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12.04.2018 20:38

Alibaba-Tochter Ant Financial: Bewertung steigt auf 150 Milliarden Dollar

Börsengang geplant?: Alibaba-Tochter Ant Financial: Bewertung steigt auf 150 Milliarden Dollar | Nachricht | finanzen.net
Börsengang geplant?
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Alibabas Finanzsparte Ant Financial könnte einem Medienbericht zufolge zum weltgrößten nicht börsennotierten Tech-Unternehmen aufsteigen und dabei sogar den Fahrdienstvermittler Uber überholen.
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Die Tochter der chinesischen Online-Handelsplattform Alibaba will sich laut einem Bericht des "Wall Street Journal" neues Kapital in Höhe von 9 Milliarden US-Dollar beschaffen und führt dazu bereits Verhandlungen mit Investoren.

Damit würde die private Finanzierungsrunde deutlich höher ausfallen, als die ursprünglich anvisierten 5 Milliarden US-Dollar. Aufgrund einer starken Nachfrage sei das Fundraising-Ziel erhöht worden. Kein Wunder, schließlich wird schon seit einiger Zeit über einen bevorstehenden Börsengang spekuliert. Vor einem solchen IPO steigen Investoren gerne bei einem Unternehmen ein, um von den erhofften Wertzuwächsen zu profitieren.

Weltgrößtes Einhorn

Die Ant Financial Services Group wurde 2011 von Alibaba abgespalten. Geführt wird der Finanzdienstleister, an dem Alibaba noch immer mit 33 Prozent beteiligt ist, weiterhin von dessen Gründer Jack Ma.

Bei der neuen Finanzierungsrunde könnte Ant Financial mit insgesamt rund 150 Milliarden US-Dollar bewertet werden, vermeldet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Kreise. Dies würde den Finanzdienstleister zum größten Einhorn der Welt machen. So werden erfolgreiche, nicht börsennotierte Startups mit einer Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar bezeichnet, weil sie so selten sein sollen wie die Fabelwesen.

Zum Vergleich: Deutschlands größtes Kreditinstitut, die Deutsche Bank, ist an der Börse mit 23,7 Milliarden Euro deutlich weniger wert. Die Commerzbank kommt daneben sogar "nur" auf eine Marktkapitalisierung von 13,4 Milliarden Euro.

Aggressive Expansion

Ant Financial kann die zusätzlichen Gelder aus der neuen Finanzierungsrunde gut gebrauchen. Das von Ma geführte Unternehmen will sich nicht auf seinen Heimatmarkt China beschränken und hat deshalb in letzter Zeit seine Expansion im Ausland vorangetrieben.

Bei seiner Einkaufstour hat das Finanztechnologieunternehmen (Fintech), das unter anderem den Bezahldienst Alipay betreibt, etwa helloPay in Singapore erworben und in die indische Paytm investiert. Der Versuch, den auf Auslandsüberweisungen spezialisierten US-Zahlungsabwickler MoneyGram zu übernehmen, scheiterte jedoch am Widerstand der US-Behörden.

Auch in Europa will Ant Financial zunehmend Fuß fassen. Hier wurden Vereinbarungen mit großen Institutionen, wie etwa der französischen Großbank BNP Paribas getroffen, um die Akzeptanz für Alipay, das dem Online-Bezahldienst PayPal nachempfunden ist, voranzutreiben.

IPO rückt näher

Für viele Chinesen gehört das Bezahlen mit Alipay bereits zum Alltag. Angesichts seiner enormen Kapitalausstattung und der zahlreichen angebotenen Dienstleistungen könnte der Vorstoß von Ant Financial zu einer ernsten Bedrohung für die traditionellen Banken werden - auch in Deutschland.

Zudem wird am Markt schon länger spekuliert, dass Ant Financial in diesem Jahr an die Börse gehen könnte. Ursprünglich wurde der IPO schon für Ende 2017 erwartet, inzwischen rechnen viele Marktbeobachter damit, dass es Ende 2018 soweit sein könnte. Zwar hat das Fintech bisher weder einen Fahrplan noch einen Börsenplatz veröffentlicht, dennoch würde ein Gang aufs Börsenparkett Sinn machen, immerhin würde ein solcher Schritt sowohl die Bekanntheit als auch die Marktmacht von Ant Financial erhöhen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: ChinaFotoPress/ChinaFotoPress via Getty Images, 360b / Shutterstock.com

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