23.09.2021 23:22

Elon Musk schießt gegen Präsident Biden nach erster rein ziviler SpaceX-Mission

Seitenhieb ausgeteilt: Elon Musk schießt gegen Präsident Biden nach erster rein ziviler SpaceX-Mission | Nachricht | finanzen.net
Seitenhieb ausgeteilt
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Vor Kurzem erreichte SpaceX einen wichtigen Meilenstein: Nach dem ersten Weltraumflug mit rein ziviler Besatzung kehrten die "Astronauten" der Mission "Inspiration4" nach drei Tagen im All wieder sicher auf die Erde zurück. US-Präsident Joe Biden war dieser Fortschritt in Sachen Weltraumtouristik jedoch keine explizite Anerkennung wert, was wiederum SpaceX-Chef Elon Musk auf den Plan rief.
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• SpaceX schließt erfolgreich ersten rein zivilen Weltraumflug ab
• Meilenstein in Weltraumtouristik bleibt von Joe Biden unkommentiert
Elon Musk reagiert mit Seitenhieb auf den US-Präsidenten

Es ist der erklärte Traum vieler Raumfahrtunternehmen, das Weltall auch für Zivilpersonen erkundbar zu machen. Auch für SpaceX stellt der Bereich des Weltraumtourismus eine wichtige Ambition und gleichzeitig eine lukrative Einnahmequelle dar. Bisher sind Weltraumflüge, bei denen zivile Personen teilnehmen können, jedoch eher eine Seltenheit. Und auch die Dauer und Höhe eines solchen Fluges war in der Vergangenheit eher mit einem kurzen Eintauchen ins All vergleichbar, bevor es schon wieder zurück auf die Erde ging.

Mission "Inspiration4"

Mit der Mission "Inspiration4" hat das Weltraumunternehmen SpaceX unter der Führung von Elon Musk nun jedoch erstmals einen Flug ins All mit einer rein zivilen Besatzung erfolgreich durchführen können. So wurde das Raumfahrzeug mit den vier Insassen per Autopilot gesteuert und in den Orbit befördert, wo es die Erde drei Tage lange umkreiste, bevor es wieder sicher auf diese zurückkehrte. Wie CNBC schreibt, stellte der Flug in vielerlei Hinsicht eine Premiere dar: So ist Sian Proctor die erste schwarze Frau, die als Pilotin eines Raumfahrzeugs agierte, und Hayley Arceneaux ist zum einen die jüngste amerikanische Astronautin und die erste Person weltweit, die mit Prothese ins Weltall flog.

Gebucht wurde der Flug von E-Commerce-Milliardär Jared Isaacman, der zusammen mit Chris Sembroski die Besatzung vervollständigte. Das erklärte Ziel des Flugs war es außerdem, für das St. Jude Kinderforschungskrankenhaus eine Summe in Höhe von 200 Millionen US-Dollar einzusammeln. Ein Ziel, das letztlich noch übertroffen wurde.

Zahlreiche Weltraumunternehmen gratulieren zum Erfolg - nicht so US-Präsident Biden

Nach der sicheren Landung der Raumkapsel zurück auf der Erde gratulierten zahlreiche andere Raumfahrtunternehmen wie Jeff Bezos‘ Blue Origin, Lockheed Martin, Boeing und die NASA SpaceX zu dem geglückten Flug. Allerdings wartete Musk vergeblich auf Anerkennung vonseiten des US-Präsidenten Joe Biden. Dieser ließ den Meilenstein für zivile Raumfahrt unkommentiert, was an dem Tesla-Chef offenbar nicht spurlos vorbeiging.

Elon Musk reagiert ungehalten

So antwortete Musk auf die Frage eines Twitter-Users, warum der Präsident SpaceX nicht gratuliere lediglich mit "Er schläft noch".

Damit wiederum spielt Musk auf Donald Trumps Kampagne bei der US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 an, bei der Trump Joe Biden wiederholte Male als "Sleepy Joe" bezeichnet hatte. Es hat also den Anschein, dass es sich bei Musk nicht um den größten Anhänger Bidens handelt. Dabei genießt SpaceX an sich eine gute Beziehung zur US-Regierung und konnte sich erst im April einen milliardenschweren NASA-Auftrag für ein bemanntes Mondlandegerät sichern. Zwar sieht sich das Raumfahrtunternehmen ebenfalls einer Untersuchung seitens des Justizministeriums gegenüber, diese wurde jedoch noch unter dem Ex-Präsidenten Trump angestoßen.

Geht die zwischen Musk & Biden Antipathie tiefer?

Wie verschiedene US-Medien spekulieren, könnte die angedeutete Antipathie jedoch auch daher rühren, dass Joe Biden als großer Verfechter von Gewerkschaften gilt und Tesla bislang keine Gewerkschaften in seinen Fabriken duldet. Dies könnte sich bald negativ auf den US-Elektroautobauer auswirken. So arbeitet die US-Regierung derzeit an einer Weiterentwicklung ihres Förderprogramms für den Kauf von E-Autos, die in den USA gefertigt werden. Sind die Mitarbeiter der Fabriken in Gewerkschaften organisiert, soll die Subventionierung stärker ausfallen. Dies trifft aktuell auf die Tesla-Konkurrenten General Motors, Ford sowie Fiat Chrysler zu, was die Rivalität weiter verstärken dürfte. Dementsprechend ungehalten reagierte Musk via Twitter auf den Gesetzesentwurf und mutmaßte, Lobbyisten von Ford und der Gewerkschaft für die Automobilindustrie hätten an dem Gesetzestext mitgeschrieben:

Es bleibt nun also abzuwarten, ob sich die Spitze Elon Musks gegen den US-Präsidenten als ein einmaliges Ereignis erweist, oder daraus ein größerer Zwist entspringt.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Kevork Djansezian/Getty Images, VCG/VCG via Getty Images/Getty Images

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