AKTIE IM FOKUS 2: Friedrich-Vorwerk-Anleger nach Sprung über 100 Euro vorsichtig
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(neu: Kurse aktualisiert)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktie von FRIEDRICH VORWERK hat am Dienstag zeitweise weiter zugelegt und steuert nach dem starken Quartalsbericht vom Vortag auf ihr Rekordhoch zu. Dieses hatte sie im vergangenen Jahr bei etwas über 109 Euro Ende Oktober erreicht. Berenberg-Analyst Lasse Stueben bekräftigte nun seine Kaufempfehlung und hob sein Kursziel von 105 auf 110 Euro an.
Im späteren Handelsverlauf allerdings bröckelten die kräftigen Gewinne ab und das Papier des Pipeline- und Anlagenbauers für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen beendete den Tag mit einem moderaten Plus von 0,1 Prozent auf 95,30 Euro. Kurz nach dem Börsenstart war der Kurs bis auf 103 Euro hochgesprungen, was eine Verteuerung von etwas mehr als einem Drittel innerhalb nur einer Woche bedeutete. Im noch jungen Jahr 2026 gehört es mit einem Plus von rund 17 Prozent aber immer noch zu den zehn bislang am besten gelaufenen Aktien im SDAX, dem Index der 70 kleineren Unternehmen unter dem MDAX.
Der Weg weiter nach oben ist für das Vorwerk-Papier auch charttechnisch gesehen frei. Allerdings warnen einige Analysten wie Leon Mühlenbruch von MWB Research, dass die Aktie zu hoch bewertet sei.
Die Aktie der Muttergesellschaft MBB (MBB SE), einer Beteiligungsgesellschaft, legte um 2,4 Prozent auf 216,00 Euro zu. Tags zuvor hatte das Papier nach eigenen starken Quartalszahlen und getrieben von den Kursgewinnen der Tochter Vorwerk mit 217,50 Euro ein Rekordhoch erklommen, bevor es mit einem Plus von 5,5 Prozent darunter schloss.
Vorwerk habe mit den vorläufigen Eckzahlen die eigene starke Marktposition und Projektpipeline erneut durch eine robuste operative Leistung untermauert und wachse hochprofitabel, schrieb Berenberg-Experte Stueben. Dabei hob er die zügige Einstellungsaktivität des Unternehmens hervor, das im Vergleich zum Vorjahr mit einem weiteren Mitarbeiterzuwachs von 15 Prozent im vierten Quartal den Grundstein für weiteres Wachstum lege.
Auch die Nettoliquidität sei stark und "bietet ausreichend Spielraum für weitere ergänzende Akquisitionen zur Aufstockung des Personalbestands sowie Flexibilität für Investitionen in größere Projekte, falls dies erforderlich sein sollte". Stueben sieht zudem weiteres Margenpotenzial durch den Produktmix des Energieanlagenbauers.
Analyst Mühlenbruch dagegen bleibt vorsichtig: Das Management sei hervorragend darin, das Wachstum zu beschleunigen und Ergebnisse zu liefern. Vorwerk profitiere von hohen Markterwartungen und wisse sie noch zu übertreffen. Der Aktienkurs spiegele diese starke Dynamik wider. Vor diesem Hintergrund könnten jedoch "selbst kleinere operative Schwierigkeiten oder ein lediglich langsameres Wachstum sich trotz guter Ergebnisse unverhältnismäßig stark auf den Aktienkurs auswirken"./ck/mne/mis/stw
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