Titeljagd

BVB-Aktie unverändert: Wichtige Punkte im Kampf um CL-Platz - Schlotterbeck zwischen Ambition und neuem Vertrag

09.02.26 16:14 Uhr

BVB-Aktie kaum bewegt: Glücklicher Sieg hilft im Kampf um CL-Platz - Schlotterbeck hat Titel-Ambitionen | finanzen.net

Borussia Dortmund hat am 21. Spieltag wichtige Punkte im Kampf um die lukrativen Champions-League-Plätze gesammelt.

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Den Abstand zum Spitzenreiter FC Bayern München konnte der BVB aber nicht reduzieren. Beim abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg kam das Team von Trainer Niko Kovac am Samstag zu einem glücklichen 2:1 (1:0).

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Damit verringerte der BVB den Rückstand auf Spitzenreiter FC Bayern München zwischenzeitlich auf drei Punkte. Da der deutsche Rekordmeister sein Spiel gegen den Tabellendritten TSG 1899 Hoffenheim am Sonntagabend gewann, konnte der FC Bayern den Vorsprung auf Dortmund wieder auf sechs Zähler erhöhen.

Bayer Leverkusen kam im Spätspiel bei Borussia Mönchengladbach nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Auch der zuletzt spielfreudige VfB Stuttgart ließ wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze liegen. Der Pokalsieger verlor beim FC St. Pauli mit 1:2 (0:1).

Unterdessen ging das Bundesliga-Debüt von Daniel Thioune als Trainer des SV Werder Bremen daneben. Die Hanseaten verloren trotz langer Überzahl beim SC Freiburg mit 0:1 (0:1) und warten inzwischen seit elf Spielen auf einen Sieg.

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Im Kampf um den Ligaverbleib hat der 1. FC Heidenheim einen weiteren Rückschlag erlitten. Im Kellerduell verlor der Tabellenletzte sein Heimspiel gegen den Hamburger SV mit 0:2 (0:1). Dank des sechsten und siebten verwandelten Elfmeters der Saison von Nadiem Amiri (8. und 80. Minute) gewann der FSV Mainz 05 gegen den FC Augsburg mit 2:0 (1:0).

In Wolfsburg hatte Nationalspieler Julian Brandt (38.) den BVB im Anschluss an eine Ecke in Führung geköpft. Doch Konstantinos Koulierakis (52.) traf zum zwischenzeitlichen 1:1 für Wolfsburg, ehe Serhou Guirassy (87.) spät den Dortmunder Sieg bescherte.

Bei der Bundesliga-Premiere von Thioune war der Freiburger Niklas Beste (13.) mit einem schönen Schlenzer zum 1:0 der Spielverderber. Dabei agierte Werder lange in Überzahl, nachdem Johan Manzambi in der 52. Minute nach einem üblen Foul mit Rot vom Platz musste.

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Für den 1. FC Heidenheim wird die Lage unterdessen immer prekärer. Nach den HSV-Treffern von Ransford-Yeboah Königsdörffer (45.+3) und Rayan Philippe (78.) hat das Schlusslicht bereits sechs Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz 16.

Auch auf den Tabellen-17. FC St. Pauli fehlen schon vier Punkte, weil die Hamburger durch Treffer von Manolis Saliakas (35.) und Danel Sinani (55.) per Elfmeter gegen Stuttgart gewinnen konnten. Der Anschlusstreffer durch Jamie Lewelling (90.) kam für den VfB zu spät.

Schlotterbeck zwischen Ambition und neuem Vertrag

Der Titelansage folgten Taten. Nachdem Nico Schlotterbeck die Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga als Ziel für Borussia Dortmund benannt hatte, sah sich der Nationalspieler nach dem glücklichen 2:1 beim abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg in seinem Vorstoß bestätigt. "Du spielst beim BVB, um gewisse Dinge zu gewinnen", sagte der 26-Jährige im TV-Sender Sky. Er sei Kapitän gewesen, weil Emre Can verletzungsbedingt fehlte. "Wenn ich sage: Wir wollen vorangehen, wir wollen die da oben angreifen, dann gebe ich die Marschroute vor. Dann müssen die Jungs nachziehen, und das haben sie heute gemacht." Ein Geniestreich von Felix Nmecha, Fabio Silva und Dortmunds Dauer-Torschütze Serhou Guirassy (87.) brachte kurz vor Schluss den Sieg.

Schlotterbeck, der Anführer

Schlotterbeck hatte eine Woche zuvor nach dem ebenfalls glücklichen 3:2 gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim aus seinen Ambitionen keinen Hehl mehr gemacht. "Man muss auch mal den Anspruch haben als BVB, auch mal den Fans zu sagen, wir wollen Meister werden", hatte er gesagt.

Worte, die ihre Wirkung nicht verfehlt haben - glaubt der Verteidiger. "Die Jungs haben unter der Woche gemerkt, wie sehr ich dafür brenne", meinte er in Wolfsburg. "Es ist extrem wichtig, dass wir den Fokus und den Kopf dafür haben, um anzugreifen. Ich hoffe natürlich, dass es ein Stück weit geholfen hat."

Brandt gibt sich zurückhaltender

Vorbehalte für seinen forschen Vorstoß waren beim BVB nicht zu hören. "Ich mag ja Schlotti für seine Aussagen. Und ich weiß auch, wie er ist, und das ist auch total authentisch", sagte Julian Brandt. Der Torschütze zum 1:0 in Wolfsburg und gebürtige Bremer gab sich da zurückhaltender. "Ich bin aus dem Norden, ich bin ein bisschen demütiger unterwegs. Das ist mein Naturell", sagte der 29-Jährige.

Niemand habe bislang davon auch gesprochen, "dass wir in irgendeinem Punkt aufgegeben haben, sondern wir versuchen weiter, unsere Spiele zu gewinnen, und hoffen natürlich, dass die Bayern uns da noch mal ranlassen", meinte Brandt.

Dortmund aktuell Bayern-Jäger Nummer eins

Klar ist: Nach 21 Spieltagen sind die Dortmunder die schärfsten Verfolger des deutschen Rekordmeisters. Der Sieg in Wolfsburg war der fünfte im sechsten Bundesliga-Spiel des Jahres, dazu kam noch das 3:3 bei Eintracht Frankfurt zum Jahresauftakt.

"Wir sind ein großer Club, der Ambitionen hat", sagte Cheftrainer Niko Kovac im ZDF. "Ich verwehre mich dem nicht." Erst einmal gelte es, zu arbeiten und in die Champions League zu kommen. "Wenn wir dann noch genügend Spiele haben und wir können noch nach vorn attackieren", dann könne man sich sicher sein, würden sie es versuchen.

Ein Geniestreich rettet Sieg in Wolfsburg

Dass der BVB bei seinen Erfolgen nicht jedes Mal spielerische Gala-Vorstellungen gab, wissen die Spieler. Auch in Wolfsburg waren die Dortmunder in der zweiten Halbzeit alles andere als überzeugend.

Schlotterbeck hatte auch schnell den entscheidenden Faktor ausgemacht. "Mentalität. Das, was uns seit Jahren abgesprochen wird", sagte er. Diese Mentalität bescherte den Dortmundern und Sportdirektor Sebastian Kehl zumindest einen entspannten Sonntag mit dem Top-Spiel des FC Bayern gegen die TSG Hoffenheim.

"Das Schöne ist ja, wenn man gewinnt und am nächsten Tag dann einfach, egal welche Mannschaft spielt, entspannt auf der Couch liegen darf", sagte er. Zumal sich die Dortmunder unabhängig vom Ausgang des Spiels als Gewinner des Spieltages fühlen durften.

BVB will baldige Vertrags-Entscheidung von Schlotterbeck

Weniger entspannt ist die Frage nach der Zukunft seines Titelansagers Nico Schlotterbeck. Die Verhandlungen über eine Verlängerung des aktuell bis 2027 laufenden Vertrages ziehen sich.

"Ich bin ein Freund von Klarheit in allen Bereichen und in Themen", sagte Kehl. Manchmal müsse man sich auch gedulden. "Aber wir sind auf dem Gaspedal. Nico weiß, dass wir so schnell wie möglich eine Entscheidung haben."

Schlotterbeck fehlt gegen Mainz

Wie es ist, ohne Schlotterbeck auszukommen, können die Dortmunder schon am kommenden Freitag (20.30Uhr/Sky) gegen den FSV Mainz 05 sehen. Dann fehlt er wegen seiner fünften Gelben Karte. "Das tut extrem weh, im Heimspiel zu fehlen", sagte Schlotterbeck. "Nichtsdestotrotz: Kopf nach oben." Es kämen schließlich entscheidende Wochen mit zwei Spielen in den Champions-League-Playoffs gegen Atalanta Bergamo und in der Bundesliga gegen RB Leipzig - und den FC Bayern.

Gewinnsprung durch Spielertransfers

Lukrative Transfergeschäfte haben dem Fußballbundesligisten Borussia Dortmund (BVB) im ersten Geschäftshalbjahr zu einem Gewinnsprung verholfen. Der Vorsteuergewinn schnellte in den sechs Monaten bis Ende Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 8,8 auf 23,2 Millionen Euro. Dies sei im Wesentlichen auf einen Anstieg des Ergebnisses aus Transfergeschäften zurückzuführen, teilte der im SDAX notierte Club überraschend am Montag mit. Die Aktie reagierte kaum auf die Neuigkeiten: Via XETRA notiert das BVB-Papier auf Vortagesniveau bei 3,26 Euro .

Ähnlich stark wie der Vorsteuergewinn verbesserte sich auch das Konzernergebnis auf 18,7 Millionen Euro. Derweil stagnierte der Umsatz nahezu bei rund 246 Millionen Euro, wobei etwa die Erlöse aus Werbung leicht stiegen, jene aus dem Verkauf von Fan-Artikeln hingegen zurückgingen. Den vollständigen Halbjahresbericht will Borussia Dortmund am 13. Februar vorlegen.

/clu/DP/mis/lew/jha

WOLFSBURG (dpa-AFX)

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