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05.08.2019 09:00
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Fed und EZB als Bitcoin-Supporter

Gerd Weger-Kolumne: Fed und EZB als Bitcoin-Supporter | Nachricht | finanzen.net
Krypto-Kolumne
Gerd Weger
Die amerikanische Notenbank senkt zum ersten Mal seit über zehn Jahren die Zinsen. Die EZB denkt über weitere Lockerungen nach. Der Bitcoin wird sich bedanken.
In der großen Finanzkrise 2008 senkte die amerikanische Notenbank Fed wie auch andere Notenbanken weltweit radikal die Zinsen. Seit 2015 wurden diese - viel später, als ursprünglich gedacht - dann wieder sukzessive erhöht. Deswegen ist die Reduzierung der Leitzinsspanne um 0,25 Prozentpunkte auf jetzt 2,0 bis 2,25 Prozent schon als Zäsur oder geldpolitische Vollbremsung zu bezeichnen. Die Aktienbörsen? Reagierten zunächst erleichtert. Das ist aber kurzfristig gedacht. Die weltweiten Tendenzen zur Lockerung der Geldpolitik sind nur ein Zeichen für die Gefahren angesichts einer Abkühlung der Weltwirtschaft und der schwelenden Handelskonflikte. Die Notenbanken haben weltweit ihr Pulver weitgehend verschossen. Erhöht die EZB im September ihre Negativzinsen auf freiwillige Bankeinlagen noch einmal, ist das nur ein weiteres Zeichen der Hilflosigkeit. Und ein Indikator der Crashgefahr für Konjunktur und Aktienbörsen.

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Was hat das mit Bitcoin & Co zu tun? Der Bitcoin wird davon kräftig profitieren. Der Use Case von Bitcoin als Zahlungsmittel bleibt zwar eher etwas für Freaks. Aufgrund des Wertverfalls im vergangenen Jahr geriet aber einer der wesentlichen Use Cases in Vergessenheit: der als Wertaufbewahrungsmittel oder digitales Gold. Das ändert sich mit den Kurssteigerungen seit Jahresanfang, wenngleich die Volatilität und Unberechenbarkeit weiter zu hoch ist. Dazu kommt noch der wichtige Use Case Fluchtwährung. Bisher nutzten dies Menschen in Ländern mit instabilen Währungen wie Simbabwe, Venezuela, Iran oder der Türkei. Durch das erneute Öffnen der Geldschleusen in westlichen Ländern kann der Bitcoin auch für diese Menschen schnell zur Fluchtwährung werden. Er ist nicht beliebig inflationierbar. Im Gegensatz zu Dollar, Euro & Co. Smart Money goes Bitcoin könnte ein weltweiter Megatrend werden.

Gerd Weger schreibt seit 35 Jahren für verschiedene Publikationen Artikel zu Aktien und Derivaten. Dabei ging es meist um spekulative Anlagen in Wachstumsaktien und Optionsscheinen. Seit zwei Jahren liegt der Fokus auf dem Markt für Kryptowährungen. Seit April 2018 führt er ein Krypto-Musterdepot bei coin-stars.de und schreibt dazu regelmäßig einen Artikel in "€uro am Sonntag". Das Musterdepot hat sowohl den Bitcoin wie auch alle Kryptoindizes weit outperformt. Demnächst startet ein Realdepot auf verschiedene Kryptowährungen. Das Musterdepot wird publizistisch begleitet im Magazin "Börse Online" und auf boerse-online.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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