05.11.2020 06:13

Erfolgsrezept für Anleger: Das verbirgt sich hinter der 14- bzw. 15-Jahres-Regel

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Das Thema Aktien ist bei vielen Deutschen sehr negativ behaftet. So assoziieren gerade Nicht-Aktionäre mit Wertpapieren in erster Line Begriffe wie Risiko, Verlust, Angst und Spekulation. Eine kleine Faustregel kann hier jedoch für Klarheit sorgen.
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• Deutsche Aktionärsquote sinkt auf 6,5 Prozent
• Nicht-Aktionäre haben irrationale Ängste
• Langehaltedauer garantiert Gewinne

Im vergangenen Jahr lag die Quote der Aktionäre in Deutschland bei rund 6,5 Prozent, was einer absoluten Anzahl von ca. 4,16 Millionen Bundesbürgern entspricht. Im Jahr 2018 lag die Aktionärsquote in Deutschland hingegen noch bei über sieben Prozent aller Bundesbürger über 14 Jahren. Dementsprechend haben sich zwischen 2018 und 2019 allein 380.000 Personen in Deutschland komplett von ihren Engagements an der Börse getrennt. Dabei zählt das Deutsche Aktieninstitut nicht nur die Besitzer von Einzelaktien zu den Aktionären, sondern auch Personen, die lediglich einen Anteil an einem Aktienfonds bzw. ETF besitzen.

Bedauerliche Aktienkultur in Deutschland

Im internationalen Vergleich ist Deutschland beim Thema Aktien somit auf dem Niveau eines Entwicklungslands. Während die Aktionärsquoten in ähnlich starken Industrienationen wie den Niederlanden, Japan, USA, Großbritannien, Schweden und der Schweiz zwischen 20 und 30 Prozent pendeln, besitzt in Deutschland nicht einmal jeder zehnte eine Aktie, geschweige denn einen Aktienfonds.

Trotz dieser Tatsache betrachten es viele Bundesbürger mit Sorge, dass ein immer größerer Teil des Grundkapitals der DAX-Unternehmen in der Hand ausländischer Investoren liegt. So gehörten schon im Jahr 2018 rund 54 Prozent der DAX-Unternehmen ausländischen Anlegern.

Falsche Risikowahrnehmung ist ein Problem

Eine Studie der Goethe-Universität in Frankfurt und der Frankfurt School of Finance & Management hat, im Auftrag der Deutschen Börse, herausgefunden, dass die Mehrheit der Nicht-Aktionäre in Deutschland ein falsches Verständnis von Risiko und Rendite haben. So werden die Risiken an der Börse systematisch überschätzt, während die Chancen in der Regel unterschätzt werden. Gleichzeitig gehen viele Bundesbürger davon aus, dass ein Engagement an der Börse nur mit einem hohen Kapitalstock und einem hohen Maß an Finanzwissen möglich bzw. sinnvoll ist.

"Die Leute wissen nicht, wie wenig sie wissen müssen. […] Man denkt, man muss ein großer Experte sein, um in den Aktienmarkt zu investieren. Es geht aber viel einfacher", so Michael Grote, Vizepräsident der Frankfurt School, in Bezug auf die Ergebnisse der Studie.

Mitmachen lohnt sich!

Neben einer falschen Risikowahrnehmung haben gerade auch Nicht-Aktienbesitzer ein fragwürdiges Bewusstsein in Bezug auf Wertpapiere. Während Aktienbesitzer auf die Frage, was assoziieren sie mit Aktienbesitz, mehrheitlich Begriffe wie Gewinn, Geld, Dividende und Rendite nennen, zählen Nicht-Aktienbesitzern vermehrt Begriffe wie Risiko, Verlust, Unsicherheit, Angst und Spekulation auf. Dieses Ergebnis zeigt, dass sich ein Engagement an der Böse auch positiv auf das Bewusstsein und das Verhältnis zu Aktien auswirken kann.

Darüber hinaus befürchten rund zwei Drittel der Nicht-Aktionäre, dass eine ökonomische Katastrophe hohe Börsenverluste mit sich bringen könnte, unter den tatsächlichen Aktionären teilt jedoch nur ein Drittel der Befragten diese Angst. Somit hat die persönliche Erfahrung den wohl größten Einfluss auf die eigene Einstellung gegenüber Aktien.

Sichere Gewinne mit der 14-Jahres-Regel…

"Berechnet man das Risiko einer Aktienanlage basierend auf historischen Daten, ist es allerdings schwer erklärbar, warum viele Menschen in Deutschland dieses Risiko komplett scheuen", so Grote in Bezug auf die sogenannte 14-Jahres-Regel. Denn die Regel besagt, dass ein Anleger, der sein Geld mindestens 14 Jahre im DAX angelegt hat, noch nie einen Verlust erleiden musste.

So generierte ein DAX-Investment mit einer Haltedauer von mindestens 14 Jahren, selbst mit dem denkbar schlechtesten Einstiegszeitpunkt, z.B. kurz vor der Dotcom-Blase oder im Vorfeld der Finanzkrise, eine Rendite von mindesten 2,2 Prozent im Jahr. Anleger, die hingegen nicht gerade einen Tag vor einem großen Crash investiert haben, konnten im Durchschnitt sogar 9,3 Prozent pro Jahr erzielen. Für Investoren mit einem besonders glücklichen Händchen war in dieser Zeitspanne darüber hinaus sogar eine jährliche Performance in Höhe von 16,4 Prozent möglich.

…und 15-Jahres-Regel

Investoren, die sich mit ihrer Geldanlage jedoch nicht nur auf die deutsche Wirtschaft konzentrieren möchten, und ihr Portfolio lieber global diversifizieren, können sich dabei auf die 15-Jahres-Regel verlassen. Denn auch Anleger, die ihr Geld mindestens 15 Jahre im Weltaktienindex MSCI World geparkt haben, erzielten selbst im schlechtesten Fall noch eine Rendite von 1,3 Prozent. Im Durchschnitt erbrachte der Index hingegen eine ansehnliche Rendite von 7,7 Prozent und im besten Fall sogar knapp 14 Prozent im Jahr.

Wenn nicht jetzt in Aktien investieren, wann dann?

Diese Ergebnisse sollten gerade Nicht-Aktionäre nachdenklich stimmen. Denn für eine Investition in einen DAX-ETF oder einen MSCI-World-Fonds bedarf es weder einer hohen finanziellen Bildung, noch eines außerordentlichen Vermögens und mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung in Deutschland von mindestens 78,5 Jahren bei Männern und 83,3 Jahren bei Frauen hat man selbst im Rentenalter noch genügend Lebenszeit, um in Aktien zu investieren.

Denn langfristig bergen nicht Aktien ein Risiko, sondern Sparbücher.

Pierre Bonnet / finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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