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16.01.2019 18:45
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Citis Bärenmarkt-Checkliste beweist: Der Bullenmarkt hält noch an

Angst vor dem Abschwung: Citis Bärenmarkt-Checkliste beweist: Der Bullenmarkt hält noch an | Nachricht | finanzen.net
Angst vor dem Abschwung
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Seitdem sich das Jahr 2018 als eines der schwächsten seit der Finanzkrise 2008 erwies, ist die Angst vor einem Bärenmarkt groß. Viele Anleger fragen sich dementsprechend, ob sie derzeit lieber die Finger von Aktien lassen sollten, oder ein guter Einstiegszeitpunkt besteht. Die Experten der Citigroup machen nun Mut: Der Bulle sei noch immer lebendig.
Das vergangene Jahr ging turbulent zu Ende. Insbesondere im Dezember kam es weltweit zu großen Ausverkäufen an den Märkten, die die Jahresbilanz des letzten Jahres nochmal kräftig nach unten zogen und zum Teil für das offizielle Auslösen eines Bärenmarktes sorgten. So verlor beispielsweise der marktbreite S&P 500 seit seinem Einjahreshoch im September bei 2.940,91 Punkten bis Weihnachten um 20,21 Prozent und riss somit die für die Definition des Bärenmarkts wichtige 20-Prozent-Marke. Seit Beginn des neuen Jahres allerdings geht es bei vielen Börsen wieder bergauf. So hat beispielsweise der US-Techwerte-Index NASDAQ Composite seit seinem Tiefstand am 24. Dezember 2018 bis jetzt schon wieder 11,56 Prozent gut gemacht (Stand Börsenschluss am 14.1.2019).

Dieser Aufwärtstrend wirft bei vielen Anlegern nun die Frage auf, ob sich die Märkte nun langfristig wieder erholen, oder ob sie sich darauf einstellen sollten, dass die Kurse bald wieder sinken. Von der Citigroup kommen nun allerdings ermutigende Ergebnisse. Sie sehen den Bullenmarkt keineswegs am Ende, sondern blicken zuversichtlich in die Zukunft. Als Anhaltspunkt dafür ziehen sie ihre viel beachtete Bärenmarkt-Checkliste heran.

Die Bärenmarkt-Checkliste

In der Checkliste werden verschiedene aktuelle Marktdaten mit den Bärenmärkten von den Jahren 2000 und 2007 verglichen. Da oft erst rückwirkend festzustellen ist, ob man sich schon in einem Bären- oder noch in einem Bullenmarkt befindet, dienen die Daten der letzten beiden, offiziell festgestellten Bärenmärkte als Indikatoren für den derzeitigen Zustand der Börsen. Die Citigroup hat dabei 18 verschiedene Warnsignale zusammengetragen. Diese können angesichts der Marktlage unterschiedlich bewertet und dementsprechend farbig gekennzeichnet werden. Wird ein Faktor als "besorgniserregend" gekennzeichnet, so erhält das Signal eine Wertigkeit von 1 und wird rot markiert. Wird der Wert nur als "möglicherweise besorgniserregend" eingeschätzt, wird er orange eingefärbt und erhält eine Wertigkeit von 0,5. Bei dem Bärenmarkt im Jahr 2000 leuchteten 17 Indikatoren rot und einer orange, es wurden also 17,5 der 18 Signale als "besorgniserregend" bzw. "möglicherweise besorgniserregend" eingestuft. Im Jahr 2007 waren es 13 der 18 Signale.

Aktuelle Marktlage

In der derzeitigen Marktlage sieht die Citigroup lediglich 3,5 von 18 Signalen als bedenkenswert an (Stand 2. Januar 2019). Demnach wäre man von den vergangenen Bärenmärkten noch weit entfernt: "Im Augenblick sind wir beruhigt. Die Checkliste zeigt uns an, dass wir in dieser Entwicklung kaufen sollen. Klar, die Einnahmen werden kleiner ausfallen und die Volatilität höher, aber der Bullenmarkt ist noch nicht vorbei", so Robert Buckland von der Citigroup in einem Bericht, der MarketWatch vorliegt. Anleger weltweit sollten die derzeit günstige Gelegenheit zum Einstieg also durchaus nutzen. Bei der Checkliste ist allerdings zu beachten, dass sie nur etwas über den aktuellen Zustand des Markts auszusagen vermag. Sie könne laut Buckland nichts darüber aussagen, ob eine weitere Korrektur bevorstehe. Sie zeige jedoch die der Marktlage zugrunde liegenden Wirtschaftsdaten an und die würden der Citigroup gerade deutlich machen, dass es eine günstige Gelegenheit zum Erwerb von Aktien sei.

Dennoch Grund zur Sorge?

Die Angst vor einer Rezession sei übertrieben, im Jahr 2019 werde sich lediglich der Gewinn-je-Aktie verlangsamen: "Natürlich wird 2019 für EPS ein härteres Jahr als 2017 oder 2018, aber auch nicht so viel härter", so Buckland. Die Citigroup sieht hier ein durchschnittliches Wachstum von 4 Prozent für 2019 voraus, was unter der allgemeinen Prognose von 7 Prozent liegt. Allerdings sollte man in den kommenden Monaten ein Auge auf die flache US-Zinsertragskurve sowie die steigenden Credit Spreads haben: "Eine flache Zinsertragskurve und steigende Credit Spreads sind besorgniserregend, aber die traditionellen Zeichen einer Bullenmarkt-Euphorie sind [derzeit] auffällig abwesend", so Buckland. Historisch betrachtet würden sich die Warnsignale im letzten Jahr des Bullenmarkts nach und nach ansammeln, was aktuell noch nicht der Fall sei. Sollten sich allerdings 7 oder 8 Warnsignale in der Checkliste zeigen, wäre dies durchaus Grund zur Sorge.

Citi-Einschätzung zu Europa, Emerging Markets und den USA

Des Weiteren haben die Marktexperten einige Aussagen zur wirtschaftlichen Entwicklung in Europa gemacht. So wurden angesichts des ungewissen Brexits britische Aktien von der Citigroup auf "neutral" heruntergestuft, obwohl die Marktstrategen nicht davon ausgehen, dass es zu einem harten Brexit kommt. Auch sei Europa einem weltweiten Wirtschaftsabschwung gegenüber sehr anfällig, so Citigroup-Experte Jonathan Stubbs zu Bloomberg. Jedoch bleibt er optimistisch, was den weiteren Jahresverlauf angeht und schätzt, dass der Stoxx Europe 600 bis Ende 2019 bei 400 Punkten steht. Dies wäre ein Anstieg von 15,1 Prozent im Vergleich zum derzeitigen Stand (Schlusskurs vom 14.01.2019). Auch Emerging Markets kommen bei der Einschätzung der Citigroup gut weg. Durch ihre Vorhersage, der Dollar werde sich abschwächen, wurden die Aktien der Schwellenländer auf "overweight" hochgestuft. Auch US-amerikanische Aktien behalten diese Einschätzung bei.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: TunedIn by Westend61 / Shutterstock.com, Holmes Su / Shutterstock.com

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