14.05.2012 17:30
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E.ON: Konzern will Medienbericht zufolge Gaskraftwerke in Süddeutschland schließen

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Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Der Energieversorger E.ON AG (EON) will einem Medienbericht zufolge in Süddeutschland trotz absehbarer Engpässe in der Stromversorgung mindestens drei große Gaskraftwerke schließen.

Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) sollen demnach schin im kommenden Jahr Generatoren mit mehr als 1.000 Megawatt Leistung vom Netz gehen. Das entspricht nahezu der Leistung eines großen Kernkraftwerks. Demnach wolle der Energieversorger im kommenden Jahr die Blöcke Irsching 3 in Bayern und Staudinger 4 in Hessen mit einer Kapazität von zusammen 1.037 Megawatt dichtmachen. Ein Jahr später soll Franken 1 in Nürnberg mit 383 Megawatt Leistung folgen. Das bayerische Wirtschaftsministerium wollte zu einzelnen Kraftwerken nichts sagen, bestätigte aber drohende Schließungen. "Das ist eine sehr ernste Entwicklung, da sich in Süddeutschland ohnehin ein Kapazitätsproblem stellt", wird Gerd von Laffert, Energieexperte des Ministeriums, zitiert.

E.ON Selbst wollte sich nicht äußern. Ein offizieller Beschluss zur Schließung der Kraftwerke liege nicht vor, sagte ein Sprecher lediglich. Der Konzern habe die Schließungsabsicht nach "FTD"-Informationen aber bereits bei der Bundesnetzagentur angekündigt. Begründung: Der Betrieb der Anlagen sei unwirtschaftlich geworden. Damit zielt der Konzern nach Angaben von mit den Vorgängen vertrauten Personen auf eine Vergütung ab, die über den Stromverkauf hinausgeht: für die Bereitstellung der Generatoren als Notreserve. Die relativ ineffizienten Generatoren aus den 70er-Jahren seien im vergangenen Jahr nicht einmal 100 Stunden gelaufen.

Über mögliche Zahlungen sollen demnächst Gespräche mit der Netzagentur starten, schreibt das Blatt. Verfängt die E.ON-Taktik, würde der Konzern einen Präzedenzfall schaffen. Die von den subventionierten Erneuerbaren Energien aus dem Erzeugungsmarkt gedrängten konventionellen Generatoren gingen praktisch in eine permanente Kaltreserve - und würden ebenfalls zu Subventionsempfängern. Dies liefe auf eine Vorläuferregelung für künftige Kapazitätsmärkte hinaus. Die Kosten tragen über die Netzentgelte die Stromverbraucher, hieß es.

Die Aktie von E.ON notiert derzeit mit einem Minus von 1,74 Prozent bei 15,55 Euro. (14.05.2012/ac/n/d)

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