Interesse gestiegen

Forbes-Experte: Bitcoin läuft Gold den Rang ab

24.04.19 23:12 Uhr

Forbes-Experte: Bitcoin läuft Gold den Rang ab | finanzen.net

Das Interesse an Bitcoin ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Forbes-Mitarbeiter Clem Chambers erwartet daher, dass der Goldmarkt in Zukunft einbüßen könnte, sieht dagegen aber eine rosige Zukunft für den Bitcoin.

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Clem Chambers, Forbes-Mitarbeiter, meint, dass der Bitcoin das neue Gold sei. Dies argumentierte er in einem seiner Artikel. Gold sei schon lange eine gute Möglichkeit für eine Geldanlage gewesen. Anleger nutzten den Rohstoff als Absicherung. Der Bitcoin erlangte in den letzten Jahren aber auch immer mehr Interesse der Anleger.

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Zukunft des Kryptomarkts

Nachdem Clem Chambers im letzten Jahr voraussagte, dass es für den Bitcoin-Markt abwärts gehe, meint er nun, dass es wieder bergauf geht. Er erwartet schon bald einen Preis von 6.000 US-Dollar und eine weitere Steigerung bis auf 10.000 US-Dollar. Wenn man sich den Chart vom Bitcoin anschaut, ist zu erkennen, dass der Kurs seit Anfang April wieder steigt. Dies stimmt den Krypto-Markt wieder optimistisch. Zuletzt konnte der Bitcoin über die Marke von 5.500 US-Dollar klettern und liegt aktuell bei 5.546,44 Dollar (Stand: 23.04.19).

Chambers erklärt, dass in China das Interesse an Kryptowährungen gestiegen sei. Vor allem Tether verkaufe sich erstklassig. Der Kryptowährungs-Token habe sich als sehr belastbar erwiesen. Das Geld, das in solche Stable Coins, also Münzen mit einem vergleichbar stabilen Kurs, investiert werde, gebe auch dem Bitcoin Aufwind. Denn Geld, das in Kryptowährungen fließe, stütze bzw. erhöhe grundsätzlich auch den Preis der beliebten Währung. Allerdings benötige der Bitcoin täglich neun Millionen US-Dollar an neuem Geldzufluss, um mit dem neuen Angebot gleichzuziehen und den Preis zu stützen. Dabei sei aber auch zu beachten, dass dieser Betrag geringer sei, wenn Anleger ihre Bitcoin-Bestände hielten. Auch hier wird, wie fast überall, der Preis von Angebot und Nachfrage bestimmt. Chambers zufolge müssten demnach mehr als 3,3 Milliarden US-Dollar in den Bitcoin gepumpt werden, um den Preis weiter steigen zu lassen.

Unterschiede zum Gold

Dieser Betrag klinge beträchtlich, doch das sei er gar nicht, wenn man die Größenordnung moderner Märkte betrachte. Die Gebote am Gold-Markt liegen bei 140 Milliarden US-Dollar und hielten damit den Preis einer Unze bei etwa 1.300 US-Dollar. Der Goldpreis liegt derzeit (Stand: 23.04.19) bei 1.273,60 US-Dollar. Die Emission der beiden Anlagegüter sei prozentual etwa gleich, ein großer Unterschied liege aber in der Marktkapitalisierung. Während diese bei Gold bei 5 Billionen US-Dollar liege, schaffe es der Bitcoin gerade einmal auf 0,09 Billionen US-Dollar.

Gold sei die Anlage, um sich gegen Risiken der Aktienanlagen abzusichern und bei Investoren nach wie vor äußerst beliebt. Wenn man sich das Interesse an Finanznachrichten zu Bitcoin und Gold in den vergangenen Jahren in den USA allerdings anschaue, sehe es so aus als ob das Interesse am Bitcoin zunahm, während das Interesse am Gold etwas abnahm. Wenn man dies auf die weltweite Betrachtung ausweite, sei dieser Trend nicht mehr so klar erkennbar, allerdings müsse man hier bedenken, dass das globale Interesse an Gold durch Länder mit geringer technischer Durchdringung angehoben werde. Dies deute darauf hin, dass Kryptowährungen wie der Bitcoin sich in Zukunft in Sachen Kapital/Risiko Anlagen den ersten Platz mit Gold teilen werden. Experten sehen Kryptowährungen zudem als Absicherung gegen die instabile Geldpolitik heutzutage.

Chambers jedenfalls erklärt den Bitcoin-Winter für beendet und ist sich sicher, dass die Preise weiter steigen. 6.000 US-Dollar seien ein aktuell leicht erreichbares Ziel und die 10.000-Dollar-Marke sei in diesem Jahr ebenfalls machbar.

Redaktion finanzen.net

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