MÄRKTE USA/Iran-Krieg holt Wall Street ein - Öl zieht weiter an

03.03.26 22:20 Uhr

DOW JONES--Nachdem die US-Börsen am Vortag noch kaum auf den neuen Krieg im Iran reagierten hatten, hat der weitere Kreise ziehende Konflikt Wall Street am Dienstag eingeholt. Zunehmend machte sich Nervosität breit, was auch an den steigenden Volatilitätsindizes erkennbar wurde. Zur Kriegs- hat sich nun Inflationsangst gesellt. Denn die Ölpreise setzten ihren rasanten Anstieg fort, wenngleich sie von den Tageshochs zurückkamen. Für etwas Entspannung sorgten Aussagen von US-Präsident Donald Trump, laut denen die US-Marine bei Bedarf damit beginnen werde, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren.

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Der Dow-Jones-Index verlor 0,8 Prozent auf 48.501 Punkte. Der S&P-500 gab 0,9 Prozent auf 6.816 nach, der Nasdaq-Composite fiel um 1 Prozent. An der Nyse wurden 628 (Montag: 1.561) Kursgewinner gesehen, denen 2.143 (1.201) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 44 (69) Titel.

Der Iran hat gedroht, Energieinfrastruktur zu zerstören und Schiffe "zu verbrennen", die die Straße von Hormus passieren - ein wichtiger Transportweg für Öl. Anleger fürchten, dass steigende Ölpreise die Inflation in die Höhe treiben und die US-Notenbank längere Zeit davon abhalten werden, ihre Geldpolitik zu lockern. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um mehr als 4 Prozent an.

Die zunehmenden Inflationsgefahren und daraus resultierenden schwindenden Zinssenkungshoffnungen ließen am US-Anleihemarkt die Renditen weiter steigen. Die Rendite zehnjähriger Titel legte um 1 Basispunkt auf 4,06 Prozent zu. Am frühen Montag stand die Zehnjahresrendite noch unter 4 Prozent.

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Der Dollar profitierte von seinem Ruf als Fluchtwährung und wertete weiter auf. Mit dem Dollarindex ging es um 0,7 Prozent nach oben. Der Euro wertete auf 1,1617 Dollar ab. Gold gab anfängliche Gewinne ab. Der Preis für die Feinunze sackte um 4,2 Prozent ab. Hier dürfte der festere Dollar bzw. die nachlassende Zinssenkungsfantasie belastet haben.

Wichtige US-Konjunkturdaten wurden am Dienstag nicht veröffentlicht. Unternehmensnachrichten waren ebenfalls rar. Die steigenden Öl- und Gaspreise weckten neben Inflations- auch Konjunktursorgen und somit die Befürchtung einer geringeren Nachfrage. Exxon Mobil verloren 1,5 Prozent.

Bei den am Vortag stark gefragten Rüstungsaktien wurden Gewinne mitgenommen. RTX verbilligten sich um 2,7 und Northrop Grumman um 1,1 Prozent. Die Aktien von Fluggesellschaften konnten sich stabilisieren. American Airlines fielen um weitere 0,5 Prozent, United Airlines um 0,6 Prozent, während Delta Air Lines sogar 0,5 Prozent fester schlossen. Die Aktie des Kreuzfahrtveranstalters Carnival gab um 2,1 Prozent nach.

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Die Bilanzsaison in den USA ist schon fast beendet. Als einer der Nachzügler legte Target Geschäftszahlen für das vierte Quartal vor, die besser ausfielen als angenommen. Die Aktie des Einzelhändlers stieg um 6,7 Prozent.

INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 48.501,27 -0,8 -403,51 48.904,78

S&P-500 6.816,63 -0,9 -64,99 6.881,62

NASDAQ Comp 22.516,69 -1,0 -232,17 22.748,86

NASDAQ 100 24.720,08 -1,1 -272,52 24.992,60

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,50 +0,02 3,60 3,47

5 Jahre 3,64 +0,02 3,72 3,60

10 Jahre 4,06 +0,01 4,12 4,03

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:20 Uhr

EUR/USD 1,1613 -0,6 -0,0074 1,1687 1,1674

EUR/JPY 183,12 -0,4 -0,8000 183,92 184,1100

EUR/CHF 0,9073 -0,4 -0,0035 0,9108 0,9114

EUR/GBP 0,8692 -0,3 -0,0025 0,8717 0,8737

USD/JPY 157,65 +0,2 0,3100 157,34 157,7000

GBP/USD 1,3357 -0,4 -0,0048 1,3405 1,3361

USD/CNY 6,8996 +0,3 0,0175 6,8821 6,8821

USD/CNH 6,9183 +0,3 0,0181 6,9002 6,9117

AUS/USD 0,704 -0,7 -0,0051 0,7091 0,7059

Bitcoin/USD 68.030,84 -2,0 -1.400,09 69.430,93 69.554,83

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 74,66 +4,8 3,43 71,23

Brent/ICE 81,11 +4,3 3,37 77,74

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 5.103,28 -4,2 -223,54 5.326,82

Silber 82,54 -7,7 -6,89 89,44

Platin 2.092,50 -9,1 -210,40 2.302,90

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones

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(END) Dow Jones Newswires

March 03, 2026 16:21 ET (21:21 GMT)

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