NORMA-Aktie im Plus: Aktienrückkaufprogramm geplant - Abschreibungsbedarf in Europa

Der Autozulieferer und Verbindungstechnikanbieter NORMA will nach dem Abschluss des Verkaufs seines Wassermanagement-Geschäfts einen Teil der Erlöse wie angekündigt an die Aktionäre ausschütten.
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Insgesamt sollen bis zu 260 Millionen Euro an die Anteilseigner fließen, teilte das Unternehmen am Montag in Maintal mit. Dafür werde NORMA "zeitnah" zunächst die bestehende Ermächtigung zu Aktienrückkäufen komplett ausnutzen. Einzelheiten dazu sollen später mitgeteilt werden.
Die Aktien sollen eingezogen und das Kapital entsprechend herabgesetzt werden. Die Aktionäre müssen dem zustimmen. Dabei könnte die bislang für den 21. Mai geplante Hauptversammlung verschoben werden, sollten die entsprechenden Vorbereitungen der Transaktion nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, hieß es.
NORMA hatte Ende September angekündigt, das Wassermanagement an das US-Unternehmen Advanced Drainage Systems zu verkaufen. Früheren Angaben zufolge erwartete NORMA einen Nettomittelzufluss von rund 620 bis 640 Millionen Euro. 300 Millionen Euro sollen demzufolge in den Schuldenabbau gesteckt werden, zudem plant das Unternehmen, bis zu 70 Millionen Euro für Zukäufe verwenden.
Wie der im Kleinwertesegment SDAX notierte Konzern weiter mitteilte, muss er die Buchwerte der Beteiligungen an bestimmten Konzerngesellschaften in der europäischen Region EMEA, insbesondere in Deutschland, wertberichtigen. Grund seien angepasste Umsatzplanungen für die Jahre 2028 bis 2030. Den Abschreibungsbedarf bezifferte NORMA auf insgesamt 102 Millionen Euro. Auf das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe dies aber keinen Einfluss. Daher bestätigte das Unternehmen die Prognose für Umsatz und Marge.
Die Aktie schwankte am Nachmittag nach der Veröffentlichung der Nachrichten stark. Zum Handelsschluss legte sie als einer der besten Werte im SDAX via XETRA um 3,96 Prozent auf 15,24 Euro zu.
/nas/he
MAINTAL (dpa-AFX)
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