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23.04.2019 08:10

Krisenkonzern METRO: Bieterwettkampf ganz Real

Euro am Sonntag-Aktien-Check: Krisenkonzern METRO: Bieterwettkampf ganz Real | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Aktien-Check
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Weil sich für die ganze Supermarktkette Real von METRO wohl kein Käufer gefunden hat, droht die Zerschlagung. Für die Einzelteile sind mehrere Investoren im Rennen.
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von Birgit Haas, Euro am Sonntag

Die Gespräche über einen Verkauf der Supermarktkette Real durch den Mutterkonzern METRO gehen in die heiße Phase. Aus Insiderkreisen ist zu hören, dass Vorstandschef Olaf Koch Anfang dieser Woche entscheidet, mit wem er exklusiv verhandeln will.

Die Wahrscheinlichkeit, dass METRO den defizitären Einzelhändler als Ganzes verkaufen kann, ist laut einem Bericht des "Handelsblatts" äußerst gering. Das Düsseldorfer Unternehmen sucht bereits seit vergangenem Sommer einen Käufer für die 279 Standorte und 65 Immobilien - doch das komplette Paket lockt keinen.

Gerüchtehalber sind die Immobilieninvestoren des Fondsanbieters Redos sowie der neuen Firma von Ex-Corestate-Chef Sascha Wilhelm, X+bricks, interessiert. X+bricks ist zwar auf den Lebensmitteleinzelhandel spezialisiert, aber das Real-Geschäft würde wohl weitergegeben werden. Sollte einer der Immobilieninvestoren zugreifen, ist eine Zerschlagung wahrscheinlich. Das birgt für METRO kartellrechtliche Risiken. Zudem müsste dann laut "Handelsblatt"-Bericht geklärt werden, wer bei möglichen Schließungen die Sozialplankosten übernimmt. Diese Risiken will der METRO-Chef nicht tragen.

Also soll Koch demjenigen, der das Supermarktgeschäft weiterführt, 300 Millionen Euro mit auf den Weg geben wollen. Der Kaufpreis beträgt gerüchtehalber 99 Millionen Euro. Damit könnten entweder die Schließungskosten oder aber die Kosten für die Weiterführung gedeckt sein. Real-­Gesamtbetriebsratschef Werner Klockhaus hatte sich für den Einkaufsverbund Markant als Investor aus der Handelsbranche eingesetzt. Bislang soll Markant jedoch nicht involviert sein.

Übernahmefantasie


Bis Juni will Koch die letzte Aufräumaktion des Konzerns nach dem Verkauf der Tochter Galeria Kaufhof 2015 und der Abspaltung der Elektronikgerätesparte unter dem Namen Ceconomy abgeschlossen haben. Bis dahin soll auch ein Partner für den chinesischen Markt gefunden werden - aus eigener Kraft fällt es den Deutschen schwer, sich dort durchzusetzen. Alibaba und Tencent sollen die Fühler ausgestreckt haben.

Im Juni wird es spannend: Dann muss sich der neue tschechische Großaktionär Daniel Kretinsky entscheiden, ob er die Optionen auf 15,2 Prozent Anteile der Ex-Eignerfamilie Haniel und 5,4 Prozent von Ceconomy zieht. Tut er es, steigt sein Anteil über 30 Prozent. Aktionäre können mindestens mit einem Pflichtangebot rechnen.

Fazit: Beim Real-Verkauf könnten hohe Einmalkosten anfallen. Spannende Restrukturierungsstory mit Übernahmefantasie. Für Mutige.








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