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30.06.2020 22:27

Bitcoin-Analyse: Von verwahrten bis verschwundenen BTC

Blockchain durchforstet: Bitcoin-Analyse: Von verwahrten bis verschwundenen BTC | Nachricht | finanzen.net
Blockchain durchforstet
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Der Erfolg von Krypto-Urgestein Bitcoin basiert in erster Linie auf der Blockchaintechnologie. Das Chainalysis hat die Bitcoin-Blockchain unter die Lupe genommen, eigentlich um Nutzungsmuster zu erkennen - doch möglicherweise fehlen Bitcoin im Milliardenwert.
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• Analyse deckt Zahl verlorener Bitcoin auf
• Profi-Anleger sorgen am meisten für Kursbewegungen
• Die vier beliebtesten Krypto-Börsen halten 40 Prozent

Da die dem Bitcoin zugrundeliegende Technologie - die Blockchain - irreversibel ist und für eine hohe Transparenz sorgt, können alle Schritte nachvollzogen werden. Die auf Blockchain spezialisierte Analysefirma Chainalysis hat sich die Blockchain von Bitcoin nun vorgenommen und einen genauen Blick auf die Verkettungen geworden, um Nutzungsmustern auf den Grund zu gehen. Dabei wurden verschiedene Erkenntnisse ans Tageslicht gefördert.

Wie werden Bitcoin verwendet?

Zu Beginn der Analyse stellte sich Chainalaysis die Frage, wie die Leute ihre digitalen Coins nutzen. Beachtet wurden die bis Juni dieses Jahres geschürften 18,6 Millionen Bitcoin - 2,4 Millionen BTC mussten zu diesem Zeitpunkt noch geschürft werden. Dabei ergab sich eine Dreiteilung:

Bitcoin als Anlage: 11,4 Millionen Bitcoin, also 60 Prozent der Cyber-Münzen, werden von Unternehmen oder Einzelpersonen gehalten. Sie charakterisieren sich dadurch, dass sie ihre Bestände lange halten und nie mehr als 25 Prozent verkauft haben.

Verlorene Bitcoins: Die zweite Gruppierung umfasst 20 Prozent der Bitcoins. Diese haben sich seit fünf Jahren oder länger nicht von ihren Adressen bewegt und werden deshalb von Chainalysis als verloren eingestuft. Demzufolge gelten 3,7 Millionen Bitcoin als nicht auffindbar.

Bitcoinhandel: 3,5 Millionen Bitcoin befinden sich in den Händen von Tradern - 19 Prozent des Bestandes. Diese Coins bewegen sich häufig, hauptsächlich zwischen Börsen hin und her.

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Mehr verlorene als gehandelte Bitcoins

Damit lässt sich sagen, dass sogar mehr Bitcoins für immer verloren gegangen sind als regelmäßig gehandelt werden. Die Summe beläuft sich bei einem Preis pro BTC bei rund 9.200 US-Dollar auf satte 34 Milliarden US-Dollar. Was genau die Hintergründe sind und wie es zu verlorenen Bitcoin kommen konnte, dazu stellte der Blockchain-Spezialist keine Annahmen auf. Vermutet werden kann jedoch, dass des Bitcoins einzigartiger Vorteil - die Irreversibilität - in manchen Fällen gleichzeitig zu einem verheerenden Nachteil werden kann: Transaktionen können bei einem Fehler weder von dem Besitzer selbst noch von Dritten rückgängig gemacht werden - die Transaktionen lassen sich lediglich verfolgen.

Die große Mehrheit des Bitcoin-Bestandes befindet sich aber in den Händen von Langzeitinvestoren, wie es scheint - das könnte die optimistische Meinung einiger Krypto-Fans, die den Bitcoin bereits als digitales Gold ausgerufen haben, bestätigen. Denn Chainalysis interpretiert diesen Umstand folgendermaßen: Dass viele den Bitcoin "als digitales Gold behandeln: ein Vermögenswert, der langfristig gehalten werden muss."

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Mehr Kleinanleger - große Bewegungen aber durch Profianleger

Weiterhin brachte die Analyse hervor, dass schätzungsweise eine Anzahl von Leuten im zweistelligen Millionenbereich Bitcoin besitzt und davon über 5 Millionen Börsenseiten wöchentlich besuchen, schreibt Chainalysis. Diese unterscheiden sich jedoch in Einzeltrader und professionelle Trader. 96 Prozent der Transaktionen würde dabei von ersteren durchgeführt. Kleinere Trader gelten als solche, wenn sie weniger als 10.000 US-Dollar an einer Börse einzahlen. Profi-Kryptotrader dagegen machen "85 Prozent des gesamten USD-Wertes von Bitcoin, der an Börsen geschickt wird", aus, heißt es in der Analyse. Mit ihren Kapazitäten sorgen sie somit auch für große Marktbewegungen. Das sei auch zu spüren gewesen, als der Bitcoinkurs infolge der Corona-Krise zwischenzeitlich einen herben Rücksetzer einstecken musste.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: ppart / Shutterstock.com, Godlikeart / Shutterstock.com
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