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02.07.2020 17:35

GRENKE-Aktie macht Boden gut: GRENKE sieht nach Einbruch des Neugeschäfts erste positive Anzeichen

Prognose bleibt weiter offen: GRENKE-Aktie macht Boden gut: GRENKE sieht nach Einbruch des Neugeschäfts erste positive Anzeichen | Nachricht | finanzen.net
Prognose bleibt weiter offen
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Das Neugeschäft des Leasingunternehmens GRENKE hat im zweiten Quartal deutlich unter der Corona-Krise gelitten.
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Der Finanzdienstleister GRENKE sieht nach einem starken Einbruch des Neugeschäfts im April und Mai erste Anzeichen einer Besserung. "Wir sehen, dass sich die Lage in vielen Regionen etwas entspannt hat. Bei unserem Neugeschäft haben wir im Juni eine erste Belebung gesehen", sagte Konzernchefin Antje Leminsky bei der Vorlage erster Eckdaten für das vergangene Quartal am Donnerstag in Baden-Baden. Die GRENKE-Aktie legte daraufhin deutlich zu.

Zeitweise schoss der Kurs am Morgen um mehr als sieben Prozent in die Höhe. Zuletzt gehörte das Papier mit einem Plus von 5,5 Prozent immer noch zu den stärksten Werten im MDAX. Seit dem Jahreswechsel hat die GRENKE-Aktie damit aber mehr als ein Fünftel eingebüßt. Vor allem die Furcht der Anleger vor hohen Kreditausfällen infolge der Corona-Krise hatte in den vergangenen Monaten auf den Kurs gedrückt.

Analyst Philipp Häßler von Pareto Securities zeigte sich von den Quartalszahlen allerdings enttäuscht. Sie seien noch schwächer ausgefallen als von ihm gedacht. Er erwartet zwar, dass sich die Zahlen in den kommenden Monaten wieder verbessern. Allerdings sei das gerade angelaufene dritte Quartal wegen der Urlaubszeit üblicherweise der schwächste Zeitraum im ganzen Jahr, mahnte er.

Für GRENKE-Chefin Leminsky ist es noch zu früh, um aus dem zuletzt wieder positiveren Geschäftsverlauf auf die Zukunft zu schließen. "Ob wir von einem Trend sprechen können, wird weiter stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängen", sagte sie. Noch sei nicht abzusehen, ob und wie schnell sich das Geschäft in Richtung Normalisierung bewege. Eine Prognose für das laufende Jahr wagte sie deshalb weiterhin nicht.

Im zweiten Quartal sank das Neugeschäft in der Leasingsparte im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf 402 Millionen Euro und lag damit in der zuletzt angekündigten Größenordnung. So hatte GRENKE mit etwa der Hälfte des Geschäftsvolumens gerechnet, den sich der Vorstand zu Jahresanfang und damit vor der Corona-Pandemie zum Ziel gesetzt hatte.

Bei dem Blick auf die Regionen schnitt vor allem Deutschland mit einem Rückgang von lediglich 15 Prozent vergleichsweise positiv ab. In West- und Südeuropa außerhalb von Deutschland, der Schweiz und Österreich ging das Neugeschäft hingegen um mehr als die Hälfte zurück.

Positiv entwickelte sich die Marge im Leasinggeschäft auf Basis des sogenannten Deckungsbeitrags. Der Wert, der vom Umsatz zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht, sank zwar ebenfalls deutlich. Da der Rückgang aber nur bei 42 Prozent auf 70,4 Millionen Euro lag, zog die von Experten stark beachtete Marge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 16,6 auf 17,5 Prozent an.

Unterdessen bescherten Förderkredite im Zuge der Corona-Krise der GRENKE Bank einen kräftigen Zuwachs im Geschäft mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Das gesamte Kreditneugeschäft in diesem Segment lag im zweiten Quartal mit 54,2 Millionen Euro mehr als viermal so hoch wie ein Jahr zuvor. Zugleich legte das Einlagengeschäft um mehr als 70 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu.

Anleger honorieren Belebung des Neugeschäfts bei GRENKE

Ermutigende Aussagen des Managements des Finanzdienstleisters GRENKE haben am Donnerstag die Anleger zurück in die Aktien gelockt. Zeitweise standen die Papiere mit einem Plus von mehr als sieben Prozent an der MDAX-Spitze. Dabei setzten sie sich deutlich von der 50-Tage-Linie nach oben ab, an die sie in ihrem Rückschlag seit Anfang Juni gefallen waren. Analysten reagierten auf die vom Konzern vorgestellten Eckdaten für das vergangene Quartal derweil mit gemischten Gefühlen. Zum Handelsende lag die GRENKE-Aktie noch 2,49 Prozent im Plus bei 69,90 Euro.

Trotz der aktuellen Gewinne ist die Bilanz der GRENKE-Aktie seit Jahresende 2019 mit rund einem Fünftel Minus tiefrot - vom im Februar erreichten Zwischenhoch über 100 Euro fehlen gut 30 Prozent. Die Aktie war im Zuge des Corona-Crashs deutlich eingebrochen, vor allem wegen der Furcht der Investoren vor hohen Kreditausfällen. So war es im Tief im März bis auf 40,50 Euro abwärts gegangen, bevor sich das Papier bis Anfang Juni wieder bis auf fast 82 Euro erholen konnte. Seitdem kämpfte die Aktie aber erneut mit dem Abwärtssog.

Trotz des Lichtblicks im Juni war das Neugeschäft des Unternehmens in der Leasingsparte im gesamten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent geschrumpft. Der Rückgang lag damit zwar im Rahmen der zuletzt angekündigten Größenordnung von etwa 50 Prozent des zu Jahresanfang und damit vor der Pandemie geplanten Neugeschäftsvolumens - Philipp Hässler vom Analysehaus Pareto sprach jedoch von Werten deutlich unter seinen Erwartungen.

Hässler erinnerte zudem daran, dass mit dem dritten Quartal nun das üblicherweise saisonal schwächste Jahresviertel bevorstehe. Er glaubt zwar, dass GRENKE sich im schwierigen Umfeld gut behaupten dürfte und es in den nächsten Quartalen wieder aufwärts gehen könnte, fühlt sich aber wohl mit seiner neutralen Haltung und dem aktuellen Kursziel von 72 Euro.

Für den Warburg-Experten Marius Fuhrberg war der starke Rückgang im Neugeschäft indes keine große Überraschung - schließlich habe das Management auf die Belastungen durch die Pandemie bereits ausführlich vorbereitet. Der Analyst geht nun davon aus, dass die Wachstumsraten im Neugeschäft im zweiten Halbjahr wieder anziehen sollten. Es bleibe zwar abzuwarten, wie sich die Verlustraten im Konzernportfolio weiter entwickelten und ob die bereits gebildeten Rückstellungen hierfür ausreichten. Doch sieht Fuhrberg den Anlagehintergrund bei GRENKE weiterhin voll intakt und empfiehlt die Aktie unverändert zum Kauf. Dabei traut er dem Papier bis zu seinem Kursziel von 99 Euro noch einiges zu.

(Dow Jones / dpa-AFX)

Bildquellen: GRENKE AG

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