finanzen.net
09.11.2019 08:30
Bewerten
(0)

Hebelpapiere: Der Zickzackfaktor

Euro am Sonntag-Zerti-1x1: Hebelpapiere: Der Zickzackfaktor | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Zerti-1x1
Mit Faktorzertifikaten können Anleger auf steigende Märkte setzen. In volatilen Börsenphasen eignen sich aber Knock-out-Papiere besser.
€uro am Sonntag
von Gian Hessami, Euro am Sonntag

Das Brexitdrama und kein Ende. Für kurzfristig orientierte Trader könnte es eine Spekulation wert sein.

Eine Verschiebung des Brexit bis Ende Januar würde das Thema an der Börse zunächst einmal verschwinden lassen. "Diese Nachricht könnte kurzfristig die Aktienkurse befeuern, auch wenn damit keine Probleme gelöst würden", so ­Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst beim Broker CMC Markets. So wäre das Risiko eines No-Deal-­Brexit erst einmal nicht akut.

Offensive Anleger können mit Long-Faktorzertifikaten auf dieses Szenario setzen und ge­hebelt von Kurssprüngen des Euro Stoxx 50 profitieren. Zum Beispiel mit dem Papier (ISIN: DE 000 SFK 739 4) der Société Générale, das einen Hebel (Faktor) von fünf hat. Steigt der europäische Leitindex um ein Prozent, legt das Faktorzertifikat um fünf Prozent zu. Der Hebel wirkt aber auch umgekehrt: Verliert der Index ein Prozent, büßt das Zertifikat fünf Prozent ein.

Wichtig zu wissen: Obwohl Faktorzertifikate keine Laufzeitbegrenzung haben, eignen sie sich nicht für langfristige Invest­ments. Dies gilt vor allem für volatile Seitwärtsmärkte, also für sogenannte Zickzackbörsen. Schuld daran sind die Tücken der Prozentrechnung.

Zertifikat holt langsamer auf


Um den Hebel konstant zu halten, wird dieser an jedem Handelstag anhand des Schlusskurses des Basiswerts vom Vortag neu justiert. Ein Beispiel: Ein Long-Zertifikat mit dem Faktor zehn bezieht sich auf eine Aktie, die bei 100 Euro notiert. Das Zertifikat startet mit einem Kurs von zehn Euro. Am ersten Handelstag verliert die Aktie ein Prozent und steht bei 99 Euro. Das Faktorzertifikat verliert zugleich zehn Prozent und notiert bei neun Euro. Steigt tags darauf die Aktie um 1,01 Prozent, steht sie wieder bei 100 Euro. Das Faktorzertifikat dagegen steigt um 10,1 Prozent von neun auf 9,91 Euro. So gerät das Investment in die roten Zahlen, obwohl der Basiswert seinen Verlust wieder aufgeholt hat.

Je länger das Auf und Ab, desto ungünstiger ist die Wert­entwicklung für die Anleger. Faktorzertifikate eignen sich somit nur für Phasen mit einem klaren Trend. In schwankenden Märkten sind Knock-out-Scheine die bessere Wahl. Ihre Entwicklung läuft im Gleichklang zum Basiswert. Sie vollziehen die Bewegung des Basiswerts eins zu eins nach. So können in Seitwärtsbörsen keine Verluste entstehen. Nachteil: Berührt der Basiswert die K.-o.-Schwelle, ist der volle Kapitaleinsatz weg.

Mit dem Call-K.-o.-Schein (DE 000 CU6 B8U 2) der Commerzbank setzen Anleger auf den steigenden Euro Stoxx 50. Das Papier hat einen Hebel von fünf und läuft bis Dezember 2019. Der Hebel wirkt auch hier in beide Richtungen. Das K.-o.-Level liegt bei 2.875 Punkten.







_________________________

Bildquellen: Andrey_Popov / Shutterstock.com, ollyy / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX verliert am Montag -- US-Börsen nach vorsichtigem Handel uneinheitlich -- Wirecard-Aktie mit Erholung -- TeamViewer bestätigt Prognose -- HeidelbergCement, Telekom, Rheinmetall im Fokus

Brexit oder sozialistische Labour-Pläne? Johnson ist 'kleineres Übel'. Finanzinvestor KKR will wohl US-Pharmahändler Walgreens kaufen. Lufthansa ändert anscheinend Bedingungen beim Vielfliegerprogramm. Mobilfunker wollen weiße Flecken gemeinsam angehen - 1&1 Drillisch- und Telefonica Deutschland-Aktie höher. Talanx erwartet 2020 noch keinen Milliardengewinn.
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Die Spitzen der Großen Koalition haben sich auf einen Grundrenten-Kompromiss verständigt. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Airbus SE (ex EADS)938914
Daimler AG710000
NEL ASAA0B733
Deutsche Bank AG514000
Lang & Schwarz AG645932
bet-at-home.com AGA0DNAY
Viscom AG784686
flatex AGFTG111
Basler AG510200
Sloman Neptun Schiffahrts-AG827100
Microsoft Corp.870747
Apple Inc.865985
AlibabaA117ME
Amazon906866