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06.12.2018 06:29
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Ein Kontowechsel kann sich lohnen

Girokonto kündigen: Ein Kontowechsel kann sich lohnen | Nachricht | finanzen.net
Girokonto kündigen
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Schon über einen Kontowechsel nachgedacht? Vielleicht eine schon längst überfällige Entscheidung? Das Angebot ist riesig und es lässt sich oft viel Geld sparen. Einige Dinge gibt es aber zu beachten.
Die meisten Formalitäten werden bei einem Kontowechsel von der Bank direkt erledigt, doch auf ein paar Dinge sollte man selbst achten. Wenn sich der Kunde schon für eine neue Bank entschieden hat, muss er darauf achten, dass alle Zahlungsaufträge seines bisherigen Kontos rechtzeitig auf sein neues Konto umgestellt werden. Dabei sollte man auf alle Einzugsermächtigungen (Telefonrechnung, Fitnessstudio etc.) und Daueraufträge (z.B.Miete) Rücksicht nehmen. Außerdem sollte der Kontoinhaber seine neuen Kontodaten an den Arbeitgeber sowie alle anderen Personen und Organisationen, von denen man regelmäßig Geld auf sein Konto überwiesen bekommt, weiterleiten. Anzuraten ist, das alte und neue Konto eine Zeit lang parallel zu führen, um möglicherweise auftretende Falschbuchungen und Missverständnisse leichter beheben zu können.

Der direkte Vergleich von großen und kleinen Banken zeigt auf, dass sich ein Kontowechsel fast immer lohnen kann. Die Konditionen in Hinblick auf Zinsen, Gebühren und Geldautomatendichte sind allerdings sehr verschieden und können die Auswahl einer Bank beeinflussen.

Gute Gründe für den Wechsel

Ein Kontowechsel kann sich finanziell auszahlen, wenn der Nutzer ein geregeltes Einkommen hat und somit auch ein neues Konto aktiv nutzt. Bei Kontoneueröffnungen lassen sich teilweise attraktive Prämien von über 100 Euro kassieren. Kontoführungsgebühren sind heutzutage nicht mehr so leicht zu umgehen. Viele Direktbanken bieten kostenlose Girokonten ohne Mindesteinlage an, dabei sind oft Kreditkarten und beleglose Buchungen gratis. Sollte der Service der Grund für die Kontokündigung sein, sollte man eine neue Bank wählen, die einen guten Eindruck vermittelt und deren Konditionen den eigenen Kriterien entsprechen. Oft ist der Grund für den Kontowechsel eine zu geringe Verfügbarkeit von Geldautomaten. Viele deutsche Kreditinstitute gehören zu einem der 4 großen Bankenverbünde, so dass man auch an fremden Geldautomaten kostenlos Bargeld abheben kann. Alternativ geben manche große Direktbanken eine kostenlose Kreditkarte aus, mit der die Kunden an fast allen Automaten in Deutschland kostenfrei Geld erhalten. Wenn Benutzer ihr Konto häufig überziehen, kennen sie auch das Problem mit hohen Dispozinsen, hier lohnt sich ein Blick auf den Dispozins-Vergleich. Banken mit knapp unter 6% Dispozins sind schnell ausfindig zu machen.

Kündigung ohne Angabe von Gründen

Eine Konto-Auflösung ist jederzeit und ohne Angaben von Gründen möglich. Ein formloses Kündigungsschreiben genügt, wenn es sich um ein Giro- oder Tagesgeldkonto handelt. Die Kündigung eines Festgeldkontos ist an klar definierte Laufzeiten geknüpft, diese können unter Umständen noch mehrere Jahre betragen. Banken bieten in der Regel einen Kündigungsservice an, welcher die notwendigen Formulare über das Online Banking-Menu zur Verfügung stellt.
Entscheidend beim Kontowechsel ist eine genaue Vorgehensweise. Ansonsten riskieren Wechselwillige eine unnötige Übergangsphase ohne geschäftsfähiges Konto.

Wenige Banken ohne Gebühren

Angesichts der schlechten Zinslage bleibt vielen Banken nichts übrig, als die Kosten und Gebühren für Tagesgeldkonten zu erhöhen. Selbst bei Standardleistungen wird teilweise schon kräftig abkassiert. Die Banken verweisen in diesem Zusammenhang immer auf die Nullzins-Politik der EZB. Noch gibt es aber eine Reihe von Girokonten ohne Gebühren, wie diverse Vergleichsrechner zeigen. Oft handelt es sich dabei um Direktbanken, die kein eigenes Filialnetz unterhalten. Aber auch Geldhäuser, die Filialen anbieten, haben aktuell noch kostenlose Girokonten im Angebot.

Die richtige Bank finden

Eine Bank zu finden, die den eigenen Ansprüchen umfassend gerecht wird, ist stark von den persönlichen Bedürfnissen abhängig. In einer klassischen Filialbank erhält man eine ausgiebige persönliche Beratung. Wenn aber die Kontoführung online kein Problem ist, kann man auch eine Direktbank wählen. Bei einer Direktbank kann der Kunde einiges an Gebühren sparen, dabei kann der Girokonten-Vergleich im Internet auch weiterhelfen.

Fazit

Die Bank zu wechseln oder das Girokonto zu kündigen kann ein umfangreicher Prozess werden, für den man etwas Geduld mitbringen muss. Vor der Kündigung müssen alle Lastschrift- und Daueraufträge umgebucht werden. Das bestehende Konto sollte erst dann gekündigt werden, wenn alle Buchungen über das neue Konto fließen. Auf alle Fälle solle man sich aber eine Bestätigung der Auflösung als Nachweis aufbewahren. Dann kann bei einem Kontowechsel nichts mehr schiefgehen.

Redaktion finanzen.net
Bildquellen: Sparkassenverband, videnko / Shutterstock.com, Lisa S. / Shutterstock.com
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