18.07.2022 16:55

BVB-Aktie mit Gewinnen: Sammer zählt BVB zu Bayern-Herausforderern - Neuzugang Haller verspürt keinen Druck als Haaland-Nachfolger

BVB wünscht sich Kontinuität: BVB-Aktie mit Gewinnen: Sammer zählt BVB zu Bayern-Herausforderern - Neuzugang Haller verspürt keinen Druck als Haaland-Nachfolger | Nachricht | finanzen.net
BVB wünscht sich Kontinuität
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Matthias Sammer zählt Borussia Dortmund in der neuen Bundesliga-Saison neben RB Leipzig, Bayer 04 Leverkusen "und einem Überraschungsteam" zu den Herausforderern von Bayern München.
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Er fordert aber mehr Stabilität beim deutschen Vizemeister ein. "Der Verein wünscht sich nichts sehnlicher als Kontinuität für die Zukunft. Dafür werden wir alles tun", sagte der 54-Jährige am Sonntag dem TV-Sender Bild.

Der Berater des Fußball-Bundesligisten glaubt, dass der BVB in Edin Terzic den richtigen Trainer dafür verpflichtet hat. "Als Edin Technischer Direktor wurde, haben wir uns häufig ausgetauscht, über Fußball und alles mögliche sonst. Es hat mich sehr überzeugt", fügte Sammer an. Terzic sei mit seinen 39 Jahren ein Mann für die Zukunft. "Wir wollen einen Prozess einleiten. Da wird es sicher auch Rückschläge geben, aber entscheidend wird sein, wie wir darauf reagieren. Wir wollen etwas in Gang setzen, bei dem erkennbar ist: Das ist der Club und das ist die Mannschaft. Das war, ohne Schuldzuweisungen machen zu wollen, zuletzt nicht der Fall."

Sammer sieht den Club mit dem Trainer und dem neuen Sportdirektor Sebastian Kehl für die neuen Aufgabe bestens aufgestellt. Er ist auch guter Dinge, dass Neuzugänge wie Sebastien Haller (Ajax Amsterdam), Karim Adeyemi (RB Salzburg), Nico Schlotterbeck (SC Freiburg), Niklas Süle (Bayern München) und Salih Özcan (1. FC Köln) das Niveau der Mannschaft und deren Mentalität verbessern. Insbesondere Özcan könnte "die größte Überraschung werden, glaubt Sammer. "Er bringt Qualitäten mit, die wichtig sind. Diese Haltung, immer gewinnen zu wollen, dazu seine sportliche Stabilisierung gerade im letzten Jahr, das hat mir immer schon gefallen."

BVB-Neuzugang Haller verspürt keinen Druck als Haaland-Nachfolger

Der Schatten seines Vorgängers ist lang, die Erwartungshaltung riesig. Keiner der bisher insgesamt sechs Neuzugänge von Borussia Dortmund dürfte es schwerer haben als Sébastien Haller. Als Ersatz von Torgarant Erling Haaland steht der 28 Jahre alte Angreifer schon in seinen ersten Tagen im schwarzgelben Trikot unter besonderer Beobachtung der Fans, die den Club in das Trainingslager von Bad Ragaz begleitet haben.

Wie wenig er von Vergleichen mit der einstigen Dortmunder Kultfigur hält, brachte Haller mit deutlichen Worten zum Ausdruck. "Ich komme nicht als Nachfolger von jemandem zu Borussia Dortmund, sondern weil der Verein meine Qualität benötigt. Also werde ich mein Bestes geben, um das Vertrauen zurückzugeben", antwortete der 28 Jahre alte Neuzugang von Ajax Amsterdam am Sonntag vor idyllischer Schweizer Bergkulisse auf für ihn nervige Fragen nach Haaland.

Nicht nur die hohe Trefferquote seines Vorgängers, sondern auch die üppige Transfersumme verstärkt das Rampenlicht. Dem Vernehmen überwies der BVB eine Sockelablöse in Höhe von 31 Millionen Euro an Ajax Amsterdam. Steigt diese Summe durch etwaige Boni auf knapp 35 Millionen Euro an, wäre Haller der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte. Nach Einschätzung von Sportdirektor Sebastian Kehl erscheint das Investitionsrisiko jedoch überschaubar: "Das Gesamtpaket ist sehr vielversprechend. Sébastien bringt eine hohe körperliche Präsenz mit sich, auch physisch ist er sehr belastbar."

Von allen Angreifern, die der BVB nach der Entscheidung von Haaland für einen anderen Club auf dem Transfermarkt sichtete, passte Haller am besten in das Anforderungsprofil. Anders als in vergangenen Jahren mit den Verpflichtungen von Haaland (2020), Pierre-Emerick Aubameyang (2013) oder Robert Lewandowski (2010) suchte der BVB nicht nach einem Jungprofi mit viel Entwicklungspotenzial, sondern nach einem gestandenen Torjäger.

Dass Haller seine Klasse auch schon in der Bundesliga als Leittier der sogenannten Frankfurter "Büffelherde" von 2017 bis 2019 nachweisen konnte, machte ihn für den BVB umso interessanter. Diese Zeit bei der Eintracht könnte nach Hallers Einschätzung die Integration bei seinem neuen Club erleichtern: "Ich weiß nun ein bisschen, was ich zu tun habe. Nicht so als ich damals nach Frankfurt kam und nichts über die Bundesliga und die Deutschen wusste. Ich habe mehr Erfahrung - hoffentlich genug, um erfolgreich zu sein."

Vergleiche mit der imposanten Quote von Haaland, der in 88 Einsätzen für den BVB 85 Mal traf, braucht der nahe Paris geborene ivorische Nationalspieler nicht zu scheuen. Für Ajax Amsterdam erzielte er in 65 Partien 47 Tore und erwies sich mit 16 Assists zudem auch als guter Vorbereiter. Mit beachtlichen Auftritten in der vergangenen Champions-League-Saison trieb er seinen Marktwert weiter in die Höhe. Insgesamt elf Treffer verhalfen auf Platz drei im Jahresranking der besten Torjäger hinter Superstars wie Karim Benzema (Real Madrid/15) und Robert Lewandowski (FC Bayern München/13). In der Gruppenphase traf Haller dabei in jedem Spiel - das war zuvor nur Cristiano Ronaldo gelungen.

Und noch ein Argument bestärkte die Vereinsbosse in ihrem Bestreben, Haller zu verpflichten. Im Vergleich zu seinem Vorgänger, der zuletzt lange Ausfallzeiten hatte, gilt die neue Sturmhoffnung als weniger verletzungsanfällig.

Ähnlich wie Kehl ist auch BVB-Kapitän Marco Reus guter Dinge, dass Haller die große Lücke beim BVB schließt und schon bald aus dem langen Haaland-Schatten tritt: "Er ist zwar nicht so schnell wie Erling, aber ein Riesenstürmer. Wir haben nicht viele Waffen verloren. Geben wir ihm ein bisschen Zeit, um anzukommen."

Kniffliger Jobstart: Kehl managt BVB-Umbau - 'Richtig gute Energie'

Für Stippvisiten auf dem idyllisch gelegenen Trainingsgelände in den Schweizer Bergen bleibt nur noch wenig Zeit. Gleich in seinen ersten Tagen als neuer Sportdirektor von Borussia Dortmund (BVB (Borussia Dortmund)) ist Sebastian Kehl mächtig gefordert. Schließlich muss der Nachfolger von Michael Zorc den größten Kaderumbau seit Jahren koordinieren. Wie auch viele Profis und Beobachter verspürt auch Kehl eine Aufbruchstimmung: "Ich habe das Gefühl, dass hier eine richtig gute Energie ist. Das macht mich sehr, sehr hoffnungsfroh. Ich bin guter Dinge, dass es gut zusammenwächst."

Auch nach bisher hoher Fluktuation mit sechs Neuzugängen und neun Abgängen sowie dem Aufbau eines neuen Trainerteams um Chefcoach Edin Terzic bleibt für den 42-Jährigen noch reichlich zu tun. Für seine Arbeit als Einkäufer bekam er bereits viel Lob. Spieler wie Sebastien Haller und Karim Adeyemi für die Offensive, die Nationalverteidiger Niklas Süle und Nico Schlotterbeck für die Abwehr und Salih Özcan als Abräumer für das Mittelfeld könnten helfen, den zuletzt großen Abstand zum Serienmeister FC Bayern München zu verringern. "Das sind Top-Leute mit großer Qualität", schwärmte BVB-Kapitän Marco Reus.

Nach erfolgreicher Einkaufstour sind nun jedoch zunächst die Qualitäten von Kehl als Verkäufer gefragt. Profis wie Manuel Akanji und Nico Schulz gelten bereits seit Monaten als Abgabekandidaten des Fußball-Bundesligisten, sind aber im Trainingslager von Bad Ragaz noch dabei. Beim Transfers des vertraglich bis 2023 gebundenen Akanji, der dem BVB angeblich 25 Millionen Euro einbringen soll, sieht Kehl noch keinen Grund zur Eile: "Manuel hat einen Wert, er ist ein überragender Innenverteidiger. Wir sind entspannt, denn der Transfermarkt hat noch einige Wochen geöffnet."

Dagegen dementierte Kehl Meldungen, wonach auch Nationalspieler Julian Brandt ein Abgabekandidat sein soll. "Nein, das stimmt nicht. Julian hat in der vergangenen Saison einen richtigen Schritt nach vorne gemacht, deutlich mehr Tore geschossen und war an mehr Assists beteiligt. Er hat sich für diese Saison einiges vorgenommen und möchte zur WM", sagte Kehl über den vertraglich bis 2024 gebundenen Mittelfeldspieler.

Trotz der großen Betriebsamkeit verspürt Kehl bisher keinen großen Unterschied zu seiner bisherigen Arbeit als Lizenzspielerchef. "Es hat sich für mich nicht so wahnsinnig viel verändert. Die Übergänge waren fließend und ich hatte genug Zeit, mich vorzubereiten", kommentierte der Zorc-Nachfolger.

Hans-Joachim Watzke bestärkte Kehl am Ende seiner 15 Jahre langen Zeit als Profi 2015 in seinem Vorhaben, eine zweite Karriere im Fußball voranzutreiben. Der Vereinsboss schätzte den langjährigen Teamkapitän, weil er "kein Ja-Sager" war und Sachverhalte "kritisch reflektierte". Kehl gönnte sich zunächst eine Auszeit mit einer Weltreise und startete dann mit dem ihm eigenen Ehrgeiz in ein Management-Studium bei der UEFA. Das war der Einstieg in die höchste Funktionärsebene. Spätestens seit er 2018 seinen Dienst als Lizenzspielerchef aufnahm, ist er beim Bundesligisten in fast alle Entscheidungsprozesse eingebunden.

Wie schon als Profi erweist sich Kehl auch als Jungmanager als kluger Stratege und ehrgeiziger Kämpfer. Als Freund wissenschaftlicher Expertise hat er beim BVB bereits einige Anpassungen vorgenommen. So gehört seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Philip Laux ein Sportpsychologe fest zum Betreuerstab. Mit seiner neuen Tätigkeit steht er mehr im Rampenlicht - und unter größerem Druck. Anzumerken ist ihm davon nichts. Im Stile eines langjährigen, souveränen Managers strahlt Kehl demonstrativ Zuversicht aus: "Ich bin glücklich, dass wir unseren Kader deutlich verstärken konnten. Wir sind gerüstet für das, was uns in dieser Saison erwartet."

Papiere des BVB ziehen am Montag via XETRA zeitweise um 2,71 Prozent auf 3,71 Euro an.

DÜSSELDORF / BAD RAGAZ (dpa-AFX)

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