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03.04.2019 19:57
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Marktstratege: Darum sollte die Fed die Zinsen bald wieder senken

Inverse Zinskurve: Marktstratege: Darum sollte die Fed die Zinsen bald wieder senken | Nachricht | finanzen.net
Inverse Zinskurve
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Der Leitzins der Fed ist für viele Marktbeobachter ein Indikator für die wirtschaftliche Lage und beeinflusst sie in ihren Investment-Entscheidungen. Marktforscher James Bianco ist der Meinung, dass die Fed die Zinsen senken sollte.
Erst vor kurzem gab die US-Notenbank Fed bekannt, dass sie den Leitzins zunächst einmal stabil halten wolle und in diesem Jahr keine Zinsschritte geplant habe. Die Zinsentscheidungen der Fed werden von vielen Marktteilnehmern kritisch beäugt und beurteilt. So hofft beispielsweise das Ex-Vorstandsmitglied der Fed, Robert Heller, auf Zinserhöhungen, um die US-Wirtschaft bei einer möglicherweise nahenden Rezession dann mit mehr Spielraum mit Zinssenkungen antreiben zu können. Larry Kudlow, Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, hingegen fordert, dass die Fed die Zinsen um 50 Basispunkte senkt. In dessen Ansicht reiht sich auch der Stratege James Bianco vom Investment-Analyse-Unternehmen Bianco Research ein. Die Fed sei derzeit zu streng mit ihrer Zinsstrategie.

Niedrige Gewinnprognosen, schwache Wirtschaftsdaten und inverse Zinskurve

Momentan gebe es genug Daten, die für eine Zinssenkung sprächen. Neben niedrigeren Gewinnprognosen für die kommende Zeit haben sich auch die Wirtschaftsdaten in den USA und weltweit abgeschwächt. Doch das stärkste Zeichen, das aus Biancos Sicht für Zinssenkungen spricht, ist die inverse Zinskurve.

Im März fiel die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen erstmals seit 2007 unter die Rendite von 3-Monats US-Staatsanleihen. Werfen kurzfristige Anleihen mehr Rendite ab als langfristige, dann spricht man davon, dass die Zinskurve invertiert ist. Oft wird eine inverse Zinskurve als Vorbote einer Rezession gesehen, denn sie spiegelt die Ansicht der Marktteilnehmer wider, dass die Wirtschaft bald einbrechen könnte. Das letzte Invertieren dieser Zinsstrukturkurve ging 2007 der Finanzkrise einige Monate voraus.

Politik der Fed sei zu streng

Die inverse Zinskurve sei ein Zeichen dafür, dass die Politik der Fed derzeit zu streng sei. "Wenn sie nicht aufpassen, könnten sie tun, was die Fed immer getan hat und eine Rezession auslösen", äußerte Bianco seine Ansicht scharf gegenüber CNBC.

Bianco geht davon aus, dass auch die restlichen Zinskurven in den nächsten 60 bis 90 Tagen invertieren werden. Denn diese seien während der letzten zehn Jahre alle abgeflacht und eine nach der anderen invertiert. "Ich denke nicht, dass dieser Trend aufhören wird."

Fed will kein Signal an Märkte senden

Sollte die Fed die Zinsen unerwartet senken, wäre das ein "signifikant großer Deal", erklärt Bianco. Niedrigere Zinsen wären demnach für Marktteilnehmer ein Zeichen, dass ein Marktabschwung bevorsteht, und würden deren Verhalten dementsprechend beeinflussen.

Aus diesem Grund werde die Fed die Zinsen nicht senken, "bis es zu spät ist". Die Marktteilnehmer sollten nicht von den Wirtschaftserwartungen der Fed gelenkt werden, "sie werden länger warten und das ist der Punkt, der uns einem Risiko aussetzt". Gegenüber CNBC gibt Bianco ganz klar zu verstehen, dass er nicht denkt, dass die Fed mit Zinssenkungen warten sollte, denn eine rasche Zinssenkung hätte positive Auswirkungen auf den Markt.

Theresa Rauffmann / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Garsya / Shutterstock.com, spirit of america / Shutterstock.com

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