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02.10.2019 13:36
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Euroboden: Seit 20 Jahren solide und zuverlässig

Interview: Euroboden: Seit 20 Jahren solide und zuverlässig | Nachricht | finanzen.net
Interview
Das Immobilienunternehmen Euroboden hat Mitte September eine neue Unternehmensanleihe im Volumen von 40 Millionen Euro ausgesprochen erfolgreich platziert. Finanzen.net führte mit Martin Moll, einem der beiden Geschäftsführer, ein Interview.
Finanzen.net: Das Immobilienunternehmen Euroboden gehört hierzulande eher zu den kleinen Playern. Wären Sie so freundlich und würden die Besonderheiten ihres Geschäftsmodell in zwei oder drei Sätzen kurz erklären?

Martin Moll: Euroboden ist ein Projektentwickler und Bauträger und sieht sein Geschäft als "Architekturkultur". Dabei handelt es sich nicht um Luxusimmobilien, sondern um architektonisch gut durchdachte Projekte, die gewissermaßen ein Unikat darstellen sollen. Diese sollen - passend zur jeweiligen Lage - die beste architektonische Lösung darstellen. Dadurch schaffen wir für alle Beteiligten vor allem eines: Mehrwert.

Ein EZB-Expertengremium sieht in Deutschland Gefahren am Immobilienmarkt und begründet dies mit zu hohen Verschuldungsgraden der Haushalte und einer zu lockeren Hypothekenvergabe. Außerdem wird vor einer Überhitzung des Marktes durch immer höhere Preise gewarnt. Was spricht Ihrer Meinung nach dennoch für ein Immobilieninvestment via Euroboden-Anleihe?

Grundsätzlich möchte ich anmerken, dass es viele Studien zu diesem Thema gibt - mit ganz unterschiedlichen Erkenntnissen. Wir haben festgestellt, dass - egal was die Studien sagen - die Preise weiter steigen. Wir rechnen mit einer Fortsetzung dieser positiven Entwicklung und attestieren dem Markt auf keinen Fall den Charakter einer Blase. Als Gründe sehen wir hierfür zwei Faktoren. Erstens: Den von einem ohnehin niedrigen Niveau erfolgten massiven Zinsrutsch. Zweitens: Die vor allem in Großstädten zu beobachtende extrem hohe Wohnungsnachfrage. Dieser Nachfrageüberhang kann unserer Meinung nach auf absehbare Zeit nicht bedient werden.

Für ein Anleiheinvestment in Euroboden spricht nicht nur unser erfolgreicher Track-Record über einen Zeitraum von 20 Jahren, sondern auch die solide Ausstattung mit einer Eigenkapitalquote von über 25 Prozent. Außerdem verfügen wir über eine hochattraktive, liquide Projekt-Pipeline mit stillen Reserven sowie eine positive Kapitalmarkthistorie.

Über welche Konditionen verfügt die neue Anleihe, deren Zeichnungsphase bereits nach drei Tagen am 18. September vorzeitig beendet wurde?

Die innerhalb weniger Tage erfolgreich platzierte Anleihe verfügt über ein Volumen von 40 Millionen Euro und ist mit einem Kupon von 5,5 Prozent ausgestattet, der halbjährlich ausbezahlt wird. Die Laufzeit endet nach fünf Jahren. Seit einigen Tagen ist unsere Anleihe bereits handelbar, übrigens zu Kursen von über 102 Prozent.

Was waren Ihrer Meinung nach die Hauptgründe für den großen Erfolg der Anleiheemission? Ärgern Sie sich im Nachhinein, dass Sie den Kupon nicht niedriger angesetzt haben?

Grundsätzlich freut es uns, dass wir Anlegern offensichtlich ein wahnsinnig attraktives Angebot unterbreitet haben und das Unternehmen Euroboden unter Investoren als solide und zuverlässig wahrgenommen wird, wodurch eine große Nachfrage ausgelöst wurde. Hilfreich dürfte sicherlich auch unsere positive Kapitalmarkthistorie gewesen sein, schließlich stellt unsere jüngste Emission bereits die dritte Emission dar. Im Nachhinein betrachtet mag man das möglicherweise so sehen, dass der Kupon auch niedriger hätte ausfallen können. Für uns war dies aber nicht ausschlaggebend. Letztendlich überwiegt die Freude, dass unsere Emission eine solch positive Reaktion ausgelöst hat.

Weist das Wertpapier über Besonderheiten auf, die es von herkömmlichen Mittelstandsanleihen unterscheidet?

Positiv hervorheben kann man sicherlich das eingebaute Transparenzkriterium. Dieses sieht nämlich eine Strafzahlung von 0,5 Prozent vor, falls wir die freiwillige Einhaltung erhöhter Transparenzrichtlinien verletzten sollten. Diese von uns bereits vor zwei Jahren eingeführte Innovation dürfte ebenfalls als Kaufargument fungiert haben und wurde mittlerweile von einigen Emittenten kopiert. Außerdem kann man die halbjährliche Zinszahlung als weiteren Vorteil betrachten, schließlich erhöht sich dadurch die effektive Jahresrendite der Anleihe.

Das Geschäft von Euroboden unterliegt aufgrund der Projekttätigkeit starken Schwankungen. Welchen Ausblick können Sie potenziellen Anleiheinvestoren für das Gesamtjahr und die Folgejahre in Aussicht stellen?

Durch die Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS erzielen wir künftig einen Glättungseffekt bei den Umsätzen und Ergebnissen. Naturgemäß zeichnet sich Projektgeschäft durch eine gewisse Volatilität aus. Im ersten Halbjahr erzielten wir ein Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 30 Millionen Euro. Insgesamt rechnen wir mit einer anhaltend positiven Entwicklung und einem soliden Wachstum. Ein wichtiges Ziel besteht insbesondere darin, die Erfolgsgeschichte der vergangenen 20 Jahre fortzuschreiben.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Moll.

Zum Interviewpartner:

Martin Moll fungiert - zusammen mit Unternehmensgründer Stefan F. Höglmaier - als einer von zwei Geschäftsführer des Immobilienunternehmens Euroboden GmbH. Außerdem ist er an der Gesellschaft, die sich auf architektonisch anspruchsvolle Immobilienprojekte spezialisiert hat, mit 13 Prozent beteiligt.


Bildquellen: Euroboden

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