23.10.2017 17:30

Steuern: Lohnt es sich, sein Depot in eine GmbH einzubringen?

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€uro am Sonntag
von Markus Hinterberger, €uro am Sonntag

Firmen, die Aktien besitzen, müssen auf die ­Gewinne oft keine Steuern zahlen. Ist es auch für ­Privatanleger sinnvoll, eine GmbH zu gründen?


€uro am Sonntag: Der Gedanke, sein Depot in eine GmbH einzubringen und nur noch 15 Prozent Körperschaftsteuer und unter Umständen Gewerbesteuer zu zahlen, klingt verlockend, eine vermögensverwaltende GmbH lohnt sich aber nur für wenige Anleger. "Bei Vermögen von weniger als einer Million Euro sind die Kosten, um die Gesellschaft einzurichten und zu verwalten, im Verhältnis zu hoch", sagt Tom Offerhaus, Rechtsanwalt und Partner bei der Steuerberatungsgesellschaft WTS. Konkret würden, so Offerhaus, etwa 5000 bis 10 000 Euro für die Gründung und jährlich etwa der gleiche Betrag anfallen, um die GmbH zu verwalten.


Doch auch mit der Steuerfreiheit ist es nicht mehr so weit her: "Inzwischen sind bei einer vermögensverwaltenden GmbH nur noch Gewinne aus dem Verkauf von Aktien in allen Fällen nahezu steuerfrei. "Damit auch Dividenden körperschaftsteuerfrei sind, muss die GmbH mindestens zehn Prozent der Aktien des Unternehmens besitzen", erklärt Offerhaus. Auf alle anderen Erträge fallen Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer an, sodass die GmbH eine ähnlich hohe Steuerlast wie ein Privatanleger hat.

Bis 2013 war es mit sogenannten Cash-GmbHs möglich, privates Vermögen in eine Gesellschaft einzubringen und diese anschließend zu verschenken oder zu vererben. Führte der neue Besitzer das Unternehmen sieben Jahre fort, musste er keine Steuern auf den Erwerb zahlen. Das ist nun passé. Eine GmbH eignet sich aber, Familienmitglieder schrittweise am Vermögen zu beteiligen. Überschreitet der Wert der übertragenen Anteile aber die jeweiligen Freibeträge (Ehegatten: 500 000 Euro, Kinder: 400 000 Euro, Enkel 100 000 Euro), werden Steuern fällig.
Bildquellen: gopixa / Shutterstock.com, MichaelJayBerlin / Shutterstock.com
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