IONOS-Aktie springt hoch: United-Internet-Tochter steigert Umsatz und Gewinn

Der Internetdienstleister IONOS hat im vergangenen Jahr den Umsatz und Gewinn gesteigert.
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Der bereits im Dezember vorgelegte Ausblick für das laufende Jahr wurde bestätigt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz um 5,5 Prozent auf rund 1,32 Milliarden Euro, wie die im MDAX gelistete Tochter von United Internet am Donnerstag mitteilte. Dies entspricht auch den Markterwartungen. Bereinigt um Währungseffekte lag das Wachstum bei 6,1 Prozent. Die Zahl der Kunden stieg um rund 310.000 auf 6,63 Millionen.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich überproportional um 18,5 Prozent auf rund 485 Millionen Euro. Analysten hatten hier etwas weniger auf dem Zettel. Die entsprechende operative Marge stieg um vier Prozentpunkte auf 36,8 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Bereichen erhöhte sich von 1,02 Euro auf 1,53 Euro. Zurückzuführen sei der Anstieg auf die höhere Profitabilität sowie niedrigere Finanzierungsaufwendungen.
Wie bereits Mitte Dezember mitgeteilt, erwartet das IONOS-Management für das laufende Jahr ein währungsbereinigtes Umsatzplus von circa sieben Prozent. Rückenwind verspricht sich das Unternehmen durch das starke Neukundenwachstum im Vorjahr, das auch 2026 anhalten dürfte, sowie von KI-Funktionen. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) soll auf 530 Millionen Euro zulegen bei einer entsprechenden Marge zwischen 37 und 38 Prozent.
So reagieren Anleger und Analysten
Bei den Anlegern kommen die Zahlen gut an: Die IONOS-Aktie legt im XETRA-Handel zeitweise um 10,09 Prozent auf 23,45 Euro zu.United Internet notieren mit plus 3,64 Prozent bei 26,80 Euro.
Im Nebenwerte-Index SDAX steigen die Papiere von 1&1 um 2,43 Prozent auf 23,20 Euro.
Analyst Andrew Lee von Goldman Sachs, der alle drei Aktien aus der Internet- und Telekombranche zum Kauf empfiehlt, sprach von weitgehend beruhigenden Quartalsergebnissen und Ausblicken. Bei IONOS lobte er darüber hinaus die Aussagen zum Neukundenzuwachs.
So erwarte der Webhoster mit Blick auf den im Jahresvergleich aktuell noch rückläufigen Durchschnittsumsatz je Nutzer, dass die wachsende Zahl an Neukunden dies in den kommenden Quartalen wohl kompensieren werde. Aktienexperte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel sprach denn auch mit Blick auf die Neukundengewinnung von einem "echten Highlight" und hob obendrein hervor, dass IONOS erhebliches Wachstumspotenzial nicht nur in bestehenden Features sehe, sondern insbesondere auch in neuen KI-Funktionen.
Mit Blick auf die Mutter United Internet sowie 1&1 hob er die positiven Ausblicke hervor, und Goldman-Analyst Lee wies obendrein auf den Barmittelzufluss (FCF) hin. Er rechnet nun mit steigenden Marktschätzungen für diese für Aktionäre besonders interessanten Kenngröße. Zu 1&1 ergänzte Lee, dass der mittelfristige Ausblick "beruhigende Klarheit hinsichtlich der Entwicklung des Telekomanbieters in Bezug auf Ausbau, Investitionsausgaben und FCF bietet".
Laut Analyst Karsten Oblinger von der DZ Bank gab es zwar keine größeren Überraschungen bei United Internet, weshalb die Auswirkungen auf die Konsensschätzungen zu vernachlässigen seien. Doch auch er schrieb, dass dessen Ausblick "insgesamt positiv aufgenommen werden" dürfte.
Für die aktuelle Bewertung der United-Internet-Aktie spiele jedoch auch die Marktwahrnehmung der Tochter IONOS eine wichtige Rolle, ergänzte er. In den vergangenen Monaten habe diese, wie auch die Wahrnehmung der gesamten Vergleichsgruppe, erheblich unter KI-Ängsten gelitten. Er selbst hält diese Sorgen allerdings für überzogen.
Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für IONOS mit einem Kursziel von 45,50 Euro auf "Buy" belassen.
JPMorgan belässt IONOS auf 'Overweight' - Ziel 37 Euro
Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für IONOS nach Geschäftszahlen mit einem Kursziel von 37 Euro auf "Overweight" belassen. Diese deckten sich weitgehend mit den Erwartungen, schrieb Toby Ogg am Donnerstag. Größere Änderungen an den Schätzungen für den Anbieter von Internetdiensten dürfte es mit Blick auf dessen Jahresprognosen nicht geben.
dpa-AFX
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