+++ BörsenTag Berlin ONLINE am 28. November +++ exklusiver Vortrag von finanzen.net zum Thema Robo-Advisor +++ Jetzt kostenfrei registrieren +++-w-
28.02.2017 11:42

Börsenfusion vor dem Scheitern: Schuldzuweisungen beginnen

Werbung

FRANKFURT/LONDON (dpa-AFX) - Nach dem drohenden Aus für die Fusion von Deutscher Börse und Londoner Börse haben die Schuldzuweisungen begonnen. In Medien wurden verschiedene Gründe kolportiert, warum die London Stock Exchange bei dem Deal faktisch die Reißleine gezogen hat. Laut "Handelsblatt" war die Frage des Standorts der gemeinsamen Dachgesellschaft der Knackpunkt; nach Lesart der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" waren es die Vorwürfe des Insiderhandels gegen den Chef der Deutschen Börse, denn Carsten Kengeter soll auch das gemeinsame Unternehmen führen. "Es gibt viele Spekulationen", sagte eine Sprecherin der LSE am Dienstag. "Diese können wir nicht kommentieren." Auch ein Sprecher der Deutschen Börse in Frankfurt lehnte einen Kommentar diesbezüglich ab.

Die London Stock Exchange hatte in der Nacht zu Montag überraschend verkündet, eine Auflage der EU-Wettbewerbshüter zur Genehmigung des Zusammenschlusses nicht erfüllen zu wollen - den Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an einer italienischen Handelsplattform für Anleihen namens MTS. Angesichts der vergleichsweise geringen wirtschaftlichen Bedeutung des Geschäfts sprachen manche Beobachter von einem vorgeschobenen Grund, um gesichtswahrend aus dem Deal aussteigen zu können.

Die Fusion war vor einem Jahr eingestielt worden - und damit vor dem Votum der Briten für einen EU-Austritt. Damals war London als Sitz der Holding festgelegt worden. Die deutschen Aufsichtsbehörden fürchteten nun, bei einem fusionierten Börsenbetreiber kein ausreichendes Durchgriffsrecht mehr zu haben und drängten auf eine Änderung der Verträge. Es sei "immer klar gewesen", dass London der Standort des gemeinsamen Unternehmens werde, erklärte die LSE-Sprecherin. Deutsche-Börse-Chef Kengeter hatte sich jüngst auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt trotz mehrfacher Nachfrage nicht zur Standortfrage äußern wollen.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete wiederum von einer E-Mail des LSE-Verwaltungsratsvorsitzenden Donald Brydon an sein Deutsche-Börse-Pendant Joachim Faber. Brydon schrieb demnach, Kengeter sei wegen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen ihn kein geeigneter Kandidat mehr für den Chefposten des fusionierten Unternehmens. "Der Aufsichtsrat steht hinter Herrn Kengeter", erklärte der Deutsche-Börse-Sprecher, gleichwohl ohne die Existenz der E-Mail zu bestätigen. Kengeter hatte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen.

Dass es für Stimmung zwischen den Beteiligten nicht zum Besten steht, zeigt die kurze Vorwarnzeit, die London den Partnern in Frankfurt nach der unerwarteten Entscheidung gegen einen Verkauf der italienischen Handelsplattform zugebilligt hatte. In der Finanzbranche ist von einer halben Stunde die Rede, die die Frankfurter Zeit gehabt hätten bis die Londoner mit ihrer Mitteilung an die Öffentlichkeit gegangen seien. Die LSE-Sprecherin erklärte, das Unternehmen sei gezwungen, substanzielle Ergebnisse einer Verwaltungsratssitzung unverzüglich zu veröffentlichen./das/cmy/ben

Werbung

Aktuelle Zertifikate von

NameTypWKNHebel
Mini Future Long auf Deutsche BörseJC9RN3
Open End Turbo Put Optionsschein auf Deutsche BörseJC4EVL
Den Basisprospekt sowie die endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: JC9RN3, JC4EVL. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise** zu dieser Werbung.

Nachrichten zu Deutsche Börse AG

  • Relevant
    2
  • Alle
    4
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Börse AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
09:11 UhrDeutsche Börse overweightJP Morgan Chase & Co.
25.11.2020Deutsche Börse buyUBS AG
19.11.2020Deutsche Börse HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
19.11.2020Deutsche Börse kaufenDZ BANK
19.11.2020Deutsche Börse overweightJP Morgan Chase & Co.
09:11 UhrDeutsche Börse overweightJP Morgan Chase & Co.
25.11.2020Deutsche Börse buyUBS AG
19.11.2020Deutsche Börse kaufenDZ BANK
19.11.2020Deutsche Börse overweightJP Morgan Chase & Co.
19.11.2020Deutsche Börse buyUBS AG
19.11.2020Deutsche Börse HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
19.11.2020Deutsche Börse Equal weightBarclays Capital
19.11.2020Deutsche Börse HoldKepler Cheuvreux
18.11.2020Deutsche Börse Sector PerformRBC Capital Markets
18.11.2020Deutsche Börse HoldKepler Cheuvreux
30.07.2020Deutsche Börse SellWarburg Research
15.07.2020Deutsche Börse SellWarburg Research
24.02.2020Deutsche Börse SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
04.12.2019Deutsche Börse SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
30.10.2019Deutsche Börse SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Börse AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX etwas fester -- Wall Street mit leichtem Plus -- Goldpreis unter 1.800 Dollar -- Bund-Neuverschuldung 2021 bei 179,82 Milliarden Euro -- VW will Marktanteile gewinnen -- Medios, K+S im Fokus

Wirecard-Untersuchungsausschuss: Bussgelder gegen EY-Zeugen - Bafin ohne Hinweise auf Mitarbeiter-Insiderhandel. Lufthansa Cargo und DB Schenker starten CO2-neutrale Frachtflüge. adidas will Reebok verkaufen. Commerzbank: Starke deutsche Konjunkturerholung ab Frühjahr. Allianz sieht keine volle Entschädigung von Gaststätten. 'Gewisse Unbekannte': Kanzleramtschef richtet Corona-Appell an Bürger. Trump will das Weiße Haus räumen.

Umfrage

Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit ersten Corona-Impfungen noch im Dezember. Teilen Sie diesen Optimismus?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln