit.

Saudi-Arabien, der größte Produzent der in Wien ansässigen OPEC, ist für seine Zurückhaltung bekannt, wenn es um die Ausweitung der Fördermengen geht. Russland, das die Kooperationspartner der OPEC anführt, vertritt eine liberalere Strategie. Insgesamt stehen die Zeichen auf ein vorsichtiges Anheben der Produktion, da die Allianz der Ölexporteure die ansteckenderen Virus-Varianten und die Folgen der riesigen Corona-Hilfen auf die Staatshaushalte im Blick hat.

Ein am Donnerstag ausgearbeiteter Vorschlag sah vor, die tägliche Fördermenge von August bis Dezember um monatlich je 400.000 Barrel anzuheben. Dazu hatte sich auch Russland bereit erklärt, wie die russische staatliche Agentur Tass berichtete. Der Streit zwischen den Golfstaaten kam aber dazwischen. Größter Unsicherheitsfaktor ist der Fortgang der Corona-Pandemie, der auch für die Entwicklung der Rohölnachfrage entscheidend ist.

Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank verwies darauf, dass die Emirate bereits im vergangenen Jahr für Streit gesorgt und Sonderrechte eingefordert hätten. "Insgesamt haben wir das Gefühl, dass die OPEC+ in der letzten Zeit angesichts der hohen Preise, der knappen Versorgungslage und der fehlenden Reaktion außerhalb der Allianz fast schon zu selbstsicher geworden ist", kommentierte er.

/al/DP/zb

WIEN (dpa-AFX)

Bildquellen: huyangshu / Shutterstock.com

Nachrichten zu Ölpreis

  • Relevant
    1
  • Alle
    4
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Jetzt noch kostenlos anmelden!

Spekulative Anleger können beim CFD-Trading mit geringem Kapitaleinsatz hohe Summen bewegen. Im Online-Seminar heute um 18 Uhr, erklärt Handelsspezialist Bastian Priegnitz, wie CFDs funktionieren und analysiert live verschiedene CFD-Handelsstrategien.
Jetzt noch kostenlos anmelden!
Werbung

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.753,69-0,80
-0,05%
Kupferpreis9.435,4087,05
0,93%
Ölpreis (WTI)71,00-0,96
-1,33%
Silberpreis22,46-0,10
-0,46%
Super Benzin1,580,00
0,00%
Weizenpreis247,75-1,25
-0,50%

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber

Heute im Fokus

DAX mit deutlichen Abschlägen -- Hang Seng schließt tief im Minus -- Lufthansa startet Milliarden-Kapitalerhöhung -- BMW verweist bei Verbrennerausstieg auf Gesetzgeber - VW im Fokus

Prudential plant milliardenschwere Kapitalerhöhung in Hongkong. ING Deutschland baut auf Zustimmung von Kunden zu Gebühren. Drägerwerk-Aktionäre haben Aussicht auf höhere Dividende. BAWAG verpasst sich neue Ziele - Gewinn und Dividende sollen steigen. US-Verkehrsbehörde untersucht erneut Millionen Autos wegen defekter Airbags. Einige Änderungen: Meggitt, Morrison im FTSE 100 - Just Eat Takeaway, Weir raus.
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln