finanzen.net
14.03.2019 21:31
Bewerten
(0)

"Geduldige" Fed: US-Dollar könnte trotzdem weiter klettern

Trotz Trump-Kritik: "Geduldige" Fed: US-Dollar könnte trotzdem weiter klettern | Nachricht | finanzen.net
Trotz Trump-Kritik
DRUCKEN
US-Präsident Trump hat die staatseigene Notenbank nun schon öfter öffentlich für ihre Geldpolitik kritisiert. Doch selbst wenn die Fed keine weitere Leitzinsanhebung beschließen sollte, könnte der US-Dollar in diesem Jahr weiter zulegen.
Dass Donald Trump kein Freund eines starken Dollar ist, hat er hinlänglich deutlich gemacht. Für ihn bedeutet ein starker Greenback, dass US-Konzerne im internationalen Wettbewerb benachteiligt sind, weil ihre Produkte dadurch relativ teurer sind. Außerdem sieht er darin eine der wesentlichen Ursachen für das enorme US-Handelsbilanzdefizit.
Anzeige
Jetzt Devisen mit bis zu Hebel 30 handeln
Handeln Sie mit Devisen mit hohem Hebel und kleinen Spreads. Mit nur 100,00 € können Sie von der Wirkung von 3.000 Euro Kapital profitieren!
80,6% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Vor diesem Hintergrund hat er sich auch nicht gescheut, die Fed in beispielloser Weise unter Druck zu setzen. Unter anderem beschimpfte er sie als "verrückt" und "lächerlich", während sie im vergangenen Jahr die Zinsen vier Mal erhöht hat. Zuletzt wurden die Leitzinsen im Dezember 2018 um 25 Basispunkte auf ihr derzeitiges Niveau von 2,25 bis 2,50 Prozent angehoben.

Starker Dollar

Angesichts der verhaltenen Inflationsentwicklung in den USA, der Schwäche der globalen Wirtschaft sowie der Unsicherheit an den Finanzmärkten haben die Währungshüter zum Jahreswechsel einen geldpolitischen Kurswechsel vollzogen und wollen bei künftigen Zinsanpassungen "geduldig" vorgehen. Diese Entscheidung habe aber nichts mit Trump zu tun, betonte Fed-Chef Jerome Powell und unterstrich wiederholt die Unabhängigkeit der US-Notenbank.

Doch obwohl die Fed inzwischen zunächst auf weitere Leitzinserhöhungen verzichtet hat und auch für die nächste Zeit Zurückhaltung signalisiert, hat der US-Dollar an Stärke hinzugewonnen. So hat der Dollar-Index, der die Entwicklung des US-Dollar im Vergleich zu sechs anderen wichtigen Währungen abbildet, im Jahr 2019 bereits mehr als ein Prozent zugelegt. Diese Entwicklung ist überraschend, denn nachdem die U.S. Federal Reserve Bank (Fed) im Januar ein langsameres Zinserhöhungstempo angekündigt hatte, war die Mehrheit der Analysten davon ausgegangen, dass sich der US-Dollar abschwächen dürfte.

Schwache Wirtschaftsdaten

Dass die US-Währung trotz der Zurückhaltung der Fed weiterhin so stark bleibt, dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die kurzfristigen Wirtschaftsaussichten der USA trotz allem weniger schlecht sind als die anderer Länder.

Fast weltweit - von China bis Europa - fielen zahlreiche Konjunkturdaten zuletzt schlecht aus und lösten Sorgen hinsichtlich einer Wachstumsschwäche aus. Aber in den USA wuchs die Wirtschaft im vierten Quartal immer noch um solide 2,6 Prozent.

Auch Peter Ng verweist darauf, dass der Dollar weiterhin stark nachgefragt wird, weil Anleger auf der Suche nach einem sicheren Hafen für ihr Geld sind. "Die globale Abkühlung trifft jeden und im Moment scheint es keine guten Alternativen zum Dollar zu geben", zitiert der US-Sender "CNBC" den Devisenhändler der Silicon Valley Bank.

Zinsdifferenz

Angesichts der relativen Stärke der US-Wirtschaft - zumindest im Vergleich zum Rest der Welt - sind auch die Zinsen in den USA vergleichsweise hoch und sorgen dafür, dass sich Anleger dem Dollar zuwenden.

So belief sich beispielsweise die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen zu Beginn der Woche auf 2,47 Prozent. Dagegen lagen vergleichbare Staatspapiere aus Deutschland oder Japan im negativen Bereich. Da ist es kein Wunder, dass sich Anleger in den Dollar flüchten.

US-Präsident Donald Trump dürfte also weiterhin mit dem starken Dollar hadern. Allerdings haben die jüngsten Entwicklungen gezeigt, dass die Kursentwicklung des Greenback nicht allein und ausschließlich von der US-Notenbank abhängt.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: kirill_makarov / Shutterstock.com, Powerphotos / Shutterstock.com

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1296-0,0001
-0,01
Japanischer Yen124,32000,0550
0,04
Pfundkurs0,85590,0007
0,08
Schweizer Franken1,12310,0004
0,03
Russischer Rubel72,9200-0,1085
-0,15
Bitcoin3531,7700-4,9399
-0,14
Chinesischer Yuan7,6013-0,0194
-0,25

Heute im Fokus

DAX geht tiefrot ins Wochenende -- US-Börsen schließen deutlich im Minus -- Commerzbank-Chef liebäugelt mit Fusion -- Chaos-Brexit vorerst abgewendet -- Nike, Ströer, Uber, Dürr, Hapag im Fokus

Allianz bietet auf Versicherungs-Sparten von BBVA. Nokia-Warnung vor Problemen bei Alcatel-Zukauf sorgen Anleger. ProSiebenSat.1-Aktie vor Mehrjahrestief. Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erstmals seit Herbst 2016 wieder negativ. Neuer Videodienst von Apple erwartet. RWE und E.ON im Aufwind.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Nun ist es bestätigt: Deutsche Bank und Commerzbank loten offiziell eine Fusion aus. Glauben Sie, dass es tatsächlich dazu kommen wird?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Apple Inc.865985
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
BayerBAY001
Amazon906866
Allianz840400
BMW AG519000
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
CommerzbankCBK100
Aurora Cannabis IncA12GS7
Deutsche Telekom AG555750