17.05.2022 23:37

MicroStrategy-Aktie unter Druck: So reagiert CEO Michael Saylor auf den Bitcoin-Einbruch

Große BTC-Position: MicroStrategy-Aktie unter Druck: So reagiert CEO Michael Saylor auf den Bitcoin-Einbruch | Nachricht | finanzen.net
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In der vergangenen Woche ist der Kurs der ältesten Kryptowährung Bitcoin auf den tiefsten Stand seit Ende 2020 gefallen. Auch die Aktie von MicroStrategy wird abgestraft, da das Unternehmen stark auf die Cyberdevise setzt und kürzlich sogar einen mit Bitcoin besicherten Kredit aufgenommen hat. CEO Michael Saylor hält dennoch an seiner Investmentstrategie fest.
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• MicroStrategy mit großem Engagement in Bitcoin
• Kursrücksetzer bei Bitcoin sorgen für Gerüchte über Krypto-Verkäufe
• MicroStrategy-CEO hält weiter an Bitcoin fest

Mit 26.350,49 US-Dollar markierte der Kurs des Bitcoin laut "CoinMarketCap" in der vergangenen Woche den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr. Aktuell notiert die älteste Kryptowährung zwar wieder etwas höher, bewegt sich aber weiterhin unter der Marke von 30.000 US-Dollar (Stand: 16.05.2022). Im Fahrwasser der Cyberdevise rauschte auch die Aktie von MicroStrategy nach unten: Das Papier des Softwareunternehmens verlor an der NASDAQ innerhalb von nur einem Monat rund 54 Prozent an Wert (Stand: Schlusskurs vom 16.05.2022).

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Grund dafür ist die Investmentstrategie des Unternehmens, dessen CEO Michael Saylor ein bekannter Bitcoin-Enthusiast ist. Laut "CNBC" war MicroStrategy im August 2020 die erste etablierte Firma, die digitale Währungen in ihre Bilanz aufnahm. Inzwischen hält das Unternehmen rund 129.218 Bitcoin, die zu einem Durchschnittspreis von 30.700 US-Dollar pro Stück erworben wurden, wie Saylor Anfang April auf Twitter bekanntgab. Insgesamt habe MicroStrategy für seine Bitcoin-Bestände rund 3,97 Milliarden US-Dollar ausgegeben.

Allerdings hatte MicroStrategy offenbar nicht immer ein gutes Händchen beim Erwischen des richtigen Kaufzeitpunkts. So wurden laut dem Tweet Anfang April noch einmal 4.167 Bitcoins zum durchschnittlichen Preis von 45.714 US-Dollar gekauft - einem der höchsten Kursniveaus der Digitalwährung in diesem Jahr. Mit einem Wert von aktuell rund 3,8 Milliarden US-Dollar ist die gesamte Kryptoposition von MicroStrategy dann momentan auch ein knappes Negativgeschäft (Stand: 16.05.2022). Laut "TheStreet" musste das Unternehmen zudem aufgrund des sinkenden Bitcoin-Kurses in seiner Bilanz auch schon Abschreibungen in Höhe von insgesamt 1,1 Milliarden US-Dollar vornehmen, davon unter anderem 170,1 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2022.

Bitcoin-besicherter Kredit löst Sorgen unter Anlegern aus

Besonders besorgt sind MicroStrategy-Anleger laut "Yahoo Finance" allerdings auch aufgrund eines mit Bitcoin besicherten Kredits über 205 Millionen US-Dollar, den die Firmen-Tochter MacroStrategy kürzlich aufgenommen hat - um mit dem Geld weitere Bitcoin zu kaufen. Durch den Preisverfall bei der Cyberdevise sei laut der US-Nachrichtenseite das Gerücht aufgekommen, MicroStrategy habe eine Nachschussforderung erhalten und müsse womöglich Bitcoin verkaufen, um diese zu erfüllen.

Wie "CNBC" berichtet, sagte MicroStrategy-CFO Phong Le bei der Vorstellung der Quartalszahlen allerdings, dass erst eine Nachschussforderung ausgelöst werden dürfte, wenn der Bitcoin-Preis unter 21.000 US-Dollar falle. Und auch CEO Saylor versuchte via Twitter, die Nerven der Anleger zur beschwichtigen und zeigte sich zuversichtlich, dass die Bitcoin-Bestände seines Unternehmens absolut ausreichend seien, um eine mögliches Nachschussaufforderung zu bedienen, ohne dass ein Teil der Bitcoins verkauft werden müsse - selbst bei weiter fallenden Bitcoin-Preisen.

MicroStrategy-CEO bekräftigt seinen Ruf als Bitcoin-Hodler

In einem Tweet legte Saylor dar, dass MicroStrategy für den Kredit Sicherheiten in Höhe von 410 Millionen US-Dollar hinterlegen müsse. Sollten die bereits hinterlegten Bitcoin nicht mehr ausreichen, um diese Summe zu decken, habe man 115.109 weitere, bislang unbelastete Coins der Kryptowährung, die man einbringen könne. Erst wenn der Bitcoin-Preis unter 3.562 US-Dollar falle, würden die Bitcoin-Bestände von MicroStrategy dafür nicht mehr ausreichen. Dann habe man aber noch andere Sicherungsgegenstände, auf die man zurückgreifen könne, so der CEO.

Saylor implizierte damit, dass der Bitcoin-Preis noch sehr, sehr viel tiefer fallen müsste als aktuell, bevor MicroStrategy zu Verkäufen gezwungen wäre. Seinen Tweet beendete er dann auch mit dem Hashtag "#HODL" - ein Meme, das die Einstellung signalisiert, eine Kryptowährung dauerhaft zu halten. Diese Haltung hatte auch schon MicroStrategy-CFO Phong Le bei der bei Vorstellung der Quartalszahlen bekräftig: "Wir sehen unserer Bitcoin-Bestände als langfristige Anlage und wir planen momentan nicht, Bitcoin-Verkäufe durchzuführen", sagte er laut "TheStreet". Bei MicroStrategy scheint man sich also keine großen Sorgen um den fallenden Bitcoin-Kurs zu machen - ob der Preisrückgang womöglich sogar für weitere Zukäufe genutzt wird, dürfte sich spätestens bei der nächsten Quartalsbilanz zeigen.

Redaktion finanzen.net

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