Institutionelles Interesse

Alphabet-Aktie begehrt: Warum Starinvestoren wie Buffett & Co. die Google-Mutter Quantencomputer-Titeln vorziehen

02.01.26 20:30 Uhr

Buffett, Druckenmiller, Laffont: Warum sie auf NASDAQ-Titel Alphabet statt auf Quantencomputer-Aktien setzen | finanzen.net

Drei bekannte Wall Street-Größen haben jüngst ihr Engagement bei Alphabet ausgeweitet. Der Konzern rückt dabei nicht wegen KI, sondern wegen Quantencomputing in den Fokus.

• Mehrere prominente Milliardäre stocken ihre Alphabet-Beteiligungen auf
• Reine Quantencomputer-Aktien bleiben außen vor, trotz stark gestiegener Kurse
• Alphabet verbindet Quantenforschung mit einem profitablen Kerngeschäft und hoher Finanzkraft

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Warum Milliardäre Alphabet kaufen und reine Quantum-Aktien meiden

Während Quantencomputer-Aktien wie IonQ, Rigetti Computing oder D-Wave Quantum im vergangenen Jahr teils dreistellige Kursgewinne verzeichneten, hielten sich große institutionelle Investoren dort auffallend zurück. Aus einem Bericht von "The Motley Fool" geht hervor, dass mehrere der bekanntesten milliardenschweren Fondsmanager stattdessen Alphabet in ihre Depots aufgenommen oder bestehende Positionen ausgebaut haben.

Demnach kaufte Berkshire Hathaway unter der Führung von Warren Buffett im dritten Quartal mehr als 17 Millionen Alphabet-Aktien. Auch Stanley Druckenmiller eröffnete eine neue Position, während Philippe Laffont seine Beteiligung deutlich ausweitete.

"The Motley Fool" verweist darauf, dass reine Quantencomputer-Unternehmen bislang Verluste schreiben, hohe Mittel verbrennen würden und bei der Bewertung anspruchsvoll wären. Diese Kombination gelte bei langfristig orientierten Investoren als Risiko, zumal sich die Kommerzialisierung der Technologie noch in einem frühen Stadium befindet.

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Willow als technologisches Signal aus dem Google-Labor

Der Quantenbezug bei Alphabet ist eng mit dem hauseigenen Quantum-AI-Team von Google verbunden. Laut Bloomberg hat der Konzern mit seinem neuen Willow-Chip einen Algorithmus ausgeführt, der rund 13.000-mal schneller lief als auf dem leistungsfähigsten klassischen Supercomputer. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht und gelten als reproduzierbar, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu praktischen Anwendungen.

Reuters zufolge adressiert Willow zudem eines der zentralen Probleme der Quantenforschung, die Fehleranfälligkeit der sogenannten Qubits. Google habe einen Ansatz entwickelt, bei dem die Fehlerraten bei steigender Anzahl verknüpfter Qubits sinken. Auch wenn die gelösten Rechenprobleme noch keinen direkten kommerziellen Nutzen haben, sieht der Konzern darin eine Grundlage für Anwendungen in Bereichen wie Materialforschung, Medizin und Batterietechnologie.

Alphabets Fundament und Finanzkraft als entscheidender Unterschied

Dass Alphabet für Investoren mehr ist als eine reine Wette auf Quantencomputer, liegt an der breiten wirtschaftlichen Basis. "The Motley Fool" verweist darauf, dass Google seit Jahren einen dominierenden Marktanteil bei der Internetsuche hält und mit YouTube sowie Google Cloud zusätzliche Ertragsquellen besitzt. Gerade das Cloud-Geschäft profitiert zunehmend von Anwendungen rund um künstliche Intelligenz und verzeichnet laut dem Bericht ein beschleunigtes Wachstum.

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Hinzu kommt die finanzielle Ausstattung. Alphabet verfügte zuletzt über einen dreistelligen Milliardenbetrag an liquiden Mitteln und erwirtschaftete innerhalb weniger Quartale hohe operative Cashflows. Diese Mittel erlauben es dem Konzern, langfristige Forschungsprojekte wie Quantenhardware zu finanzieren, ohne kurzfristig auf Kapitalmärkte angewiesen zu sein. Im Gegensatz dazu fehlt vielen reinen Quantum-Anbietern ein profitables Kerngeschäft, das Entwicklungsphasen überbrücken kann.

Trotz Fortschritt noch kein Durchbruch in Sicht

Trotz der technologischen Fortschritte bleibt Quantencomputing ein langfristiges Zukunftsthema. CNBC zufolge betont Alphabet selbst, dass es Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern könnte, bis Quantencomputer in großem Stil wirtschaftlich eingesetzt werden können.

Die mit Willow erzielten Ergebnisse markieren zwar einen wichtigen Schritt in der Forschung, haben jedoch noch keinen unmittelbaren praktischen Nutzen. Google verweist darauf, dass weitere Entwicklungsstufen notwendig sind, bevor Quantencomputer für kommerzielle Anwendungen infrage kommen.

Auch unabhängige Wissenschaftler mahnen zur Einordnung. Laut Bloomberg ist der Weg von experimentellen Erfolgen hin zu skalierbaren und fehlertoleranten Systemen weiterhin lang. Diese Kombination aus Fortschritt und offenen technischen Herausforderungen erklärt, warum Quantencomputing bei Alphabet als langfristige Perspektive gilt, ohne bereits ein zentraler Treiber der Unternehmensbewertung zu sein.

Redaktion finanzen.net

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