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15.03.2019 19:50
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Jeffrey Gundlach: Die Modern Monetary Theory ist völliger Unsinn

"Für Erstklässler": Jeffrey Gundlach: Die Modern Monetary Theory ist völliger Unsinn | Nachricht | finanzen.net
"Für Erstklässler"
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Die Modern Monetary Theory erfreut sich bei einigen Politikern großer Beliebtheit. Doch für den Anleiheexperten Jeffrey Gundlach ist sie ein völlig falscher Ansatz.
Die moderne Geldtheorie wird zunehmend populärer. Zu ihren Anhängern gehört etwa niemand geringerer als der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders.
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Die Idee hinter der Modern Monetary Theory (MMT) ist, dass Staatsverschulung und Haushaltsdefizite keine Rolle spielen, solange die Notenbank das Zinsniveau niedrig halten kann, ohne damit die Inflation anzuheizen. Sanders und andere Befürworter der MMT argumentieren zudem, dass die Vereinigten Staaten nicht pleitegehen könnten, weil der Staat Kredite in der eigenen Währung aufnimmt und, um seine Verpflichtungen zu erfüllen, einfach genügend Dollar drucken könnte.

Jeffrey Gundlach mit heftiger Kritik

Deutliche Kritik kam nun vom Anleiheexperten Jeffrey Gundlach: "MMT ist eine bescheuerte Idee […] sie klingt gut für einen Erstklässler", schimpfte der Gründer und CEO von Doubleline Capital laut "CNBC" am Dienstag in einem Webcast.

Weiter sagte er, die Theorie sei "völliger Unsinn" und werde benutzt, um ein sozialistisches Programm zu rechtfertigen. Die "lächerliche MMT ist eine Art der Geldbeschaffung und könnte zu einem erheblichen Boykott bei langfristigen Bonds führen", warnt Gundlach vor den Folgen einer solchen Finanzpolitik.

Modern Monetary Theory ist umstritten

Die MMT ist unter Experten und Politikern heftig umstritten. Einer der bekanntesten Skeptiker ist dabei US-Notenbankchef Jerome Powell. Während einer Rede vor dem US-Senat im Februar vertrat er die Ansicht, dass die Theorie nicht anwendbar sie. "Ich denke es ist schlichtweg falsch", so das Urteil des US-Notenbankchefs.

Powell trat auch der Ansicht von MMT-Befürwortern entgegen, dass die Fed ein Partner bei den geplanten immensen Staatsausgaben sein, indem sie eine lockere Geldpolitik betreiben würde. Er erinnerte daran, dass es nicht Aufgabe der Fed sei, bestimmte politische Linien zu unterstützen. Stattdessen sei sie den Zielen Beschäftigungsmaximierung und Preisstabilität verpflichtet.

Deutliche Worte fand auch BlackRock-CEO Larry Fink: "Das ist Müll" lautet sein Urteil über die moderne Geldtheorie. In einem Interview sagte er, Defiziten komme eine maßgeblichere Rolle zu, die nicht verkannt werden darf. "Bis wir Defizite als Schaden sehen, werden Defizite zu hoch sein", warnte er vor der Gefahr durch die MMT.

Ein weiterer angesehener Kritiker der Modern Monetary Theory ist der US-amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman. Er sieht darin ein "Rezept für eine sehr hohe Inflation, womöglich sogar eine Hyperinflation". Außerdem warnte Krugman, eine ständig wachsende Geldmenge führe zu einer überproportionalen Verringerung der Nachfrage nach dieser Währung, und damit letztlich zur Zerstörung dieser Währung.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Kovalchuk Oleksandr / Shutterstock.com, Pakhnyushcha / Shutterstock.com

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