27.06.2018 14:31

Ein Jahr Vapiano-Aktie: Wie verläuft die Expansion und was bringt die Zukunft?

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Vor genau einem Jahr war es soweit - ein deutscher Systemgastronom wagte sich mit seiner italienischen Fast-Casual-Restaurantkette an die Frankfurter Börse. Der extreme Expansionskurs bremst derzeit jedoch noch den Aktienkurs Vapianos.
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Heute vor einem Jahr emittierte die Restaurantkette Vapiano ihre Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse. Die im Prime Standard notierten Anteilsscheine hatten genau am 27. Juni 2017, mit einem Ausgabepreis von 23 Euro, ihre Erstnotiz. Die Firmenbewertung belief sich zu diesem Zeitpunkt auf rund 550 Million Euro. Gegenwärtig beläuft sich die Marktkapitalisierung noch auf knapp eine halbe Milliarde Euro.

Underperformance für Anteilseigner

Ein Jahr nach dem IPO wird die Aktie des Systemgastronomen jedoch nun rund zwei Euro unter dem ursprünglichen Ausgabepreis gehandelt. Im Gegensatz zum operativen Geschäft sorgte die Vapiano-Aktie somit für keine positive Performance. Im Jahresverlauf verharrte der Anteilsschein in einem strikten Seitwärtstrend und pendelte somit in einer Range zwischen unter 20 Euro im Tief und knapp 25 Euro im Hoch.

Expansionskurs drückt das Nettoergebnis

Ein Grund für die negative Entwicklung des Aktienkurses ist die ambitionierte Expansionsstrategie von Vapiano-Chef Jochen Halfmann. Denn die internationale Ausdehnung der Restaurantkette verursacht weiterhin hohe Kosten. So kommt es dazu, dass trotz eines EBITDA von 38,8 Millionen ein negatives Nettoergebnis erzielt wird. Der Fehlbetrag lag im ersten Quartal 2018 bei rund 4,1 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahresminus von 7,0 Millionen Euro zeigt das jüngste Quartalsergebnis jedoch eine erhebliche Verbesserung. So kletterte auch der Konzernumsatz im ersten Quartal um über 14 Prozent auf insgesamt 86,3 Millionen Euro. Nach den Worten von CEO Halfmann soll der Konzern jedoch spätestens ab dem Jahr 2020 schwarze Zahlen schreiben. Des Weiteren soll auch die Profitabilität des Unternehmens gesteigert werden. Denn verglichen mit der EBITDA-Marge von McDonald's, welche sich auf rund 50 Prozent beläuft, fällt die EBITDA-Marge von Vapiano mit knapp 12 Prozent eher dürftig aus.

Digitalisierung könnte zum Wachstumstreiber werden

Gegenwärtig unterhält Vapiano über 210 Restaurants in 33 Ländern und fünf Kontinenten. Bis zum Jahr 2020 soll die Anzahl der Gaststätten auf mindestens 330 steigen. Allein in Deutschland sollen in den nächsten zwei Jahren über 41 neue Restaurants eröffnet werden. Außerdem möchte Halfmann auch in der "Grande Nation" weiter wachsen. "Der Großteil der Neueröffnungen wird in Europa stattfinden mit Fokus auf Frankreich", so der Vapiano-CEO. Zusätzlich erhofft sich Halfmann steigende Umsätze durch das ausgebaute Liefer- und Abholangebot. Kooperationen mit etablierten Lieferdiensten wie Deliveroo, Lieferando und foodora könnten sich so als zukünftige Wachstumstreiber herausstellen. Indessen sollen auch die Restaurants vor Ort zunehmend digitalisiert werden. Menü-Bestellungen per App oder an digitalen Bestellterminals sollen so bald keine Ausnahmen mehr darstellen.

Analysten glauben an Vapiano-Chef Halfmann

"Die konsequente Umsetzung unserer Strategie und das Erreichen der Prognosen werden von unseren Investoren honoriert", so Vapiano-CEO Halfmann in Bezug auf die dürftige Entwicklung des Aktienkurses. Trotz aller berechtigter Skepsis vertrauen gerade die Analysten von Berenberg, Kepler Cheuvreux und Equinet auf die vollmundigen Ankündigungen von Jochen Halfmann. So sehen die Experten der Investmentbank Equinet den fairen Wert der Aktie bei 26,50 Euro und somit rund 27 Prozent über dem aktuellen Niveau. Auch das Analystenhaus Kepler Cheuvreux stuft die Aktie als "Kauf" ein. Mit einem Kursziel von 25,20 Euro sind die Franzosen jedoch nicht ganz so optimistischen wie die Kollegen aus Frankfurt.

Berenberg rechnet mit Kursexplosion bei Vapiano-Aktie

Die Spezialisten der Privatbank Berenberg rechnen unterdessen mit einer wahren Kursexplosion von knapp 40 Prozent. Der Berenberg Analyst Stuart Gordon sieht in Vapiano nämlich eine hervorragende Möglichkeit in den schnell wachsenden Markt der entsprechenden Gastronomieform zu investieren. Aus diesem Grund sieht er den fairen Wert der Aktie bei 29 Euro. Dementsprechend ist es gut möglich, dass die Vapiano-Aktie an ihrem zweiten Börsengeburtstag über dem augenblicklichen Kursniveau gehandelt wird.

Pierre Bonnet / finanzen.net

Bildquellen: Nieuwland / Shutterstock.com

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