Krypto-Beziehungen

Gefangen im Sog: Ethereums Einfluss auf Altcoins - Die Korrelation der Kryptowährungen

20.11.23 06:05 Uhr

Krypto-Beziehungen: Die Korrelation der Kryptowährungen | finanzen.net

Wer sich Kryptowerte ins Portfolio holt, für den ist interessant, inwieweit die Cyberdevisen denselben Bewegungen folgen. Gibt es eine hohe Korrelation, geht der Anleger ein höheres Risiko ein, sollte es am Kryptomarkt abwärts gehen. Binance hat daher untersucht, wie die Kurse der digitalen Währungen im letzten Jahr zusammenhingen.

Werte in diesem Artikel
Devisen

72.937,0152 CHF 7,2199 CHF 0,01%

78.347,6649 EUR 7,9372 EUR 0,01%

68.612,5476 GBP 6,7918 GBP 0,01%

14.188.509,3610 JPY 1.404,4933 JPY 0,01%

90.855,8855 USD 8,9936 USD 0,01%

2.406,9657 CHF 5,2139 CHF 0,22%

2.585,5204 EUR 5,6067 EUR 0,22%

2.264,2556 GBP 4,9048 GBP 0,22%

468.229,3991 JPY 1.014,2684 JPY 0,22%

2.998,2992 USD 6,4949 USD 0,22%

421,6442 CHF 2,6555 CHF 0,63%

452,9228 EUR 2,8535 EUR 0,63%

396,6448 GBP 2,4980 GBP 0,63%

82.022,8658 JPY 516,5745 JPY 0,63%

525,2321 USD 3,3079 USD 0,63%

415,0903 USD 1,7779 USD 0,43%

13,7401 USD 0,0070 USD 0,05%

4,3249 USD -0,0419 USD -0,96%

16,6790 CHF 0,0047 CHF 0,03%

17,9163 EUR 0,0051 EUR 0,03%

15,6901 GBP 0,0044 GBP 0,03%

3.244,5813 JPY 0,9082 JPY 0,03%

20,7766 USD 0,0058 USD 0,03%

0,1606 CHF -0,0009 CHF -0,57%

• Binance untersucht Korrelation von Kryptowährungen 2019
• Ethereum besitzt höchste Korrelationsrate
• Cosmos am wenigsten beeinflusst

Wer sich für den Kryptomarkt interessiert, dem ist sicher schon aufgefallen, dass die Kurse der Cyberdevisen oft denselben Bewegungen folgen. Kommt beispielsweise der Bitcoin unter Druck leiden darunter meist auch die anderen Altcoins. Es scheint also eine Korrelation der verschiedenen digitalen Währungen zu geben. Wie genau die aussieht, das hat die Kryptobörse Binance in ihrem jährlichen Bericht zur Korrelation von Cyberdevisen analysiert. Hintergrund ist, dass Anleger, die sich Kryptowährung ins Depot holen sich mit ihrer Auswahl von digitalen Coins natürlich gegen etwaige Verluste absichern möchten und Internetwährungen wählen, die nicht zwangsläufig immer gleichzeitig die gleiche Richtung einschlagen.

So misst sich die Korrelation

"Korrelation misst statistisch die Stärke einer linearen Beziehung zwischen zwei relativen Bewegungen von zwei Variablen und reicht von -1 bis +1", definiert Binance die zu ermittelnde Größe. Dabei wird davon ausgegangen, dass bei einem Wert von über +0,5 eine positive Korrelation herrscht, das bedeutet beide Kryptowährungen bewegen sich in die gleiche Richtung, teilen aus diesem Grund auch dieselben Risiken. Liegt der ermittelte Wert bei unter -0,5 spricht man von einer negativen Korrelation: die beiden Werte bewegen sich in entgegengesetzte Richtungen. Bei einem Wert nahe Null gibt es keine Korrelation, also keine lineare Beziehung der beiden Variablen.

Ethereum an der Spitze der Krypto-Korrelationen

Wie aus der Analyse der 20 an ihrer Marktkapitalisierung gemessenen größten Kryptowährungen hervorgeht, variiert das durchschnittliche Korrelationsspektrum in 2019 zwischen 0,31 und 0,69. Alle digitalen Devisen stehen also in einer positiven Beziehung zueinander. Interessant ist zu sehen, dass nicht etwa Bitcoin am meisten mit den anderen Kryptoassets korreliert, sondern Ethereum an der Spitze steht. Am schwächsten ausgeprägt ist die Verbindung von Cosmos zu anderen Cyberwährungen. Darüber hinaus fand Binance heraus, dass der Bitcoin neben Ethereum am meisten mit Bitcoin Cash und Monero korreliert.

Weitere Ergebnisse

Durch die Analyse der Korrelationen aller Quartale 2019 stellt Binance die Vermutung auf, dass die Beziehung der Kryptowerte zueinander stärker wird, wenn sich der Gesamtmarkt in die entgegengesetzte Richtung bewegt. Bewegt sich der Markt jedoch auf- oder seitwärts, korrelieren die Cyberdevisen weniger stark miteinander. Hier bedarf es nach Aussage der Kryptobörse jedoch noch weiterer Forschung, um diese Annahme zu untermauern. Darüber hinaus stellte die Analyse fest, dass "programmierbare" Blockchain-Währungen wie Neo, Ether und EOS stärker miteinander korrelieren als "Proof-of-Work"-Coins (Bitcoin, Monero etc.). Generell weist Binance darauf hin, dass es sich bei den ermittelten Daten nur um ein grobes Abbild der Korrelationen handelt. Wie sich die Beziehungen weiterhin entwickeln, bleibt abzuwarten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Wit Olszewski / Shutterstock.com, Lightboxx / Shutterstock.com