Warum die Ölpreise am Donnerstag nachgeben

Die Ölpreise sind am Donnerstag nach zurückhaltenden Aussagen vom US-Präsidenten zu einem möglichen Militärschlag gegen den Iran stark gefallen.
Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März gab um 3,17 Dollar auf 63,35 Dollar nach. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im Februar sank um 3,04 Dollar auf 58,98 Dollar.

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Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.Am Vortag waren die Notierungen noch auf den höchsten Stand seit Oktober gestiegen, bevor eine Gegenbewegung einsetzte. Als Auslöser gelten Aussagen von Trump, die am Markt die Sorge vor einem möglichen US-Angriff auf den wichtigen Förderstaat Iran dämpften. Der US-Präsident hatte zuletzt versöhnlichere Töne angestimmt, nachdem er zuvor dem Iran mit Konsequenzen im Fall von Hinrichtungen von Demonstranten gedroht hatte.
Das brutale Vorgehen iranischer Sicherheitskräfte gegen die Proteste hatte in den vergangenen Handelstagen Sorgen über die Folgen eines möglichen militärischen Konflikts geschürt. Warnungen diplomatischer Vertretungen, Maßnahmen des US-Militärs und geänderte Flugrouten von Fluggesellschaften hatten Anleger befürchten lassen, dass Trump seine Drohungen gegen die politische Führung in Teheran wahr machen könnte.
Neben der Lage im Iran steht weiter die Situation im ölreichen südamerikanischen Land Venezuela im Blickpunkt. Hier hatte sich Trump zuletzt zufrieden mit der Führung Venezuelas gezeigt. Das Land werde bald wieder großartig und wohlhabend sein, versprach er. Die USA hatten Anfang Januar bei einem Militäreinsatz den autoritär regierenden Staatschef Nicolás Maduro gefangengenommen.
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LONDON (dpa-AFX)
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