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04.04.2019 19:05
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"Coinflict of Interest" checkt Analysten und Experten zum Thema Kryptowährungen

Bitcoin, Ripple & Co.: "Coinflict of Interest" checkt Analysten und Experten zum Thema Kryptowährungen | Nachricht | finanzen.net
Bitcoin, Ripple & Co.
Mit einem neuen Tool sollen in Zukunft Tweets mit Aussagen zu Kryptowährungen sowie deren Verfasser überprüft werden. Damit soll Nutzern geholfen werden, denen es bei so vielen selbsternannten Fachmännern auf diesem Gebiet oftmals schwer fällt den Überblick zu wahren.
Kryptowährungen erfreuen sich heutzutage großer Beliebtheit, um nicht zu sagen es gibt einen regelrechten Hype um Bitcoin und Co. Doch mitsamt neuen Unternehmen und Währungen tauchen auch immer mehr selbsternannte Bitcoin-Experten und Krypto-Analysten auf. Es gestaltet sich daher oft schwierig echte, hilfreiche Meinungen und Tipps aus dem vielen Content, der im Netz kursiert, herauszufiltern.

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Automatisiertes Programm

Hier kann "Coinflict of Interest" helfen meint Luke Childs, Open-Source-Entwickler des Tools. Das Programm ist eine Browser-Erweiterung für Mozilla und Chrome zur Filterung von Tweets auf Twitter. Wie der Name schon sagt, geht es um einen Interessenkonflikt. In diesem Fall um den Interessenkonflikt jener, die sich öffentlich zu Kryptowährungen äußern, denn deren Interessen können eine entscheidende Rolle spielen. Wer beispielsweise selbst in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert, hat auch Interesse daran, die Entwicklung der Cyberdevise in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen.

Das Programm soll daher die Verfasser von Tweets zu Kryptowährungen auf ihre Glaubwürdigkeit überprüfen. Dafür werden bisherige Beiträge der Analysten zu einer bestimmten Kryptowährung überprüft. Wenn jemand schon immer sehr positiv oder auffallend negativ über eine bestimmte Währung schreibt, stuft das Programm diese Person als eher voreingenommen ein. Wenn ein Experte ein Produkt nicht immer nur von einer Seite betrachtet, sondern im Laufe seiner Beiträge seine Meinung auch einmal ändert, wird dies als glaubwürdiger eingestuft. Da die Überprüfung sämtlicher vergangener Aussagen eines "Experten" durch die Nutzer sehr aufwändig wäre, soll hier das Programm durch das automatisierte Überprüfen aller Tweets helfen. Nachdem das Tool installiert ist wird beim Klick auf das Profilbild des Twitter-Nutzers dann ein Diagramm angezeigt, das die Voreingenommenheit des Analysten angibt. Das Programm funktioniert derzeit mit Bitcoin, Ethereum, Ripple und Bitcoin Cash.

Die Zukunft der Krypto-Experten

Ob ein automatisiertes Tool allerdings tatsächlich optimal geeignet ist, um die Glaubwürdigkeit, Voreingenommenheit oder Ehrlichkeit eines Experten oder Analysten zu bewerten ist fraglich. Childs selbst gibt auch zu, dass das Programm durchaus noch verbesserungswürdig sei. Zudem beschränkt sich dieses Tool auf Beiträge von Twitter-Usern. Was außerhalb des Social Networks veröffentlicht wird, kann nicht gefiltert oder bewertet werden. "Coinflict of Interest" sei aber laut Childs bereits "akkurat genug, um Krypto-Enthusiasten bei ihren Entscheidungen zu helfen".

Vielleicht werden solche Tools in Zukunft aber auch überflüssig, wenn sich der Arbeitsmarkt den aktuellen Entwicklungen besser anpasst und mehr Experten rund um Krypto und die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) ausbildet. Die Nachfrage nach sogenannten Blockchain-Experten übersteigt jedenfalls heute schon das Angebot. Viele Unternehmen wollen sich auf dem Gebiet DLT, die zur Dokumentation bestimmter Transaktionen genutzt wird, weiterentwickeln. Es gibt sogar Start-ups, die sich rein auf die Bereiche Krypto und Blockchain spezialisieren. So lange es aber noch ein verhältnismäßig geringes Angebot an Ausbildungsplätzen für diesen Bereich und damit auch wenig ausgebildete Experten gibt, soll "Coinflict of Interest" Nutzer unterstützen.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Photo Spirit / Shutterstock.com, Adrian Today / Shutterstock.com

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