26.07.2021 15:13

BVB-Aktie stabil: Transfer von Malen zu Borussia Dortmund nahezu perfekt - holprige Vorbereitung

"Kein Gejammer": BVB-Aktie stabil: Transfer von Malen zu Borussia Dortmund nahezu perfekt - holprige Vorbereitung | Nachricht | finanzen.net
"Kein Gejammer"
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Der Wechsel von Donyell Malen zu Borussia Dortmund ist nahezu perfekt.
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Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur traf der niederländische Nationalspieler von der PSV Eindhoven am Sonntag im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten in Bad Ragaz (Schweiz) ein. Der 22-Jährige wird sich in den kommenden beiden Tagen einem Medizincheck und zwei Corona-Test unterziehen, ehe er in das Teamtraining einsteigen kann.

Malen soll beim Pokalsieger die Lücke schließen, die Jadon Sancho mit seinem 85 Millionen Euro teuren Transfer zu Manchester United hinterlassen hat. Dem Vernehmen nach unterschreibt er beim BVB einen Fünfjahresvertrag und kostet knapp 30 Millionen Euro plus möglicher Bonuszahlungen.

Der schnelle Angreifer kommt mit der Empfehlung von 27 Saisontreffer und zehn Vorlagen in 45 Pflichtspielen für Eindhoven. Die von ihm bevorzugte Position im Angriffszentrum ist beim BVB jedoch an Erling Haaland vergeben. Deswegen wird Malen wohl auf die Flügel ausweichen müssen oder als Doppelspitze mit Haaland zum Einsatz kommen.

Holprige Vorbereitung beim BVB - Rose: "Kein Gejammer"

Zumindest für einen kurzen Moment vertrieb Erling Haaland die Tristesse. Nicht in sportlicher Hinsicht, sondern mit dem wohl ungewöhnlichsten Autogramm seiner bisherigen Karriere. Den Wunsch eines kleinen Jungen, der kurz vor der Halbzeit des unansehnlichen Testspiels gegen Athletic Bilbao (0:2) in St. Gallen auf den Platz stürmte und ihm einen Stift in die Hand drückte, konnte der Torjäger von Borussia Dortmund nicht abschlagen. Kurzerhand unterschrieb der Norweger auf dem Shirt seines glühenden Fans, ehe er ihn vom Platz geleitete und die Partie mit einem Eckball fortgesetzt werden konnte.

Abgesehen von dieser Aktion, die Haaland bei seiner Auswechslung zur Halbzeit viel Applaus der rund 3500 Fans einbrachte, gab es für die Dortmunder jedoch nur wenig Grund zur Freude. Denn bei der verdienten Niederlage gegen die Spanier wurde erneut deutlich, dass die Vorbereitung auf die neue Saison weiterhin bedenklich holprig verläuft.

Nur zwei Wochen vor der ersten Pflichtaufgabe der neuen Saison im DFB-Pokal beim bereits eingespielten Drittligisten SV Wehen Wiesbaden steht Marco Rose vor einem Berg von Problemen. Dass im Test gegen Bilbao noch immer beachtliche neun EM-Fahrer fehlten und die Dortmunder von diesem Nachteil stärker als andere Bundesligisten betroffen sind, wollte der neue BVB-Coach aber nicht groß thematisieren: "Es war uns von vornherein klar, dass diese Vorbereitung zu einer großen Herausforderung wird. Es gibt kein Gejammer."

Immerhin traf Raphael Guerreiro am Sonntag in Bad Ragaz ein. Bis auf Jude Bellingham und Thomas Delaney sollen auch die anderen EM-Nachzügler bis zum Ende des Trainingslagers am kommenden Samstag dazustoßen. Allerdings können sie nicht sofort in die Einheiten einsteigen, sondern müssen zunächst über zwei Tage auf Corona getestet werden.

Noch ärgerlicher als die späte Rückkehr vieler Stars aus ihrem Sonderurlaub ist für Rose die wachsende Zahl an Verletzten. Nicht nur die Blessur von Marius Wolf, der nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit mit bandagiertem Knöchel und gestützt auf Helfer ausgewechselt werden musste, sorgte für Frust. Darüber hinaus verließen auch Mahmoud Dahoud und Nachwuchsspieler Jamie Bynoe-Gittems kurz vor Schluss angeschlagen den Platz. Giovanni Reyna kam wegen Oberschenkelproblemen erst gar nicht zum Einsatz.

"Natürlich müssen die Jungs zunächst untersucht werden. Aber wir glauben schon, dass sie tatsächlich Verletzungen haben und wir eine bestimmte Zeit auf sie verzichten müssen. Das ist heute sicherlich das größte Problem an der Nummer, dass wir am Ende des Tages vier oder fünf Verletzte haben", kommentierte Rose (44) im Anschluss an die Partie.

Vor allem die Personalsituation in der Defensive bereitet mehr und mehr Kopfzerbrechen. So mussten im Test gegen Bilbao Lennard Maloney (21) und Antonios Papadopoulos (21) aus der U23 aushelfen. Nationalspieler Mats Hummels klagt nach der EM über Probleme an der Patellasehne und wird bei seiner Rückkehr in dieser Woche wohl vorerst mit Reha-Maßnahmen zu tun haben. Die beiden Franzosen Dan-Axel Zagadou und Soumaila Coulibaly fallen noch länger aus und auch das 17 Jahre alte Talent Nnamdi Collins ist derzeit angeschlagen. Deshalb steht mit Manuel Akanji derzeit nun ein fitter Innenverteidiger zur Verfügung.

Noch verspürt Michael Zorc keinen Handlungsbedarf, wollte aber einen Zukauf für diesen Mannschaftsteil nicht kategorisch ausschließen: "Wir werden die Situation weiterhin genau beobachten. Es ist jetzt aber auch nicht so, dass wir in Panik geraten. Emre Can hat schon oft bewiesen, dass er uns auch in der Innenverteidigung weiterhelfen kann", sagte der Sportdirektor der "Bild".

Mehr Power, mehr Mut: BVB-Kapitän Reus nimmt Bayern ins Visier

Eine wirkliche Kampfansage an die Bayern kommt Marco Reus nicht über die Lippen. Und doch verspürt der Kapitän von Borussia Dortmund wenig Lust auf Understatement. Die bisher seltene störungsfreie Vorbereitung ohne gesundheitliche Rückschläge schürt bei dem für sein großes Verletzungspech bekannten Profi den Glauben an eine erfolgreiche Saison - nicht nur für ihn persönlich. Anders als die Vereinsbosse hat er keine Probleme, das M-Wort zu benutzen. "Wir müssen große Ziele haben, weil wir den Kader dazu haben, Meister zu werden, Pokalsieger zu werden und in der Champions League weit zu kommen."

Nach bisher drei Wochen unter der Regie des neuen Trainers Marco Rose und dem starken Schlussspurt der Borussia am Ende der vergangenen Spielzeit mit dem Pokalsieg und der Qualifikation für die Königsklasse hat Reus innerhalb der Mannschaft eine "andere Körpersprache" ausgemacht: "Es war eine gute Saison, aber wir wollen mehr", tönte er und nahm dann doch den zuletzt immerhin 14 Punkte besseren Meister aus München ins Visier: "Natürlich muss in einer Saison viel zusammenkommen, um die Bayern zu schlagen. Aber das Potenzial ist da."

Sein vielbeachteter Entschluss im vergangenen Frühling, freiwillig auf eine Nominierung für den EM-Kader der deutschen Nationalmannschaft zu verzichten, soll sich für den BVB bezahlt machen. "Ich habe sehr, sehr lange überlegt und hatte gute Gespräche mit Jogi Löw", sagte Reus. Doch mit jeder Trainingseinheit in der neuen Saison mehr schwanden die Zweifel an seiner Entscheidung: "Ich habe es nicht bereut. Ich merke, dass mir eine Vorbereitung über einen längeren Zeitraum gut tut, weil ich sie für mein Spiel einfach brauche."

Zusätzlichen Mut schöpft Reus aus der bisherigen Zusammenarbeit mit Fußball-Lehrer Rose. "Es macht unheimlich Spaß. Weil er sehr akribisch ist. Dazu ist er menschlich top. Von daher spricht nichts gegen eine erfolgreiche Saison", befand der gebürtige Dortmunder. Rose gibt die Komplimente gern zurück und sieht keine Veranlassung, die Kapitänsbinde beim BVB neu zu vergeben. "Marco geht voran, ist positiv. Er hat mir bis hierhin schon gezeigt, dass er unser Kapitän ist", sagte der 44 Jahre alte ehemalige Gladbach-Coach den "Ruhr Nachrichten".

Als Hauptproblem der vergangenen Jahre hat Reus die fehlende Konstanz der Borussia ausgemacht. Das rätselhafte Auf und Ab binnen weniger Wochen brachte der Mannschaft wiederholt den Vorwurf mangelnder Mentalität ein. "Es gilt, auch bei schlechten Spielen die Punkte einzufahren. Das zeichnet Mannschaften aus, die am Ende Meisterschaften gewinnen", kommentierte Reus. "Jeder Einzelne muss konstanter sein. Da haben wir noch viel Luft nach oben."

Der Offensivallrounder verwies auf die beachtliche Ausbeute des Teams im vergangenen April und Mai mit sieben Bundesliga-Siegen in Serie und dem 4:1-Pokaltriumph über Leipzig in Pokalfinale von Berlin. "Wir müssen einfach konstanter spielen - auf einem Niveau, wie wir es am Ende der Saison gezeigt haben. Das ist der Maßstab."

Comeback von BVB-Abwehrspieler Zagadou erst in zwei Monaten

Das Comeback von Dan-Axel Zagadou bei Borussia Dortmund lässt weiter auf sich warten. Auch vier Monate nach seiner Knieoperation muss sich der 22 Jahre alte Innenverteidiger weiter in Geduld üben. "Ich rechne damit, noch etwas Zeit vor mir zu haben und ungefähr noch zwei bis drei Monate zu brauchen", sagte der Franzose am Montag im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten in Bad Ragaz (Schweiz).

Zagadou hatte dem BVB schon zu Beginn der vergangenen Saison mit einem Außenbandanriss im Knie gefehlt und war später mit einem Muskelfaserriss ausgefallen. Nach kurzem Comeback Ende Februar verletzte er sich erneut am Knie. Gespräche über die Verlängerung seines im kommenden Jahr auslaufenden Vertrages sind deshalb vorerst ausgesetzt. "Der Fokus bei uns ist derzeit ganz klar meine Reha, nicht der Vertrag", kommentierte Zagadou. Gleichwohl liebäugelt er mit einem Verbleib in Dortmund: "Hier habe ich meine ersten Erfahrungen als Profi gemacht. Wenn sich das der Verein auch vorstellen kann, bleibe ich gerne hier."

Die lange Genesung von Zagadou verschärft das Personalproblem in der BVB-Abwehr. Nationalspieler Mats Hummels klagt nach der EM über Probleme an der Patellasehne und wird bei seiner Rückkehr in dieser Woche aus seinem Sonderurlaub wohl vorerst mit Reha-Maßnahmen zu tun haben. Zagadou-Landsmann Soumaila Coulibaly fällt nach einem Kreuzbandriss noch länger aus, und auch das 17 Jahre alte Talent Nnamdi Collins ist derzeit angeschlagen. Deshalb steht dem neuen BVB-Coach Marco Rose mit Manuel Akanji derzeit nur ein fitter Innenverteidiger zur Verfügung.

Im XETRA-Handel gaben die BVB-Aktien zeitweise nach, kletterten im Verlauf jedoch ins plus und notieren am Nachmittag zeitweise bei 6,07 Euro nahe der Nulllinie (+0,08%).

DORTMUND / BAD RAGAZ (dpa-AFX)

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com

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