Wettbewerbsfähigkeit

NASDAQ-Werte Tesla & Co. - Goldman Sachs über EVs: So dürften fallende Batteriepreise die Verkäufe von Elektroautos ankurbeln

30.11.23 22:21 Uhr

NASDAQ-Werte Tesla & Co. - Goldman Sachs über EVs: So dürften fallende Batteriepreise die Verkäufe von Elektroautos ankurbeln | finanzen.net

Die Analysten von Goldman Sachs Research gehen davon aus, dass sich die fallenden Batteriepreise erheblich auf die Wettbewerbsfähigkeit von Elektroautos auswirken könnte.

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• Günstige Batteriemetalle senken Batteriepreise
• Goldman Sachs-Analysten rechnen mit größerer Akzeptanz von EVs unter Verbrauchern und Wachstumschancen für den Gesamtmarkt
• Chinesischer Markt in puncto Wettbewerbsfähigkeit derzeit an der Spitze

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Batteriepreise fallen schneller als erwartet

Wie die US-Bank Goldman Sachs in einem Beitrag erklärt, fallen die Preise für Elektroautobatterien schneller als zunächst erwartet wurde. Noch vor nicht zu langer Zeit wurde allgemein erwartet, dass steigende Nachfrage und Komponentenknappheit Befürchtungen auslösten, dass die "Greenflation" die Preise für die in Elektrofahrzeugen verwendeten Batterien in die Höhe treiben würde. Durch fallende Preise von Batteriemetallen lassen diese Befürchtungen mittlerweile jedoch nach. Goldman Sachs Research geht nun davon aus, dass die Batteriepreise bis 2025 auf 99 US-Dollar pro Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität sinken werden. Dies bedeutet einen Rückgang um 40 Prozent gegenüber 2022. Zuvor lag die Prognose bei einem Rückgang von 33 Prozent. Die Analysten der US-Bank gehen davon aus, dass fast die Hälfte des Rückgangs auf sinkende Preise für EV-Rohstoffe wie Lithium, Nickel und Kobalt zurückzuführen sein wird. Nikhil Bhandari, Co-Leiter der Asia-Pacific Natural Resources and Clean Energy Research von Goldman Sachs Research, schreibt, man erwarte nun, dass die Preise für Batteriepacks von 2023 bis 2030 um durchschnittlich elf Prozent pro Jahr sinken werden - das impliziert vielversprechende Aussichten für den Elektrofahrzeugmarkt.

EVs könnten gegenüber Verbrennern schneller konkurrenzfähiger werden

Aufgrund des rückläufigen Batteriepreises geht Goldman Sachs Research nun davon aus, dass Elektrofahrzeuge voraussichtlich bis zur Mitte dieses Jahrzehnts ohne staatliche Subventionen auf Gesamtbetriebskostenbasis mit konventionellen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor wettbewerbsfähig werden könnten. "Die Senkung der Batteriekosten könnte zu wettbewerbsfähigeren Preisen für Elektrofahrzeuge, einer größeren Akzeptanz bei den Verbrauchern und einem weiteren Wachstum der gesamten adressierbaren Märkte für Elektrofahrzeuge und Batterien führen", erklärt Bhandari.

Ursprünglich wurde der Elektrofahrzeugmarkt weltweit durch umfassende regulatorische Unterstützung vorangetrieben. Allerdings zeigt sich nun ein Rückgang der globalen Marktdurchdringung von Elektrofahrzeugen, der möglicherweise auf die Reduzierung von Subventionen durch Regierungen in Europa und China zurückzuführen ist. Dennoch erwarten die Analysten, dass der Markt für Elektrofahrzeuge mit sinkenden Batteriepreisen in eine neue Phase übergeht, die stärker von der Akzeptanz durch die Verbraucher als von der Großzügigkeit der Regierung beeinflusst werden wird. Die Basisschätzung der Analysten für die weltweite Verbreitung von Elektrofahrzeugen steigt von nur zwei Prozent im Jahr 2020 auf 17 Prozent im Jahr 2025 und auf 35 Prozent respektive 63 Prozent im Jahr 2030 beziehungsweise 2040. Das Szenario der "Hyper-Akzeptanz" geht jedoch davon aus, dass Elektrofahrzeuge bis 2025 sogar 21 Prozent bis 2030 47 Prozent und bis 2040 sogar 86 Prozent des gesamten weltweiten Fahrzeugabsatzes ausmachen werden.

Außerdem führen die Goldman Sachs-Analysten die Prognose eines schnelleren Rückgangs der Batteriepreise auf neue Batterietechnologien zurück. Der Bericht hebt einige Innovationen bei Elektrofahrzeugbatterien hervor, die möglicherweise noch in diesem Jahrzehnt auf den Markt kommen und entlang der Wertschöpfungskette der Batterien "Stärkefelder" schaffen könnten. Dazu gehören innovative Anodenmaterialien, die Silizium verwenden und entweder Graphit ersetzen oder mit diesem gemischt werden, um die Energiedichte zu verbessern. Bhandari betont auch neuartige Batteriestrukturen, wie zum Beispiel solche, die die Größe einzelner Batteriezellen erhöhen (große zylindrische Batterien). Dies würde zu einer Vereinfachung des Herstellungsprozesses der Batteriepacks führen und "erhebliche Einsparungen bei Arbeitskosten und Maschinenzeit" ermöglichen.

Chinesischer Markt führt

Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, ist der chinesische Markt derzeit führend auf dem Gebiet der Wettbewerbsfähigkeit. So können die Elektrofahrzeuge im Reich der Mitte im Vergleich zu Verbrennern auf seinem lokalen Markt preislich besser mithalten als in Europa und den USA. Der Verkauf von Elektrofahrzeugen in China wird derzeit von einheimischen Herstellern subventioniert, die ihre Elektroautos mit Verlust verkaufen. Goldman Sachs Research geht jedoch davon aus, dass sich dies voraussichtlich in der Mitte des Jahrzehnts ändern wird. Dies wird durch den erwarteten Rückgang der Batteriepreise und den Anstieg der Verkaufsmengen von Elektrofahrzeugen erreicht, was zu einer erheblichen Senkung der Elektrofahrzeugkosten führen soll. Zudem haben Autohersteller in den USA und Europa ihren Fokus bisher auf größere und luxuriösere Elektromodelle gelegt, während chinesische Verbraucher mehr preisgünstige Optionen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung haben.

"Wir glauben, dass der Elektrofahrzeugmarkt in China einer verbraucherorientierten Einführungsphase von Elektrofahrzeugen am nächsten kommen könnte", so Bhandari.

Redaktion finanzen.net

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