05.11.2021 15:11

KRONES-Aktie verteuert sich: KRONES mit unerwartet starkem dritten Quartal

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Beim Abfüll- und Verpackungsanlagenhersteller KRONES hat sich im dritten Quartal das Geschäft unerwartet stark von der Corona-Pandemie erholt.
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Weil die Kunden inzwischen wieder investieren und mehr Aufträge vergeben, stiegen Umsatz und Ergebnis deutlich. Nach einem pandemiebedingt verlustreichen Vorjahresquartal kehrten die Bayern damit unter dem Strich in die schwarzen Zahlen zurück. Auch für das vierte Quartal sei mit einer hohen Nachfrage und einer stabilen Auslastung der Produktionskapazitäten zu rechnen, teilte KRONES am Freitag in Neutraubling mit. An der Börse zog die KRONES-Aktie kräftig an.

Derweil stellen die weltweiten Rohstoffengpässe und Logistikprobleme auch KRONES inzwischen vor einige Herausforderungen. Angesichts der angespannten Lage an den Beschaffungsmärkten und in den Lieferketten sei es inzwischen alles andere als einfach, die bestellten Maschinen und Anlagen pünktlich auszuliefern, schrieb Vorstandschef Christoph Klenk in einem Brief an die Aktionäre. Diese Unwägbarkeiten dürften auch 2022 anhalten. Dank eingeleiteter Strukturmaßnahmen und flexibler Reaktionsmöglichkeiten des Unternehmens sei die im Juli erhöhte Prognose für 2021 aber nicht in Gefahr.

Mit der Erholung der Weltwirtschaft von der Pandemie nahm wie viele Maschinenbauer auch KRONES in den vergangenen Monaten stetig an Fahrt auf. Daher wurde der Vorstand nach dem zweiten Quartal bereits zuversichtlicher für das Jahr. Das dritte Jahresviertel fiel noch besser aus als die ersten sechs Monate: Von Juli bis September kletterte der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Drittel auf 1,15 Milliarden Euro, der Umsatz zog zeitgleich um fast ein Viertel auf rund 923 Millionen Euro an.

Branchenkenner Peter Rothenaicher von der Baader Bank fand vor dem Wochenende lobende Worte für den Quartalsbericht. Der Auftragseingang sei herausragend hoch und habe sogar das bereits sehr hohe Niveau der Vorquartale noch übertrumpft, schrieb der Analyst. Auch die Umsätze erholten sich weiter. Die bestätigten Jahresziele zeigten klares Aufwärtspotenzial für die Profitabilität. Der Experte rechnet zudem zum Kapitalmarkttag Mitte November mit einem genaueren Mittelfristausblick.

Auch ergebnisseitig schnitt KRONES im Berichtszeitraum besser ab als am Markt erwartet: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zog von rund 29 Millionen Euro im Vorjahr auf knapp 75 Millionen Euro an, die für die Jahresprognose relevante Marge verbesserte sich auf 8,1 Prozent nach 3,8 Prozent im Vorjahr. Damit lag der Konzern sogar leicht über seinen Ambitionen für das Jahr, die für die Marge einen Wert von 7 bis 8 Prozent vorsehen. Der Erlös soll 2021 um 7 bis 9 Prozent steigen.

Unter dem Strich verbuchte KRONES im vergangenen Quartal ein positives Ergebnis von 29,7 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte der Konzern noch einen Verlust von rund 4 Millionen Euro erwirtschaftet.

Sprudelnde Aufträge heizen KRONES-Rally weiter an Starke Quartalszahlen und ein hoher Auftragseingang haben die Kursrally der KRONES-Aktien am Freitag weiter angetrieben. Die Papiere des Abfüll- und Verpackungsanlagenherstellers waren im frühen Handel in der Spitze um knapp 9 Prozent auf fast 100 Euro in die Höhe geschnellt. Über der runden Marke lag der Kurs zuletzt im September 2018.

Zeitweise verzeichnen die Aktien von KRONES noch ein Plus von 1,97 Prozent auf 93,40 Euro. Damit lagen sie auf einem der vordersten Plätze im rekordhohen Nebenwerteindex SDAX.

Bei KRONES erholte sich das Geschäft im dritten Quartal unerwartet stark von der Corona-Pandemie. Weil die Kunden inzwischen wieder investieren und Aufträge vergeben, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Viertel. Und unter dem Strich schrieb der Konzern wieder schwarze Zahlen, nachdem er im Vorjahresquartal noch einen Verlust erwirtschaftet hatte.

Insgesamt schlug sich das Unternehmen bei den wichtigsten Kennzahlen besser als von Analysten erwartet. Entsprechend positiv fielen auch die Kommentare der Fachleute aus, die insbesondere auf den hohen Auftragseingang im Zuge des starken Wachstums der Weltwirtschaft abzielten.

So hob Analyst Jorge Gonzalez Sadornil von der Privatbank Hauck & Aufhäuser hervor, dass die Auftragsbücher nun wohl für sechs Monate reichen dürften. Dieser Zeitraum liege deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre von vier bis viereinhalb Monaten.

Der Fachmann Peter Rothenaicher von der Baader Bank resümierte, der Auftragseingang sei herausragend hoch gewesen und habe sogar das bereits sehr hohe Niveau der Vorquartale noch übertrumpft. Auch die Umsätze erholten sich weiter.

Die bestätigten Jahresziele zeigen derweil Rothenaicher zufolge klares Aufwärtspotenzial für die Profitabilität. Der Experte traut dem Unternehmen Rekordresultate im Jahr 2023 zu. Zum Kapitalmarkttag Mitte November rechnet er mit einem genaueren Mittelfristausblick.

Seit Jahresbeginn haben die KRONES-Aktien nunmehr bereits knapp 45 Prozent gewonnen. Beim SDax hingegen steht bislang ein Plus von rund 18 Prozent zu Buche.

Von ihrem Rekordhoch aus dem Juni 2018 bei fast 123 Euro sind die Aktien zwar noch etwas entfernt. Das charttechnische Bild aber ist bereits deutlich aufgehellt. So notieren die KRONES-Papiere bereits seit Ende Oktober über verschiedenen Durchschnittskurven, die die kurz- beziehungsweise mittelfristigen Trends beschreiben. Die viel beachtete 200-Tage-Linie als Maß für die langfristige Entwicklung stützt die Anteilsscheine bereits seit November letzten Jahres.

NEUTRAUBLING / FRANKFURT (dpa-AFX)

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Bildquellen: Krones AG

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