Dürr: Die Luft wird dünner
Für Dürr scheint die Luft dünner zu werden. So stellte der Automobilzulieferer in seiner Prognose lediglich leicht steigende Umsätze und stabile Margen in Aussicht.
von Peer Leugermann, Euro am Sonntag
Allerdings ist der Hersteller von Lackier- und Montageanlagen in den vergangenen Jahren teilweise deutlich zweistellig gewachsen. Es überrascht daher wenig, dass der MDAX- Konzern mittlerweile in Umsatz- und Gewinndimensionen vorgestoßen ist, in denen es immer schwerer wird, das bisherige Wachstumstempo zu halten.
Weniger umtriebig sind die Schwaben deshalb aber nicht. So kündigte das Unternehmen mit Sitz in Bietigheim-Bissingen an, zukünftig auch größere Akquistionen ins Auge fassen zu wollen. Aus Marktkreisen heißt es nun, dass Umsatzvolumen möglicher Ziele solle zwischen 100 bis 200 Millionen Euro liegen. Dürr selbst machte dazu keine Angaben, erklärte gegenüber €uro am Sonntag jedoch, dass vor allem in der Automatisierungstechnik viel Potenzial gesehen werde, aber auch andere Bereiche für eine Übernahme nicht ausgeschlossen seien.
Finanzieren will der Konzern einen möglichen Zukauf offensichtlich großteils aus eigenen Mitteln. Denn laut Dürr sollen weder die 300 Millionen Euro einer kürzlich begebenen Anleihe noch ein neu ausgehandelter Konsortialkredit über gleichfalls 300 Millionen für Akquisitionen eingesetzt werden. Der Kredit dient demnach zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung, während mit der neuen Anleihe eine 2015 auslaufende über 225 Millionen Euro vorzeitig abgelöst werden soll. Angesichts der erzielten Barüberschüsse von 261 Millionen Euro im Jahr 2013 sowie weiteren 150 Millionen, die der MDAX-Konzern in diesem Jahr anpeilt, besitzt Dürr jedoch ausreichend eigene Finanzmittel. Gleichzeitig will die Gesellschaft den Umsatzanteil des Servicegeschäfts von aktuell 22 Prozent auf 30 Prozent in den kommenden Jahren steigern. Laut dem Unternehmen soll dazu auch das Ersatzteilgeschäft stark ausgebaut werden. Das dürfte sich positiv auf die Marge auswirken. Diese lag zuletzt bei 8,4 Prozent und sollte auf neun Prozent steigen, da Dürr mit dem Servicegeschäft besser verdient als mit dem Anlagenbau. Trotz dünner Luft scheint Dürr also weiter gut atmen zu können.
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