Krisen treiben an

Analyst: Darum könnte der Brexit dem Bitcoin-Kurs wieder Aufschwung verleihen

06.03.19 21:46 Uhr

Analyst: Darum könnte der Brexit dem Bitcoin-Kurs wieder Aufschwung verleihen | finanzen.net

Politische Unsicherheiten treiben den Kurs des Bitcoins immer wieder in neue Höhen, so das Ergebnis einer neuen Studie der DZ Bank. Damit könnte auch der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU für neuen Schwung sorgen.

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Grund zur Hoffnung?

Die nach wie vor beliebteste Kryptowährung wird aktuell bei rund 3.746 US-Dollar gehandelt. Schon seit längerem steckt der Bitcoin in einer Seitwärtsbewegung fest. Die Höhen, die die Kryptowährung im Dezember 2017 erreichte, sind in weite Ferne gerückt. Während der Bitcoin damals beinahe die 20.000-Dollar-Marke knackte, notiert er nun etwa 81 Prozent unter diesem Niveau.

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Geht es nach der DZ Bank, könnte sich das Blatt aber schon bald wenden. Sören Hettler, Analyst der Bank, ist der Meinung, der nahende Brexit könnte den Bitcoin wieder antreiben und zu steigenden Kursen verhelfen. Denn während politischer Unruhen griffen Menschen auf den Coin als eine Art Krisenwährung zurück. So habe der Bitcoin in der Vergangenheit bereits des Öfteren von solchen Unruhen profitiert, fand Hettler in einer Studie heraus. "Offenbar sind Bitcoins immer dann gefragt, wenn es zu politischen Spannungen kommt", erklärte der Analyst.

Politische Krisen treiben an

Bestandteil seiner Untersuchung waren dabei folgende politische Ereignisse: Die Volksabstimmung zum Austritt Großbritanniens aus der EU im Juni 2016 sowie die letzten Präsidentschaftswahlen einerseits in den USA im November 2016 und andererseits jene in Frankreich im Frühjahr 2017. Jeweils zwei Monate nach diesen Krisen soll der Bitcoin um mindestes 30 Prozent höher gestanden haben als einen Monat zuvor, so das Ergebnis der Analyse. Das lässt Hettler darauf schließen, dass auch der bevorstehende Brexit wieder für steigende Kurse bei der Cyberwährung sorgen könnte.

Neben der Untersuchung politischer Krisen, hat sich Hettler auch ökonomische Krisen näher angeschaut. Dabei konnte der Experte allerdings kein Muster feststellen. Sowohl Sorgen um die chinesische Wirtschaft Mitte 2015 und Anfang 2016 als auch Sorgen um die US-Wirtschaft Anfang und Ende 2018 hätten keine direkten Auswirkungen auf den Kurs des Bitcoins gehabt.

"Während bei den ökonomisch bedingten Turbulenzen keine klare Stoßrichtung des Bitcoin-Kurses zu erkennen ist, wurden die politischen Großereignisse von einer jeweils deutlichen Aufwertung der Kryptowährung begleitet", resümierte Hettler.

Nachhaltiger Aufwärtstrend?

Zwar bestehe Grund zur Annahme, dass der Brexit dem Bitcoin zunächst wieder auf die Beine helfen könnte, "den Weg zur allgemeinen Akzeptanz von Kryptowährungen" dürften solche Ereignisse aber wohl nicht ebnen, glaubt der DZ Bank-Analyst. Da der Bitcoin aber nicht direkt mit Aktien oder Anleihen verbunden ist, könnte sich die digitale Devise laut "Handelsblatt" dazu eignen, Risiken abzufedern.

Redaktion finanzen.net

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