Neues Modell

Opel beginnt Produktion des Elektro-SUVs in Eisenach - Stellantis baut Stellen ab

23.04.24 16:04 Uhr

Stellantis-Aktie verzeichnet Zuschläge: Opel startet Produktion des elektrischen SUV Grandland - Stellantis mit Stellenstreichungen | finanzen.net

Im Opel-Werk Eisenach wird die Produktion der neuen vollelektrischen Variante des SUV Grandland hochgefahren.

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Am Dienstag rollten dort erste Vorserien-Modelle probeweise vom Band. Ab Mitte des Jahres sollen dort dann nach Unternehmensangaben auch Autos gefertigt werden, die an Kunden verkauft werden.

In dem Werk mit derzeit etwa 1100 Beschäftigten baute Opel bislang den SUV Grandland ausschließlich als Verbrenner und Plug-in-Hybrid. Verbrenner, Hybrid und E-Variante sollen künftig auf einer gemeinsamen Linie gefertigt werden.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Sorge um das Eisenacher Werk gegeben. Im vergangenen Jahr sicherte der Opel-Mutterkonzern Stellantis dann aber 130 Millionen Euro an Investitionen zu und gab eine Zusage für das vollelektrische Modell für Eisenach ab. Aus Sicht von Branchenvertretern ist damit die Zukunft des Werks für die kommenden zehn Jahre gesichert.

Opel-Chef sieht starkes Wachstum bei Elektroautos

Die Verunsicherung am Markt für Elektroautos wird die Technologie aus Sicht von Opel-Chef Florian Huettl nicht nachhaltig ausbremsen. Dass die Bundesregierung die Förderung für Elektroautos Ende Dezember habe auslaufen lassen und es noch keine Nachfolgeregelung gebe, "kann den Weg in die Elektromobilität verlängern", sagte Huettl am Dienstag in Eisenach der Deutschen Presse-Agentur. "Aber es wird ihn nicht aufhalten." Auch Opel bemerke derzeit eine Kaufzurückhaltung, sagte er weiter.

Opel will ab 2028 in Europa nur noch Elektroautos anbieten. Huettl sagte am Dienstag: "Wir halten ganz klar an unserem Plan fest, auch was die Geschwindigkeit betrifft. Wir können das nur zu einem gewissen Grad von der Politik abhängig machen." Es sei aber sinnvoll, wenn Regierungen eine Hochlaufphase zeitlich begrenzt stimulieren. In Frankreich etwa werde ein Förderprogramm zum E-Auto-Leasing gut genutzt.

Huettl bekräftigte Opels Ziel, in den kommenden Jahren ein Elektroauto für 25 000 Euro anbieten zu wollen. Mit Blick auf den Preisunterschied zwischen Verbrennern und E-Autos sagte er: "Die nächste Generation an batterieelektrischen Plattformen wird uns erlauben, diese Preisparität zu erreichen."

Opel stellte am Dienstag eine vollelektrische Version des SUV Grandland in seinem Werk in Eisenach vor. Die Fertigung eines Autos in Deutschland sei mit Kostenherausforderungen verbunden, sagte Huettl weiter. "Es ist natürlich leichter, in einem höhersegmentigen Auto wie dem Grandland die Kosten zu verkraften. Im Kleinwagensegment ist das aufgrund der Wettbewerbslage schon wesentlich schwieriger." Die Produktion eines Kleinwagens wie dem Corsa in Deutschland sei "heute nicht denkbar".

Stellantis baut Stellen ab

Stellantis will in den USA eine nicht näher genannte Zahl von Arbeitsplätzen streichen. Dadurch soll die Produktivität angesichts des schwierigen Umfelds verbessert werden. Der in New York, Mailand und an der Euronext Paris notierte Autohersteller teilte mit, in den kommenden Monaten Entlassungen in nicht näher definiertem Umfang zu planen, da er das Geschäft in einer "stark wettbewerbsorientierten und herausfordernden US-Automobilindustrie" stärken wolle. Der Konzern, zu dessen Marken Chrysler, Alfa Romeo und Fiat gehören, erklärte, die Entscheidung sei Teil einer laufenden Überprüfung des Geschäfts.

Am Vortag hatte Automotive News berichtet, dass Stellantis 199 Vollzeitbeschäftigte in seinem Sterling Heights Montagewerk in Detroit entlässt. Das Werk beschäftigt 6.222 Mitarbeiter, die in drei Schichten arbeiten. Davon sind 5.916 auf Stundenbasis beschäftigt, der Rest ist fest angestellt. Der Autohersteller, der aus dem Zusammenschluss von Fiat Chrysler und dem Peugeot-Hersteller PSA Group hervorgegangen ist, hatte Ende 2023 weltweit rund 271.000 Mitarbeiter. Der Jeep-Hersteller hat 35 Produktionsstätten in Nordamerika, davon 22 in den USA, sechs in Kanada und sieben in Mexiko.

Die Aktie der Opel-Mutter Stellantis steigt an der EURONEXT zeitweise um 0,45 Prozent auf 23,26 Euro.

EISENACH (dpa-AFX) / NEW YORK (Dow Jones)

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