23.05.2022 23:54

Studie enthüllt: Krypto-Mining in China trotz Verbot weiter beliebt

Bitcoin: Studie enthüllt: Krypto-Mining in China trotz Verbot weiter beliebt | Nachricht | finanzen.net
Bitcoin
Folgen
Neue Daten der Universität Cambridge zum Bitcoin-Mining zeigen, dass in China trotz Verbot (wieder) geschürft wird.
Werbung
• USA zementiert Spitzenplatz beim Schürfen des Krypto-Urgesteins
• China erobert bei der Hashrate Platz zwei zurück, aber wie?
• Ausbau der Mining-Aktivitäten: Dezentralisierung und ökologischer Fußabdruck

Eine Studie des Cambridge Centre for Alternative Finance zeigt die weltweite Verteilung des Bitcoin-Minings. Die Rangliste wird mit knapp 37,84 Prozent der Hashrate weiterhin von den USA dominiert. China belegt im Januar 2022 mit 21,11 Prozent jedoch überraschend Platz zwei. Dahinter folgen Kasachstan mit 13,22 Prozent, Kanada mit 6,48 Prozent und Russland mit 4,66 Prozent.

Werbung
Bitcoin und andere Kryptos mit Hebel handeln (long und short)
Bitcoin und andere Kryptowährungen haben zuletzt deutlich korrigiert. Handeln Sie Kryptos wie Bitcoin oder Ethereum mit Hebel bei der Nr. 1 unter Deutschlands CFD-Anbietern und partizipieren Sie an steigenden wie fallenden Notierungen.
Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.

Trotz Verbot hohe Hashrate in China

Nach dem Verbot des Schürfens von Kryptowährungen im Juni 2021 ging die Hashrate in China gegen Null. Bereits im September stieg die Rate jedoch wieder signifikant an. Dies bestätige die Vermutung, dass sich die chinesischen Mining-Aktivitäten nicht nur ins Ausland verlagert hätten, etwa nach Kasachstan, sondern sich auch in China "ein bedeutendes Untergrund-Mining entwickelt" habe, so die Forscher.

Dies könnte auch bedeuten, dass die Mining-Aktivitäten verschleiert über Proxy Server über Deutschland oder Irland betrieben wurden. Die relativ hohe Hashrate für Deutschland von 3,06 Prozent und Irland (1,86 Prozent) im Januar 2022 lasse diesen Schluss zu. Da größere Aktivitäten in beiden Ländern nicht bekannt sind, könnte die Nutzung von VPN- oder Proxy-Diensten sowie umgeleiteten IP-Adressen eine Rolle spielen.

Größere Investoren hätten sich zwar aus China zurückgezogen, es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Miner sich innerhalb des Landes dezentralisiert in kleinen Betriebsgrößen organisiert haben und vermehrt netzunabhängige Elektrizität nutzen. Sie könnten ihren Strom etwa aus Wasserkraftwerken beziehen, an die auch normale Datenzentren angeschlossen sind, um so unter dem Radar der Behörden zu schürfen.

Offensichtlich gehe nun aber ein signifikanter Anteil der Hardware, die in den letzten Monaten im Verborgenen in Betrieb war, wieder ans Netz, sagte Peter Marggraf vom Hosting-Dienst Crypto Supply gegenüber "BTC Echo" und berief sich dabei auf seine chinesischen Partner.

Ausbau der Mining-Aktivitäten in den USA: Dezentralisierung und ökologischer Fußabdruck

Die neue Studie zur geographischen Schürflandschaft hat nicht nur Einblicke in die chinesischen Aktivitäten nach dem Verbot gebracht, sondern auch auf die bestätigte Vorreiterrolle der USA verwiesen. Stellenweise wurde das Verbot des Bitcoin-Minings in China sogar als "Billionen-Dollar Geschenk" für die USA bezeichnet.
Die Daten aus Cambridge zeigen, dass sich das Bitcoin-Mining in den USA vor allem auf die drei Staaten Georgia (30,76 Prozent), Texas (11,22 Prozent) und Kentucky (10,93 Prozent) konzentriert. Wichtige Faktoren hierfür sind der Zugang zu vergleichsweise günstigem Strom, verfügbare Hosting-Kapazitäten und gesetzliche Regelungen. Auch in New York, Kalifornien, North Carolina und Washington sind steigende Mining-Aktivitäten festzustellen.

Kasachstan und Russland sind durch ihre geografische Nähe zu China interessante Player in der Mining-Landschaft: Kasachstan wurde zum Zentrum für Miner, die China nach dem Verbot verlassen haben, so die Studienautoren. Die Hashrate lag im Oktober 2021 bei mehr als 18 Prozent. Allerdings ließen Stromausfälle, eine einwöchige Internetabschaltung sowie gesetzliche Regelungen und Steuererhöhungen den Marktanteil schrumpfen. Russland hingegen würde über ausreichend Energiereserven verfügen, allerdings zeichneten sich schon früh geopolitische Risiken ab. Die russische Zentralbank setzt sich zudem für ein Verbot ein.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: GeniusKp / Shutterstock.com, Igor Batrakov / Shutterstock.com
Werbung

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,0186-0,0081
-0,79
Japanischer Yen138,4510-1,0115
-0,73
Pfundkurs0,8536-0,0053
-0,62
Schweizer Franken0,9893-0,0049
-0,49
Russischer Rubel63,16251,5575
2,53
Bitcoin19976,8061308,8320
1,57
Chinesischer Yuan6,8331-0,0659
-0,95

Heute im Fokus

Ukraine-Krieg im Ticker: US-Börsen legen nach Fed-Protokoll zu -- DAX schließt weit im Plus -- VW-Chef lehnt E-Fuels ab -- S&P reduziert Bonitätsausblick von Uniper -- Just Eat, EVOTEC, AUTO1 im Fokus

US-Währungshüter signalisieren weitere deutliche Zinserhöhungen. Volkswagen setzt Beauftragte für Menschenrechte ein. Apple kündigt neue Funktion zum Schutz vor Hacker-Angriffen an. TotalEnergies trennt sich von Beteiligung an russischem Ölfeld. METRO erneut zuversichtlicher für Geschäftsjahr. Lufthansa-Aktie: Personal übt harsche Kritik am Krisen-Management.
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Umfrage

Was schätzen Sie - wie hoch ist der Volumenanteil an Wertpapieren in ihrem Depot, die Nachhaltigkeitsziele verfolgen bzw. Nachhaltigkeitsmerkmale aufweisen? (Ökologische Nachhaltigkeit, Soziale Nachhaltigkeit und / oder gute Unternehmensführung betreffend)

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln