31.08.2020 20:10

Veolia will Engie Anteil von knapp 30 Prozent an Suez abkaufen - Aktien beflügelt

Angebot unterbreitet: Veolia will Engie Anteil von knapp 30 Prozent an Suez abkaufen - Aktien beflügelt | Nachricht | finanzen.net
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Die Veolia Environnement SA will dem Versorger Engie dessen Anteil von knapp 30 Prozent an dem Abfallentsorger Suez abkaufen.
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Engie hatte Ende Juli angekündigt, die Beteiligung an Suez auf den Prüfstand zu stellen. Mit der Transaktion würde ein französischer Champion im Bereich der ökologischen Transformation geschaffen, teilte der Infrastukturkonzern Veolia mit.

Veolia hat Engie den Angaben zufolge ein festes Angebot über 15,50 Euro je Suez-Aktie unterbreitet, das bis Ende September gültig ist. Die Offerte beinhalte einen Aufschlag von 50 Prozent gegenüber dem Suez-Schlusskurs von 10,32 Euro am 30. Juli, dem Tag vor der Ankündigung Engies, die Suez-Beteiligung zu prüfen. Die Suez-Aktie schloss am vergangenen Freitag bei 12,24 Euro und gab dem Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 7,69 Milliarden Euro.

Sollte Engie das Kaufangebot für den Anteil von 29,9 Prozent akzeptieren, plant Veolia ein freiwilliges Übernahmeangebot für die verbleibenden Suez-Aktien. Der Vorschlag von Veolia beinhalte zudem die Zusage von Engie, ihre verbleibenden Beteiligung von 1,8 Prozent an Suez im Zuge der Übernahmeofferte anzudienen.

Die Akquisition würde vom ersten Jahr an zum Gewinn beitragen, teilte Veolia weiter mit. Die Konzernverschuldung bliebe unter Kontrolle, sodass der Konzern sein Investmentgrade-Profil behalten könne. Veolia habe auch bereits kartellrechtlichen Probleme identifiziert, die eine solche Transaktion mit sich bringen würde, und diese seien begrenzt. Auch mögliche Lösungen hat der Konzern bereits erwogen. So sollen die französischen Wasseraktivitäten von Suez an das französische Infrastrukturmanagementunternehmen Meridiam verkauft werden.

Am frühen Abend reagierte auch Suez auf das Vorhaben des Konkurrenten. Bisher habe niemand mit Ihnen selbst gesprochen, hieß es in der Mitteilung. Der Konzern wolle in Kürze seinen Verwaltungsrat einberufen, um über eine mögliche Übernahme zu beraten.

Übernahmepläne von Veolia beflügeln auch Suez- und Engie-Aktien

Ein zweiter Anlauf des Entsorgers Veolia Environnement zur Übernahme von Konkurrent Suez hat am Montag mächtig Staub in der Branche aufgewirbelt. Analysten sehen gute Chancen, dass die Transaktion über die Bühne geht, da sämtliche Beteiligten davon einen Nutzen hätten.

Entsprechend profitierten die Aktien aller drei Unternehmen von der Nachricht - wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Mit einem Plus von letztlich 18,5 Prozent auf 14,505 Euro stiegen die Anteilsscheine von Suez an der EURONEXT naturgemäß am stärksten. Veolia bietet Engie 15,50 Euro je Suez-Aktie in bar, was einem Betrag von 2,9 Milliarden Euro entspricht. Sollte die Offerte erfolgreich sein, will Veolia ein Angebot für den Rest von Suez abgeben. Suez würde dann mit 9,7 Milliarden Euro bewertet. Während Engie-Papiere zu schließlich um 4,67 Prozent auf 11,655 Euro kletterten, legten Veolia-Papiere um 5,73 Prozent auf 20,20 Euro zu.

Nun sieht Analyst Vincent Ayral von der US-Bank JPMorgan aber gute Erfolgsaussichten. Das Angebot von Veolia liege attraktive 27 Prozent über dem Suez-Schlusskurs vom Freitag und 50 Prozent über dem Schlusskurs am 30. Juli, bevor Engie seine Suez-Beteiligung zur Disposition gestellt habe, rechnete der Experte vor. Dieser Bewertung schloss sich sein Kollege Ahmed Farman vom Analysehaus Jefferies mit Blick auf das aktuelle Umfeld an - auch wenn er anmerkte, dass die Suez-Aktie vor der Corona-Pandemie noch bis auf knapp über 16 Euro geklettert sei.

Engie dürfte Ayral zufolge ebenfalls ein Interesse an einem Verkauf haben, um den Wert seiner Beteiligung zu heben und beim Konzernumbau rasch weiterzukommen. Und Veolia könnte den hohen Preis für die Transaktion, die auch strategisch sinnvoll sei und einen Weltmarktführer im Bereich Umwelt-Dienstleistungen erschaffen würde, mit einer nur begrenzten Kapitalerhöhung inklusive der Ausgabe von Hybridanleihen stemmen. Denn der Verkauf des Wassergeschäfts von Suez sei schon beschlossene Sache.

Einen großen Teil des Kaufpreises würde der Entsorger zudem durch die erheblichen Synergien wieder hereinholen, meint Ayral. Die von Veolia angestrebten 500 Millionen Euro sind laut Farman realistisch - sie entsprächen acht Prozent des operativen Gewinns (Ebitda), den beide Unternehmen zusammen im laufenden Jahr erzielen dürften.

(Dow Jones / dpa-AFX)

Bildquellen: ERIC PIERMONT/AFP/Getty Images

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18.05.2021Engie (ex GDF Suez) kaufenDZ BANK
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29.04.2021Engie (ex GDF Suez) buyUBS AG
21.05.2021Engie (ex GDF Suez) NeutralCredit Suisse Group
19.05.2021Engie (ex GDF Suez) HoldDeutsche Bank AG
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06.09.2018Engie SA ReduceHSBC
05.06.2018Engie SA ReduceHSBC
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