15.07.2022 23:38

NVIDIA-Aktie: NVIDIA wird vermehrt von Analysten abgestuft

Expertenschätzungen: NVIDIA-Aktie: NVIDIA wird vermehrt von Analysten abgestuft | Nachricht | finanzen.net
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Der Chiphersteller NVIDIA galt lange Zeit als Liebling von Anlegern und Analysten. Zuletzt machte sich aber eine Verschlechterung des Sentiments bemerkbar - sowohl an der Börse als auch von Expertenseite.
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• NVIDIA einst Anleger- und Analystenliebling
• NVIDIA-Aktie deutlich im Rückwärtsgang
• Analysten senken Kursziele


In den vergangenen Jahren gehörte die NVIDIA-Aktie zu den Highflyern an der Börse. Doch seit Ende 2021 verschlechtert sich die Anlegerstimmung zusehends: Die NVIDIA-Aktie hat seit ihrem Rekordhoch von Ende November, das bei 346,10 US-Dollar erreicht wurde, rund 56 Prozent verloren und damit schlechter performt als der Techwerteindex NASDAQ Composite, für den es im gleichen Zeitraum um knapp ein Drittel abwärts ging.

Analysten senken vermehrt den Daumen für NVIDIA-Aktie

Noch ist ein Großteil der Analysten, die die NVIDIA-Aktie unter Beobachtung haben, trotz des deutlichen Kursrutsches in den vergangenen Monaten und des sich verdunkelnden Marktsentiments für Techwerte im Allgemeinen und krypto-verbundene Titel im Besonderen, bullish für den Anteilsschein des Chip- und Grafikkartenherstellers. Die durchschnittliche Analystenempfehlung für NVIDIA lautet "Overweight", das durchschnittliche Kursziel von 245,86 US-Dollar liegt deutlich über dem aktuellen Preis der Aktie (153,72 US-Dollar, Schlusskurs vom 14.07.). Doch es mehren sich die Stimmen der Skeptiker: Zuletzt hatten mehrere Analystenhäuser ihre Bewertung oder Kursziele für NVIDIA kritisch unter die Lupe genommen.

New Street-Analyst senkt NVIDIA-Kursziel

Anfang Juli war es Pierre Ferragu von New Street, der insbesondere für das Kryptogeschäft des Unternehmens skeptischer wurde. Konkret nahm der Experte Bezug auf das einst äußerst lukrative Geschäft mit Grafikkarten für Kryptominer. Rund 3 Milliarden US-Dollar hätten Miner seit Anfang 2021 für Kryptoequipment ausgegeben, zuletzt war vieles davon zu deutlich günstigeren Preisen auf dem Gebrauchtmarkt aufgeschlagen. Hintergrund ist insbesondere der massive Preiseinbruch bei Kryptowährungen, der dafür gesorgt hat, dass sich das Schürfen für viele Miner nicht mehr lohnt. Der Verkauf des Equipments auf Marktplätzen für Gebrauchtwaren senke die Preise, was Ferragu zum Anlass nahm, seine Einnahmenprognose für NVIDIAs Gaming-Segment für das dritte und vierte Geschäftsquartal um 17 beziehungsweise 18 Prozent zu senken, wie "Barrons" berichtet. Das Kursziel von 220 US-Dollar ließ der Analyst dem Portal zufolge aber unangetastet.

KeyBanc nimmt Chiphersteller ins Visier

Eine Anpassung des Preisziels nahm unterdessen John Vinh, Analyst von KeyBanc Capital Markets, vor: Statt 250 US-Dollar traut er der NVIDIA-Aktie nun nur noch einen Anstieg auf 230 US-Dollar zu, auch wenn er an seinem "Overweight"-Rating weiter festhält. Auch für Vinh zeigten sich bei der Bewertung der Aktie offenbar Probleme im Hinblick auf eine nachlassende Nachfrage in einem schwierigeren makroökonomischen Umfeld. Bedenken hatte er dabei offenbar insbesondere für das Segment der Gaming-GPUs und das Kryptogeschäft angesichts einer Verlangsamung des Krypto-Mining. "Das Angebot wurde im 2. Quartal durch die Lockdowns in China deutlich gestört, während die Nachfrage auf allen Verbraucherendmärkten (PC, Smartphone, IoT) weiter schwächelte", schrieb der Analyst in einer Mitteilung, aus der "Investing" zitiert.
Auch NVIDIA-Konkurrent AMD bekam in diesem Zusammenhang eine Bewertungssenkung verpasst: Dessen Kursziel passte Vinh trotz eines "Overweight"-Ratings auf 130 US-Dollar an.

Citigroup nimmt hohes Preisziel für NVIDIA-Aktie zurück

Auch bei der Citigroup dämpfte man zuletzt die Erwartungen an die Aktienkursentwicklung bei NVIDIA: Atif Malik, Analyst des Bankhauses, stufte die NVIDIA-Aktie von 315 auf 285 US-Dollar ab, empfiehlt sie aber weiter zum Kauf. Wie seine Kollegen verwies auch Malik auf die schwache Nachfrage nach Grafikkarten aus dem Gaming-Segment und reduzierte zeitgleich "die Gaming-Prognosen für Oktober [Quartal] für die saisonale PC-Nachfrage und den erhöhten Einzelhandelsbestand", zitiert "Barron’s" den Experten.

Halbleiteraktien in der Krise?

Grundsätzlich sind die Zeiten für Halbleiterhersteller aktuell schwierig. Hohe Inflationsraten dürften sich auf die Verbraucherausgaben auswirken, was sich auch in einer schwächeren Nachfrage nach Notebooks und PCs äußern dürfte. Experten von Barclays erwarten vor diesem Hintergrund insbesondere im zweiten Halbjahr sichtbare Folgen und haben daher die NVIDIA-Konkurrenten AMD und Intel kritisch unter die Lupe genommen. Das Kursziel für AMD reduzierten die Experten von 115 auf 85 US-Dollar, für die Aktie von Intel wurde das Preisziel von 45 auf 40 US-Dollar gesenkt. Redaktion finanzen.net

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25.08.2022NVIDIA OutperformCredit Suisse Group
18.11.2021NVIDIA OutperformBernstein Research
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18.02.2020NVIDIA buyUBS AG
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