Startschuss für Zwei-Milliarden-Fusionsreaktor in Bayern

26.02.26 11:42 Uhr

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MÜNCHEN/GUNDREMMINGEN (dpa-AFX) - Für rund zwei Milliarden Euro soll in den kommenden Jahren ein erster Forschungsreaktor zur Kernfusion in Garching bei München entstehen. In München unterzeichneten dazu Vertreter der bayerischen Staatsregierung, das Münchner Start-up Proxima Fusion, das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) und der Dax-Konzern RWE eine Absichtserklärung. Ziel: die Zusammenarbeit auf dem Weg über den Demonstrationsreaktor "Alpha" bis hin zum ersten kommerziellen Magnetfusions-Kraftwerk am Standort des ehemaligen Atomkraftwerkes Gundremmingen.

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Projekt setzt auf Geld aus Bayern, Berlin und von Investoren

"Die Finanzierung dazu wird ein wirklicher Kraftakt sein, das muss man sagen. Allein das Projekt Alpha wird 2 Milliarden Euro kosten", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Der Freistaat werde sich mit 400 Millionen Euro beteiligen. Mindestens weitere 400 Millionen Euro kommen über Proxima Fusion durch private Investoren - dieser Tage findet in München dazu eine große Investorenkonferenz statt, um Geld einzuwerben. Er hoffe sehr, dass der Bund seinen Teil für das "große nationale Projekt" übernehmen werde, laut Söder mehr als eine Milliarde Euro.

Nach Angaben von Proxima-Fusion-Gründer Francesco Sciortino geht es um nicht weniger als die Gelegenheit, "eine ganz neue Industrie zu bauen". Ziel sei es, die Anlage in den nächsten sechs, sieben Jahren in Betrieb zu bringen. Das verlange aber eine echte Weltklasseleistung.

Fusionsreaktor "Stellaris" soll in Gundremmingen entstehen

Parallel zum Projekt "Alpha" in direkter Nachbarschaft zum Max-Planck-Institut in Garching sollen laut RWE in Gundremmingen die Vorbereitungen für den späteren Bau des ersten kommerziell nutzbaren Fusionsreaktors "Stellaris" erfolgen. Dieser soll weitgehend identisch zu "Alpha" sein und ermöglichen, mittels Magnetfusions-Technologie nutzbare Energie zu erzeugen. Weltweit wird an der Kernfusion geforscht - bisher muss aber noch immer mehr Energie reingesteckt werden, als am Ende herauskommt. Die Finanzierung dieses Reaktors ist noch offen.

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Fusionsenergie basiert auf dem Prozess der Verschmelzung ("Fusion") von Atomkernen, aus dem die Sonne und andere Sterne ihre Energie beziehen. In der Wissenschaft wird der Bau von Fusionskraftwerken seit den 1950er Jahren diskutiert./had/DP/stk

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