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07.08.2019 18:25
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2019 ist das Jahr der NEL-Aktie: Was bringt die Zukunft für den Wasserstoffspezialisten?

52% Kursplus: 2019 ist das Jahr der NEL-Aktie: Was bringt die Zukunft für den Wasserstoffspezialisten? | Nachricht | finanzen.net
52% Kursplus
Das norwegische Wasserstoffunternehmen NEL gehört gegenwärtig zu den meist beachteten Unternehmen aus der H2- und Brennstoffzellen-Branche. Neben hervorragenden Lösungsansätzen für die Mobilität der Zukunft, bot der Konzern seinen Aktionären im Jahr 2019 auch eine beachtliche Kursperformance.
Der an der Osloer Börse gelistete Wasserstoffkonzern Nel zündete im Jahr 2019 ein wahres Kursfeuerwerk. Die Aktie kletterte seit Januar 2019 von 4,63 Norwegischen Kronen auf gegenwärtig rund 7,06 Norwegische Kronen. Diese Kurssteigerung entspricht einer Performance von exakt 52,48 Prozent. Dementsprechend lässt sich auch auf Eurobasis ein enormer Kurszuwachs verzeichnen. An der Frankfurter Wertpapierbörse legten die NEL-Aktien zwischen Januar und August um 41 Prozent zu und verteuerten sich somit um 20 Cent von 0,487 Euro auf 0,687 Euro. Die etwas geringere Kursentwicklung auf Eurobasis ist dabei auf die schwächer gewordene Norwegische Krone zurückzuführen.

Tankstellen-Explosion sorgte für Panikverkäufe bei NEL-Aktie

Trotz der hervorragenden Entwicklung der NEL-Aktie hätte es im ersten Halbjahr 2019, für die Anteilseignern, noch deutlich besser laufen können. Mit einem am 28. Mai erreichten Allzeithoch bei einem Euro je Aktie lagen die Anteilsscheine im Jahresverlauf nämlich schon rund 105 Prozent über ihrem Niveau vom Januar. Als jedoch am 10. Juni 2019 eine von NEL installierte Wasserstofftankstelle in Norwegen plötzlich in Flammen aufging und explodierte, flüchteten die Anteilseigern in Scharen aus der Aktie und ließen den NEL-Kurs innerhalb weniger Tage um fast 50 Prozent einbrechen.

Neue Sicherheitsvorkehrungen schaffen erneut Vertrauen in NEL

Aufgrund dieses Vorfalls schloss NEL vorrübergehend seine norwegischen und ausländischen Wasserstofftankstellen und sorgte somit für einen kurzzeitigen Engpass für einige Brennstoffzellenauto-Fahrer. Der Rückschlag für NEL und für die Brennstoffzellentechnik war jedoch nur von kurzer Dauer. Denn der NEL-Konzernchef Jon André Løkke erklärte, nur wenige Tage nach dem Ereignis, dass beim Bau von neuen Wasserstofftankstellen nun "Sicherheitsvorkehrungen wie in der Luftfahrtbranche eingeführt" werden. Des Weiteren möchte der Konzern an seinen Tanksäulen nun noch mehr Sicherheitstechnik wie Gasmelder und Sensoren installieren, welche noch sensibler auf Unregelmäßigkeiten beim Tankvorgang hinweisen sollen.

Die Ankündigungen des Konzernchefs stimmten daraufhin auch die Aktionäre wieder zuversichtlich und die Anteilsscheine erholten sich unverzüglich von ihrem heftigen Kursrücksetzer. Dennoch pendeln die NEL-Aktien aktuell immer noch rund 40 Prozent unter ihrem Allzeithoch.

NEL mit großen Plänen für die USA ...

Die Tankstellen-Explosion in Norwegen hat zwar gezeigt, dass auch die Brennstoffzellentechnik mit einem gewissen Risiko einhergeht, auf die langfristige Wachstumsperspektive von NEL hat der Vorfall jedoch keinen Einfluss. Der Konzern geht weiter mit großen Schritten in die Zukunft und beabsichtigt immer neue Projekte und Partnerschaften. So plant der Konzern nun eine umfassende Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Hybrid-Truck-Entwicklungsunternehmen Nikola Motor aus Salt Lake City. Zusammen mit dem amerikanischen Startup, welches gerade an der Produktion einen Brennstoffzellenlastkraftwagen arbeitet, möchten die Norweger ein umfassendes Wasserstofftankstellennetzes in den USA aufbauen.

... und Europa

Darüber hinaus plant der Konzern zusammen mit anderen Spezialisten aus der Branche wie z.B. PowerCell Sweden, die unter anderem eine Kooperation mit Bosch unterhalten, die Etablierung von brennstoffzellenbetrieben Fahrzeugen für jedermann. Dabei liegt der Fokus des Konzerns nun auch verstärkt auf der Betankung von umweltfreundlichen Wasserstoffbussen. Denn als Teil des H2Bus-Konsortiums plant NEL - zusammen mit anderen Firmen - den Einsatz von 1.000 Brennstoffzellenbussen in ganz Europa.

Wachstumsphantasien sind schon eingepreist

Investoren, die an der neuen Trend-Industrie Wasserstoff partizipieren möchten, haben mit NEL aufgrund der weltweiten Präsenz eine durchaus interessante Aktie. Dennoch mahnt die historische Kursentwicklung der Branche zur Vorsicht. Anleger, die mit einer derart hohen Volatilität nicht umzugehen wissen, sollten die NEL-Aktie zum aktuellen Zeitpunkt lediglich in der Watchlist halten. Denn das gegenwärtige Bewertungsniveau des Konzerns nimmt aktuell womöglich sehr viel positiven Newsflow vorweg.

Pierre Bonnet / finanzen.net

Bildquellen: Anusorn Nakdee / Shutterstock.com, Istockphoto

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